18.12.2007 · Der Marburger Bund fordert eine Gehaltserhöhung von mehr als 10 Prozent für 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken. Das ist überzogen. Für manches Haus wäre das der letzte Nagel im Sargdeckel.
Von Andreas MihmDie Streiks der letzten Tarifrunde haben die Krankenhausärzte selbstbewusst gemacht. Wie anders wäre zu erklären, dass ihre Gewerkschaft Marburger Bund mit einer Forderung knapp über der Marke von 10 Prozent in die Tarifverhandlungen für die 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken einsteigt. Wie groß die Selbstsicherheit ist, zeigt, dass die Ärztegewerkschaft, die in der letzten Runde aus der Verhandlungsgemeinschaft mit Verdi ausgestiegen war, ihre Forderung einen Tag früher als Verdi präsentiert.
Natürlich sind 10 Prozent mehr Gehalt, gemessen an den Rahmenbedingungen, überzogen. Denn die Kliniken, gerade auch die kommunalen, leiden unter chronischem Geldmangel. Für manches Haus wäre eine deutliche Steigerung bei den Personalkosten der letzte Nagel im Sargdeckel.
Doch so weit muss es nicht kommen. Fordern und abschließen sind zwei Dinge. Dass die streiterprobten Ärzte ihren Verhandlungswillen beteuerten, weist auf Einigungschancen hin. Ihr Ziel bleibt es letztlich, einen Tarifrahmen für alle Klinikärzte zu schaffen. Die Ärzte an den Unikliniken bekommen ab Januar 2,9 Prozent mehr. So viel soll es also am Kreiskrankenhaus künftig mindestens auch mehr geben.
Mißverständnis
Jonas Müller-Hübenthal (Dr_Dolittle)
- 18.12.2007, 19:17 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
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| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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