21.12.2011 · Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s hat Ungarns Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau herabgestuft. Sie begründete den Schritt mit Zweifeln an der Fähigkeit und dem Willen des Landes, seine Finanzprobleme in Ordnung zu bringen.
Die Ratingagentur Standard and Poor’s bewertet die Kreditwürdigkeit Ungarns schlechter. Die Bonitätswächter stuften die Bewertung der ungarischen Staatsanleihen am Mittwochabend um eine Note auf BB+/B herunter und setzten den Ausblick auf negativ.
Als Grund nannte S&P eine unsichere politische Entwicklung in dem finanziell angeschlagenen Land. Die „Berechenbarkeit und Glaubwürdigkeit“ der ungarischen Politik habe immer weiter nachgelassen, hieß es einer Erklärung von S&P. Auch hätten sich die wirtschaftlichen Bedingungen sowohl global wie im Land selbst verschlechtert. Die Agentur äußerte sich besorgt über die Unabhängigkeit der Zentralbank.
Die Regierung in Budapest liegt seit längerem im Streit mit dem Notenbankchef Andras Simor. In einem auch von der EZB beanstandeten Gesetzentwurf will sie die Kompetenzen des Notenbank-Gouverneurs beschneiden und einen weiteren Stellvertreter installieren.
Ungarn steht an den Finanzmärkten seit Wochen unter Druck. Ende November hatte bereits die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschniveau herabgestuft. Wenige Tage zuvor hatte Ungarn den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission um finanzielle Unterstützung gebeten. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban betonte dabei allerdings, dass die Bitte um Hilfe nur „vorbeugend“ sei.
Nein, für Orban ist dis Souveränität von Ungarn ist von
sehr hohem Wert!
Daniel Nemethy (nemethyd)
- 22.12.2011, 23:36 Uhr
Orban ein Hazardeur ?
Lutz Grellmann (Lumi1)
- 22.12.2011, 00:19 Uhr
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