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Krankenkasse Barmer GEK streicht jede fünfte Stelle in der Zentrale

 ·  Deutschlands größte Krankenkasse will produktiver werden. Der Chef streicht in der Hauptverwaltung jede fünfte Stelle. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.

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Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse, die Barmer GEK, wird in ihrer Hauptverwaltung jede fünfte Stelle streichen. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Straub sagte der F.A.Z. am Donnerstag, von dem Restrukturierungsprojekt seien 400 der rund 2000 Vollzeitstellen an den Standorten in Wuppertal und Schwäbisch Gmünd betroffen. Weil der Bereich Informationstechnik (IT) von dem Umbau ausgenommen wird, werde in den übrigen Bereichen jede vierte Stelle wegfallen. Mit den betroffenen Mitarbeitern werde bis Ende Juni gesprochen.

Betriebsbedingte Kündigungen schloss Straub aus. Wohl gebe es die Möglichkeit von Alterszeitregelungen. Auch soll Beschäftigten neue Arbeit angeboten werden, die im Zuge der Neustrukturierung entstehe, etwa in der zentralisierten Bearbeitung von Abrechnungen oder Anträgen auf Heil- und Hilfsmittel. Entscheidend sei die kurzfristige Verbesserung von Entscheidungsstrukturen und Abläufen. „Wir haben dann eine sehr viel mehr stringente Organisation.“ Wirtschaftliche Effekte erwartet Straub erst mittelfristig.

Er hatte das Vorhaben, das der gewerkschaftlich stark beeinflusste Verwaltungsrat der Kasse abgesegnet hat, bereits im Januar mit dem Hinweis begründet, die Barmer GEK müsse im Wettbewerb „effizienter und produktiver werden“. (F.A.Z. vom 30. Januar.) Die Kasse hatte 2011 einen Überschuss von knapp 300 Millionen Euro ausgewiesen, weniger als ein Drittel dessen, was die zweitgrößte Kasse, die Techniker Krankenkasse, genannt hatte. Die Restrukturierung der Barmer GEK dient damit auch dem Ziel, das Erheben von Zusatzbeiträgen zu vermeiden. Der Umbau umfasst mit Ausnahme der IT alle Bereiche und beide Hauptverwaltungsstandorte. Aus elf Hauptabteilungen sollen acht Bereiche werden, die Zahl der Abteilungen schrumpft um ein Siebtel. Der Standort Berlin soll ausgebaut werden, um näher an der Politik zu sein. Die Restrukturierung der Hauptverwaltung soll Ende 2013 abgeschlossen sein.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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