http://www.faz.net/-gqe-8dnye
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 17.02.2016, 04:14 Uhr

Finanzierungslücke Krankenkassen droht hohes Defizit durch Flüchtlinge

Die hohe Zahl an Flüchtlingen wird sich schon in diesem Jahr stark auf die gesetzlichen Krankenkassen auswirken. Einem Bericht zufolge droht eine Finanzierungslücke von mehreren hundert Millionen Euro.

© dpa Ein Flüchtling aus Ghana bei einem Arzttermin im Marienkrankenhaus in Hamburg.

Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach einem Zeitungsbericht ohne mehr Zuschüsse aus Steuergeldern ein hohes Defizit wegen des Flüchtlingszuzugs. Schon in diesem Jahr werde eine Lücke von mehreren hundert Millionen Euro entstehen, weil der Bund für Flüchtlinge und andere Hartz-IV-Empfänger viel zu geringe Krankenkassenbeiträge überweise, schreibt die „Frankfurter Rundschau“ (Mittwoch) unter Berufung auf eigene Recherchen. Im kommenden Jahre werde das Loch dann schon auf über eine Milliarde Euro anwachsen.

Mehr zum Thema

Dem Bericht zufolge werden Flüchtlinge im Sozialsystem nach einer Wartezeit von 15 Monaten normalen Arbeitnehmern gleich gestellt. Wenn sie arbeitslos sind, erhalten sie Hartz-IV-Leistungen. Sie haben Anspruch auf die vollen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kassenbeiträge zahlt der Bund. Bei Hartz-IV-Beziehern seien dies rund 90 Euro im Monat.

Die Zeitung räumt ein, dass noch verlässliche Zahlen fehlten, wie hoch die von Flüchtlingen verursachten Gesundheitskosten tatsächlich seien. Erste Erfahrungswerte aus Hamburg gingen aber von Kosten von 180 bis 200 Euro im Monat aus.

Quelle: rad./dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ina Hartwig Für mich steht die Ästhetik an erster Stelle

Die Kulturpolitik wird das Soziale stärker in den Blick nehmen. Die neue Stadträtin macht auch deutlich, dass die Freiheit der Künste ihre Leitidee ist, an der sie niemanden rütteln lässt. Mehr Von Michael Hierholzer

21.07.2016, 08:25 Uhr | Rhein-Main
München Minderjährige Flüchtlinge vor Radikalisierung schützen

Mehr als 5000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hat die Stadt München im letzten Jahr aufgenommen. Nur etwa fünf Flüchtlinge sind durch eine islamistische Radikalisierung aufgefallen und von Verfassungsschutz und Polizei erfasst worden. Das liegt auch an der Arbeit der Betreuer, die die Jugendlichen vor einer möglichen Radikalisierung schützen. Mehr

22.07.2016, 14:49 Uhr | Politik
Kirchheim/Teck Sexuelle Übergriffe im Freibad

Im städtischen Freibad einer baden-württembergischen Kleinstadt haben Flüchtlinge Mädchen und Frauen sexuell belästigt. Die Stadt will jetzt einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen. Mehr Von Rüdiger Soldt

22.07.2016, 17:08 Uhr | Gesellschaft
Hohe Erwartungen Oldtimer soll 15 Millionen Dollar bringen

In New York kommt ein Luxusauto der Sonderklasse zur Versteigerung: ein Alfa Romeo 8C 2900B aus dem Jahr 1939. Erwartet wird ein Erlös von rund 15 Millionen Dollar. Mehr

22.07.2016, 21:01 Uhr | Stil
Auf dem Mittelmeer Helfer entdecken 22 tote Flüchtlinge auf Schlauchboot

Wegen des guten Wetters wagen wieder mehr Flüchtlinge die Fahrt über das Mittelmeer. Für 22 von ihnen ist jede Hilfe zu spät gekommen. Mehr

21.07.2016, 07:59 Uhr | Politik

Das blaue Dieselgespenst

Von Holger Appel

Einfahrverbote in Städte helfen nicht dabei, die Luftqualität zu verbessern. Sinnvolle Effekte brächten Taxis, Busse und Behörden. Warum die blaue Plakette schleunigst vertrieben gehört. Mehr 61 82

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden