20.02.2006 · Der Kreis Offenbach hat sich einer millionenschweren Aufgabe entledigt. 90 Schulen müssen nicht mehr vom Kreis saniert und betrieben werden. Das machen nunmehr zwei private Unternehmen. Noch aber ist die Lehrerschaft nicht privatisiert.
Der Kreis Offenbach hat sich einer millionenschweren Aufgabe entledigt. 90 Schulen müssen nicht mehr vom Kreis saniert und betrieben werden. Das machen nunmehr zwei private Unternehmen: der Essener Baukonzern Hochtief für 49 Schulen im Osten, das zur französischen Vinci-Gruppe gehörende Mannheimer Unternehmen SKE für 41 Schulen im Westen des Offenbacher Landkreises.
Die Verträge des Kreises mit den Unternehmen laufen über 15 Jahre. 782 Millionen Euro ist das Schulprojekt schwer, 177 Millionen Euro kostete es den Bürger mehr, beließe der Kreis die Schulsanierung und den Betrieb in kommunaler Eigenregie.
Schulen privatisiert, (noch) nicht die Lehrerschaft
An vielen Schulen wird zur Zeit gemauert und gehämmert. In fünf Jahren müssen, darauf haben sich beide Unternehmen festgelegt, die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein. Aus den Schulen selbst ist überwiegend Lob zu hören und vor allem Begeisterung darüber, daß es mit den Sanierungsarbeiten offenbar ungewohnt zügig vorangeht.
Schulrat Peter Walter ist angesichts dieses Schrittes ein gefragter Mann. Überall hält er Vorträge und referiert über das Modell, das aller Voraussicht nach Schule machen wird. Der Landkreis Offenbach hat die Sanierung und Bewirtschaftung der Schulen privatisiert, nicht allerdings die Lehrerschaft. Die steht nämlich in Diensten der Bundesländer. Allerdings müßte auch da die Phantasie keinen Schranken unterliegen. Erfolgreiche private Bildungsanstalten gibt es genug.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.379,71 | −1,04% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2442 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 105,45 $ | −1,31% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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