http://www.faz.net/-gqe-90l1z

Andrew Ng : Er will der ganzen Welt Künstliche Intelligenz beibringen

  • Aktualisiert am

Andrew Ng vor einer Deep-Learning Illustration im Baidu-Labor im Silicon Valley. Bild: mauritius images

Andrew Ng gehört zu den Vordenkern der Künstlichen Intelligenz. Lange hat er geschwiegen über seine berufliche Zukunft. Nun lüftet er ein Geheimnis - und hat Großes vor.

          Was macht Andrew Ng? Der Informatiker, der zu den angesehensten Fachleuten für Künstliche Intelligenz (KI) auf der ganzen Welt gehört, hat sich über seine berufliche Zukunft lange ausgeschwiegen. Für die 170.000 Menschen, die ihm auf dem Kurznachrichtendienst Twitter folgen, hat er während der vergangenen Monate manche neue Entwicklung in der KI kommentiert, war auf Fachkonferenzen gefragter Redner, hielt sich ansonsten aber bedeckt.

          Dabei ist das Interesse an seiner Person in der Technik-Gemeinde besonders groß. Der Stanford-Professor rief einst die Künstliche-Intelligenz-Abteilung Google Brain mit ins Leben und war an einem beeindruckenden Versuch vor fünf Jahren beteiligt, der neue Hoffnung für die mittlerweile angesagte KI-Methode „Deep Learning“ weckte. Dann wechselte er als KI-Forschungschef zum chinesischen Suchmaschinenbetreiber Baidu, verließ das Unternehmen aber in diesem Frühjahr überraschend – eine Nachricht, die den Börsenwert Baidus vorübergehend um mehr als eine Milliarde Dollar verringerte.

          Nun hat Ng verraten, was er künftig tun wird: Der ganzen Welt beibringen, was es mit Künstlicher Intelligenz allgemein und „Deep Learning“ speziell auf sich hat. Seine neuen Kurse bietet er auf der Internetseite Deeplearning.ai an, ausgerichtet werden sie über die von Ng schon vor Jahren gegründete Internet-Lernplattform Coursera. Die Teilnahme soll 49 Dollar im Monat kosten.

          Ng verkündete das hoch gesteckte Ziel seines neuen Projektes im Internet mit dem in dieser Branche nicht ungewöhnlichen Pathos so: „Ich hoffe, wir können eine KI-gestützte Gesellschaft erschaffen, die jedem erschwingliche Gesundheitsversorgung bietet, jedem Kind personalisierte Bildung bereitstellt, günstige selbstfahrende Autos für alle erhältlich macht, und sinnstiftende Arbeit für jeden Mann und jede Frau.“

          Künstliche Intelligenz : Ein Algorithmus komponiert Musik

          Bewusst spricht er dann verschiedene Berufe in unterschiedlichen Ländern an – den Software-Entwickler in Kalifornien ebenso wie den Wissenschaftler in China oder Indien. Ihnen verspricht er, durch seine Kurse Fähigkeiten zu lernen, die zu einer KI-Karriere befähigen. Das ganze Geheimnis um seine Zukunft hat Ng nun jedoch nicht gelüftet: Er stellte vor einiger Zeit drei Projekte in Aussicht, nun hat er mit dem Lernangebot bloß das erste gelüftet.

          Weitere Themen

          Eine Milliarde mehr für Syrien Video-Seite öffnen

          Deutschland stockt Hilfe auf : Eine Milliarde mehr für Syrien

          Bundesaußenminister Heiko Maas: „Das ist unser Beitrag dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und in der Türkei gut versorgt werden können. Dass es auch Perspektiven gibt beruflicher Art in den Ländern, in die sie geflüchtet sind.“

          Algen als kulinarische Neuheit Video-Seite öffnen

          Mit dem Meer die Welt ernähren : Algen als kulinarische Neuheit

          Algen stehen in vielen Kulturen schon lange auf dem Speiseplan, obwohl sie den Europäern in dieser Hinsicht noch neu sind, könnten sie in naher Zukunft eine immer größere Rolle spielen, wenn es darum geht die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.

          Topmeldungen

          Chinesische Studie : Testgelände Nordkoreas teilweise zerstört

          Chinesische Fachleute sind sich sicher, dass das nordkoreanische Atomtestgelände Punggye-ri partiell zerstört ist. Nach dem letzten Test soll das Bergmassiv teilweise eingestürzt sein.

          Verletzung im Bayern-Spiel : Große Sorgen um Boateng und die WM

          Gerade war der Bayern-Spieler wieder fit und meldete Ronaldo ab. Doch beim Duell mit Real Madrid humpelt Jérôme Boateng vom Rasen. Das trifft nicht nur den FC Bayern, sondern auch die Nationalmannschaft hart.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.