Die österreichischen Aufseher verbieten Versicherungen die Begebung von Kreditausfallversicherungen (CDS). In einem am Mittwoch veröffentlichten Rundschreiben erklärte die Finanzmarktaufsicht, dass diese Kreditausfallversicherungen nichts mit dem eigentlichen Versicherungsgeschäft zu tun hätten.
Mit dem Verbot wolle sie verhindern, „dass Versicherungsunternehmen abseits ihres Versicherungsgeschäfts Risiken eingehen, die ihr Geschäftsergebnis und dadurch auch die Interessen der Versicherten beeinträchtigen oder gefährden könnten.“
In Österreich habe es „vereinzelt solche Produkte bei Versicherern“ gegeben, begründete ein Sprecher der Finanzmarktaufsicht (FMA) den Schritt. Das Ausmaß sei aber nicht besorgniserregend gewesen.
Seit der Finanzkrise im Herbst 2008 gelten CDS vielen als Schreckgespenst der Finanzmärkte. Damals musste der amerikanische Staat den Versicherer AIG mit 180 Milliarden Dollar auffangen, weil der sich mit der Absicherung von Kreditrisiken über CDS-Kontrakte übernommen hatte.
Zu Österreichs größten Versicherern zählen die Vienna Insurance und die Uniqa.