18.11.2009 · Wegen möglichen Datenmissbrauchs haben deutsche Banken zehntausende Kreditkarten eingezogen. Das klingt zunächst spektakulär. Für die Besitzer besteht aber kein Anlass zur Panik.
Von Hanno MußlerDie Warnung der Kreditkartenorganisationen Mastercard und Visa, von mehr als 100.000 deutschen Kreditkarten hätten Kriminelle vermutlich in Spanien den Magnetstreifen oder andere Daten abgegriffen, klingt spektakulär. Für die Besitzer von Kreditkarten aber besteht kein Anlass zur Panik.
Vielmehr dürfen sie sich als Kunden gerade bei den Banken besonders sicher fühlen, die als erste ins Licht der Öffentlichkeit geraten sind, wie die Karstadt-Quelle-Bank und Barclays oder auch die Lufthansa. Denn diese Kartenausgabestellen haben als erste gehandelt, indem sie Karten gesperrt und vor allem in großem Stil auch Karten zurückgerufen haben. Ob das wirklich nötig ist, wird sich zeigen.
Es kann dem Privatkunden, abgesehen vom logistischen Aufwand und dem Ärger, seine Karte für kurze Zeit nicht benutzen zu können, auch gleichgültig sein. Denn das Risiko, dass mit seiner Kreditkarte Missbrauch betrieben wird, trägt nicht er, sondern die ausgebende Bank. Insofern darf der private Kreditkartenbesitzer doppelt aufatmen. Offenbar funktionieren die Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen der Kreditkartenorganisationen. Und wenn nicht, dann zahlt die Bank.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,71 | −1,04% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2442 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 105,45 $ | −1,31% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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