Manche Dinge dauern in Deutschland länger. Nicht immer liegt das an der sprichwörtlichen Gründlichkeit, die vor Schnelligkeit geht. Dass es auch nach zwei Wahlperioden nicht möglich ist, eine Bestandsaufnahme der familienpolitischen Leistungen vorzulegen, sagt mehr über den Mut der CDU-Familienministerin als über das Arbeitstempo ihrer Gutachter. So sollte sich Kristina Schröder nicht wundern, wenn Teile der Analyse ohne ihre Zustimmung bekannt geworden sind - und damit die familienpolitische Debatte auf eine Art steuern, die ihr nicht gefällt.
Das, was herausgekommen ist, stützt die Ideale der SPD. Sie zielen darauf, dem Staat die „Lufthoheit über den Kinderbetten“ zu erobern durch ganztägige Betreuung. Zudem verspricht sie mehr Kindergeld für Eltern über der Sozialhilfeschwelle. Zahlen sollen Mittelschichtfamilien und Paare.
Diese Position scheint durch die Gutachter bestätigt. Je schneller die Union daher nun die Gesamtschau vorlegt, desto größer ihre Chance, familienpolitisch aus der Defensive zu kommen. Denn dann wird sich zeigen, dass sich nicht alles messen lässt und viel Raum bleibt für Werturteile - und damit für unterschiedliche familienpolitische Angebote.
divide et impera
Klaus Hessenauer (Klaus4711)
- 05.02.2013, 10:45 Uhr
Politische Ironie
Philipp Laurisch (FSMMITUNS)
- 04.02.2013, 20:51 Uhr
Und wenn wir hier mal über Kosten-Nutzen-Rechnungen bezüglich
Kinder sprechen,
Clara West (clarawest1)
- 04.02.2013, 19:32 Uhr
Natürlich sind die familienpolitischen Leistungen
größtenteils wirkungslos,
Clara West (clarawest1)
- 04.02.2013, 19:25 Uhr
Warum lernt man nicht von Frankreich oder Skandinavien?
Bernd Stroemer (BerndStroemer)
- 04.02.2013, 19:24 Uhr