05.08.2009 · Und sei es auch strafbar: Mit Betrügereien rund um die Abwrackprämie kommt der Homo oeconomicus zu seinem Recht. Schließlich lenkt der Staat die Kaufentscheidung der Autofahrer künstlich in eine neue Richtung.
Von Christoph RuhkampEs besteht gar kein Zweifel: Wer Verschrottungsnachweise fälscht, um sich die staatlich finanzierte Abwrackprämie zu erschleichen, macht sich des Betrugs schuldig. Außerdem unterwandert er das Ziel der Bundesregierung, alte Rostlauben aus dem Verkehr zu ziehen, um so die Nachfrage nach neueren Autos zu stützen und angeblich die Umwelt zu schützen.
Dennoch kann der unbeteiligte Beobachter kaum verwundert sein über die Betrügereien. Der Homo oeconomicus kommt hier zu seinem Recht: Schließlich lenkt der Staat mit der Abwrackprämie die Kaufentscheidung der Autofahrer künstlich in eine neue Richtung. Autos, die eigentlich noch gefahren werden könnten, sollen verschrottet werden. Das vernichtet Werte und verhindert somit indirekt auch Kaufkraft für andere Güter. Es schadet auch den Werkstätten, die sonst alte Autos reparieren würden. Und Menschen in ärmeren Ländern, die sich sonst kein Auto leisten könnten, freuen sich über die illegal der Schrottpresse entkommenen Gefährte.
Umweltfreundlich ist die Abwrackprämie ja ohnehin nicht: Gemäß zahlreichen Studien entsteht der größte Teil der Umweltverschmutzung eines „Autolebens“ während der Produktion.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |