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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kraftwerksplanung Von wegen Renaissance der Atomkraft

 ·  Atomkraft - nein danke. Diese Auffassung teilt mittlerweile anscheinend auch Umweltminister Röttgen und entfacht eine neue Debatte. Dabei gibt es auch einen interessanten ökonomischen Aspekt. Immer mehr Investmentbanker winken beim Thema Kernkraft ab: Die Meiler sind zu teuer.

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Horst Trummler

Herr Petersen - Ihre Rechnung

Den niedrigen Strompreis, Sie hatten dies vielleicht bei mir abgeschaut, ich rechne mit knapp 4c/KWh, ist mit einer Abschreibungsdauer von 30 Jahren und 5% Zins (Anleihen von RWE erzielen derzeit 4,5%) gerechnet. EDF rechnet mit einer kürzeren Abschreibungsdauer (Die Deutschen Betreiber hatten ihre KKW einst degressiv abgeschrieben) und einem höheren internen Zins. EDF sucht Begehrlichkeiten der Französischen Industrie nach niedrigen Strompreisen zu entgehen.
Die Inflation können Sie entweder hinzurechnen und erhalten einen höheren nominalen Strompreis, oder mit gleichbleibenden Preisen rechnen und erhalten einen geringeren Preis.
Vandale

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ecofin (ecofin) - 09.02.2010 12:27 Uhr

@Petersen

Ach so, alles klar! Mal davon abgesehen, dass so realistischerweise nicht wirklich jemand rechnen würde, kann ich Ihnen hier ein analoges Beispiel bringen:
1 handelsübliche Windkraftanlage:
Kaufpreis 1 Mio. Euro
2500 Volllaststunden (guter Standort)
40 Jahre Betriebszeit (lt. Baustatik möglich)
Investitionskosten pro kWh: 1 Cent!
Unschlagbar, ihre Rechentechnik!

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 08.02.2010 17:07 Uhr

@Christian Sperling

Sie haben recht. AREVA nannte Stromgestehungskosten des EPR mit 5,5Cent/kWh.
Die von mir genannten Zahlen sind aber auch korrekt. Wie ist das möglich? Die Antwort lautet: Inflationsbereinigung über die ersten 40 Jahre Betriebszeit.

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Horst Trummler

Herr Petersen - Endlagerung

Asse ist Objekt eines gewaltigen und teuren Spektakels, aufgefuehrt von unserioesen, profilierungsfreudigen Politikern unterstuetzt von berufs- und fachfremden "Experten". Bei nuechterner Betrachtung ist Asse als Atommuellager fuer Leicht - und Mittelradioaktiven Muell overdone. Die Abfaelle sind viele hundert m unter der Oberflaeche sicher von der Biosphaere abgeschirmt. Vergleichbare Lager sind in anderen Laendern, z.B. Frankreich, CSR als Betonwanne oberflaechennah ausgefuehrt.
Vandale

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ecofin (ecofin) - 08.02.2010 15:11 Uhr

@Petersen

Sie haben mehrere Fehler in ihrer Rechnung! Wissen Sie eigentlich was AREVA dazu sagt (die müßten es ja eigentlich wissen, oder nicht?)? AREVA bezifferte unlängst die Stromgestehungskosten des EPR bei einem Verkaufspreis von 4 Mrd. Euro mit 5,5 Cent / kWh. Hochgerechnet auf die 5-6 Mrd. Euro, von denen E.ON ausgeht und die wohl auch die Projekte in Flamanville und Olkiluoto kosten werden, werden die Stromgestehungskosten noch 1-2 Cent / kWh höher liegen. Und dann wären da immer noch nicht z.B. die Rückbaukosten berücksichtigt, die bei den heutigen Reaktoren bereits mit ca. 1,5 Mrd. Euro pro GW veranschlagt werden, Entsorgung exklusive. Ohne Hilfe des Staates wird es keine neuen Reaktoren geben, weltweit! Quod erat demonstrandum!

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 08.02.2010 12:48 Uhr

@Andreas Lieb

In die 1.5 Cent sind die Kapitalkosten des EPR mit einbezogen. Diese sind verteilt auf die ersten 40 Jahre aufgerundet 90 Cent. Des Weiteren Wird der Betreiber etwa 13 Millionen € pro Jahr für die Entsorgung des Brennstoffes Zahlen. Dies sind 20% der Brennstoffkosten! Der deutsche Staat hat mit den Gebühren für die Endlagerung erst abgesahnt, und dann in der Asse gemeint eine Billiglösung gefunden zu haben. Kein Kraftwerksbetreiber ist für die Schlamperei des Staates verantwortlich!
Wie ich bereits dargelegt habe, wäre ein privates Kernkraftwerk höchst rentabel und lediglich aus politischen Gründen, ohne staatliche Beteiligung oder andere Garantien gegen staatliche Willkür, nicht finanzierbar.
Somit ist der Vorwurf, ich würde Halbwahrheiten verbreiten, haltlos. Statt einfach nur Kosten in den Raum zu stellen, recherchieren Sie bitte selber die Zahlen und berechnen Sie, was Ihre Einwände pro KWh tatsächlich ausmachen würden.
.
Die Versicherung für einen GAU, müssen Wasserkraftwerke auch nicht zahlen, obwohl es hier schon wesentlich verheerendere Katastrophen gab (Siehe Banqiao-Staudamm, oder Fushan-Damm). Das gleiche gilt für Chemiewerke, Medizinische Labors, und sonstige Industrie. Bemühen Sie sich doch um Vergleichbarkeit!

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nick fury
nick fury (monoman) - 08.02.2010 01:26 Uhr

@Mo1234, kann man das so exakt ausrechnen?

Im Falle, daß Ihre Rechnung mit der Profitabilität der AKWs trotz Kostensteigerung und Verzögerung aufgeht, sollte sich der FAZ-Artikel ja ohnehin als Sturm im Wasserglas erledigt haben. Anscheinend haben Sie aber lediglich die Bau- und Nutzungskosten gegen die zu erwartende Stromausbeute gerechnet. Dabei die Entsorgung mal mit einem feststehenden Betrag X miteinzubeziehen sieht vielleicht gut in der Endsumme aus, aber ist das auch realistisch? Die jüngste Vergangenheit hat ja gezeigt, daß uns Atommüll nach Jahrzehnten auf einmal wieder auf eine teure Art beschäftigen kann. Bei einer noch gar nicht geklärten Art der endgültigen Entsorgung halte ich eine kostenmäßige Kalkulation derselben für unwägbar und daher Ihre Rechnung für arg optimistisch. Ich habe auch nicht den Eindruck, daß für die Kosten des Wiederausgrabens des alten Mülls aus der defekten Grube Asse die damaligen Verursacher zur Rechnung gezogen werden, die sind wohl mit ihrem "wirtschaftlichen Erfolg" über alle Berge. Und hat eigentlich jemals ein AKW-Betreiber die Kosten der riesigen Polizeieinsätze etwa der 80er Jahre bezahlen müßen? Ich bleibe bei meinen Zweifeln am "billigen Strom". Der zugegeben teure Ökostrom kostet mich hinterher wenigstens nicht nochmal Geld.

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 07.02.2010 21:26 Uhr

@nick fury

Sie nennen wieder einmal ein paar der vielen Halbwahrheiten, die zum Thema Kernkraft verbreitet werden.
.
Es stimmt, dass Großprojekte fast immer wesentlich teurer werden als erwarten und häufig mehr Zeit brauchen als geplant. Mit wenigen Ausnahmen waren bisher fast alle Kernkraftwerke Hochrentabel. Auch mit der Kostenexplosion, wird der EPR voraussichtlich ebenfalls ein wirtschaftlicher Erfolg werden. Man rechnete mit Kosten von etwa 1,5 Cent pro Kilowattstunde, wenn das Kraftwerk 4,1 Milliarden € gekostet hätte (Davon etwa 60 Cent pro Kilowattstunde für Betrieb, Wartung, Brennstoff und Brennstoffentsorgung). Selbst wenn sich die Kosten verdoppeln würden, wäre das Kraftwerk rentabel.
.
Sie verwechseln außerdem Subventionen mit Staatskrediten, und Staatsbeteiligungen. Die Kredite für Kernkraftwerke wurden bisher immer vollständig mit Zins zurückgezahlt, und mit den Beteiligungen machte der deutsche Staat hohe Gewinne.
Bei der Wind- und Solarenergie, wird das Geld aber Größtenteils verschenkt.

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nick fury
nick fury (monoman) - 07.02.2010 17:32 Uhr

Juchhuuu, billiger Atomstrom! Wäre da doch nicht nur die doofe Realität...

Nun ist es ja ein offenes Geheimnis, daß zur Akzeptanz von Großbauprojekten -seien es umstrittene AKWs oder vergleichsweise harmlose Fußballstadien etc.- im Vorfeld immer niedrigere als die tatsächlich zu erwartenden Baukosten angegeben werden. Wenn man dann soweit gebaut hat, daß man nicht mehr zurück kann, wird regelmäßig das Kaninchen aus dem Zylinder gezaubert: Huch, das wird ja alles x Millionen/Milliarden teurer! Das funktioniert vor allem dann regelmäßig prächtig, wenn die öffentliche Hand, also wir Steuerzahler, als Bauherr fungiert. Nun, so überlassen wir den AKW-Befürwortern doch die Initiative, ihre ach so günstigen Kraftwerke zu bauen. „Ohne Staatskohle keine Kernkraft.“ wird hier immerhin kein Investmantbanker sondern "ein hoher Eon-Manager" zitiert. Es offenbart sich doch allzu deutlich, daß es eben nicht nur der vielgescholtene grüne Strom ist, der bei uns subventioniert wird.
Die Renaissance von AKWs in Form von Neubauten wird hierzulande ohnehin nur im Reich der Träumer stattfinden (siehe heidelpaul), kein Unternehmer würde einen halben Cent investieren, einfach nur, weil nach 4, 8, ... Jahren wieder die falsche Farbe an die Macht kommen könnte. Vor allem dann nicht, wenn er das AKW wirklich selber zahlen müßte.

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Anton Paschke

CO2 beim Uranbergbau

Der CO2 Ausstoss beim Uranbergbau ist nicht zwingend notwendig. Beispielsweise Südafrika würde gerne
ein zweites Kernkraftwerk aufstellen, Sarkozy war schon dort. Aber eben, es ist teuer und Areva kann garnicht
liefern. Jetzt wurde ein neues grosses Kohlekraftwerk beschlossen. Bravo!!
Die neue Uranmine "Langer Heinrich" in Namibia braucht Wasser. Es wird entsalztes Meerwasser sein.
Wasser kann man gut speichern, man könnte zu 100 Prozent auf Windnergie setzen. Was hat man in der Tat
beschlossen? Ein eigenes Kohlekraftwerk, die Kohle kommt aus Südafrika per Schiff.
Das schlimmste Klimaproblem ist träges Management!

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Ralf Schneider
Ralf Schneider (ralf61) - 07.02.2010 09:12 Uhr

wir sind deutsche!!!!!!

Wir können Atomkraft genauso wie TRANSRAPID von München zum Flughafen FJS, genau zu den kalkulierten Kosten, Gelle!!!!!!

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Moritz Petersen
Moritz Petersen (Mo1234) - 07.02.2010 06:46 Uhr

Viele Halbwahrheiten

In diesem Artikel wird eine Reihe von Fakten im falschen Zusammenhang genannt, bzw. irreführend interpretiert.
.
Der Prototyp des EPR wird sehr teuer, das stimmt, aber es gibt auf der Welt viele weitere Kraftwerkstypen, die sehr viel günstiger sind, und auch rentabler Strom produzieren.
.
Es stimmt, dass Investmentbanken nicht an der Finanzierung von Kernkraftwerken interessiert sind. Dies liegt aber am Geschäftsmodell dieser Banken, welche nichts anrühren, was erst nach mehr als 5 Jahren Gewinne abwirft. Das gleiche gilt aber auch für Wasserkraftprojekte (mit mehr als 100MW), ohne Preisgarantien auch für Windkraft und Solar, für Brücken, Tunnel und alle anderen größeren Energie und Infrastrukturprojekte.
.
Bei der Kernenergie gibt es aber noch einen weiteren großen Unsicherheitsfaktor: Die Politik. Wenn Ein Kraftwerk erst nach ca. 20 Jahren Gewinne abwirft und erst nach 30 Jahren rentabel ist, vergehen bis dahin mehr als 7 Legislaturperioden in denen jede Regierung sich plötzlich gegen ein solches Kraftwerk entscheiden kann. Allein aus diesem Grund wird sich in Europa kein Privater Investor an solch ein Projekt wagen, wenn nicht der Staat wesentlich mit investiert, und somit die Risiken ihrer Entscheidungen mit trägt.

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Joachim Bremer
Joachim Bremer (JBremer) - 07.02.2010 02:14 Uhr

Investmentbanker...

FAZ schrieb: "Immer mehr Investmentbanker winken beim Thema Kernkraft ab: Die Meiler sind zu teuer."
Bei einem Subventionssatz inklusive Abnahmezwang von Windenergie oder gar Solarenergie würde wohl jeder "Ich-verzocke-heut-ne-Milliarde-von-anderen-Investmentbanker" sich sicher die Fingerchen reiben, so etwas finanzieren zu dürfen.
Ein 1.5 GW-Kernkraftwerk liefert pro Jahr ca. 13 Mrd. kWh. In 40 Jahren also ca. 520 Mrd. Kwh. Das wären bei 5 Milliarden Baukosten ~ 1 Cent/kWh. Die zusätzlich anfallenden Betriebkosten, insbesondere die Brennstoffkosten sind übrigens äußerst gering bei Kernkraftwerken.
Aber nun ja, sowas lohnt sich nicht in den heutigen Zeiten für "Investments". Heutzutage lohnt sich Zufallsstrom "Wind" auf dem Meer, mit 15 Cent pro kWh subventioniert, oder auch Zufallsstrom "Sonne", mit ca. 40 Cent pro kWh subventioniert.
Da fließen die riesen Renditen - und der Bürger ist sogar noch per Gesetz gezwungen, es abzunehmen und zu bezahlen!

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thomas schulz

Appropo "in sich zusammenfallender" Kühlturm

Er wird nur dann "angeworfen", wenn die Temperatur des Kühlwassers aus dem Fluss zu hoch ist oder der Fluss zu wenig Wasser führt, bzw. es nach Gebrauch eine bestimmte Höchsttemperatur überschreiteten würde, um Flora und Fauna des Flusses in unmittelbarer Nähe des KKWs nicht über Gebühr zu belasten (Sauerstoffgehalt). Man könnte KKW sogar ohne jegliche Kühltürme betreiben, hätte aber den Nachteil, daß man bei hohen Außentemperaturen oder bei Niedrigwasser die Reaktoren drosseln müßte. Ob KKW chinesischer Bauart unsicher sind, läßt sich nur vor Ort klären, Pfusch am Bau am konventionellen Teil eines KKW sind nicht sicherheitsrelevant, wirken sich aber negativ auf die Bilanzen aus. Als potenter Investor würde ich mich auch nicht mit wankelmütigen Politikern und Bürgerinitiativen herumärgern wollen, es gibt genügend andere Möglichkeiten, ohne großes Risiko und innerhalb kürzester Frist viel Geld zu verdienen. Da böte sich in D die Ausnutzung des EEG an, null Risiko und weit über dem Marktpreis liegende, geseztliche Abnahmegarantien für das nächste Jahrzehnt. Über Energiesicherheit und Wirtschaftlichkeit können sich andere den Kopf zerbrechen.

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Paul Rabe

KKWs sind in Deutschland nicht finanzierbar - wegen des politischen Risikos

Abgesehen von den technischen und ökonomischen Problemen, die im Artikel bereits angesprochen wurden, besteht in Deutschland ein noch viel größeres politisches Problem für jeden potentiellen KKW Investor. Wie will der seine Kapitalgeber davon überzeugen, daß sein KKW durch einen Machtwechsel in Berlin nicht von heute auf morgen zu einer Investitionsruine wird?
Wer heute auf den internationalen Kapitalmärkten nach Kapital für "KKW-Neubau-in-Deutschland" auf die Suche geht, der dürfte einen Risikozuschlag bei der Finanzierung bezahlen welcher gigantisch wäre. Dieser Risikozuschlag würde aber das ganze Projekt dann entgültig unfinanzierbar machen.

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Jim Bartel

Nur mal so...

... nebenbei:
Wer interessiert sich eigentlich immer noch für die Meinungen von Investmentbankern?

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redlin (redlin) - 06.02.2010 21:19 Uhr

China und Atomstrom

Zwar ist es richtig, dass die Volksrepublik China den Ausbau der Kernkraft propagiert, allein sein Energieproblem lässt sich dadurch allein nicht lösen. Derzeit liegt der Anteil des Atomstroms an der Stromerzeugung von 790 GW gerade einmal etwas mehr als ein Prozent, nämlich 9 GW. Die weitere Planung sieht vor, bis 2020 die Erzeugung auf 70 GW zu steigern, bei einem dann ebenfalls gesteigerten Stromverbrauch von geschätzt 1250 MW entspräche dies einem Anteil von 5,6 Prozent. Man kann an diesen Zahlen deutlich erkennen, dass dadurch der Energiehunger dieses Landes nicht gedeckt werden kann, von den Problemen der Betreibersicherheit und der auch dort völlig ungelösten Entsorgungsfrage ganz abgesehen. Auf die ganz eigene Problematik der Uranförderung hat ein Vorredner schon hingewiesen. Diese Betrachtung gilt erst recht in weltweitem Masstab, denn Kernkraft ist überall unwirtschaftlich, bezieht man die massiven gesellschaftlichen Subventionen in die Rechnung mit ein. Hierzulande werden sowohl die Entwicklungskosten wie auch die Entsorgungskosten in völlig unklarer Höhe weitgehend von der Allgemeinheit getragen. Dazwischen wurde und wird (privat) verdient. Der Enthusiasmus der Atomjünger ist somit in jeder Hinsicht unbegründet.

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Andreas Eichel
Andreas Eichel (killboy) - 06.02.2010 20:56 Uhr

Ich vermisse bei vielen Vorkommentatoren

... die Auseinandersetzung mit dem Inhalt des Artikels. Man kann von "Öko"strom halten was man will, wenn der Staat keine Kernkraftwerke mehr bauen kann und die Konzerne es nicht wollen, dann gibt es halt auch keine neuen und man wird sich etwas anderes einfallen lassen müssen.
Der Verweis auf China erscheint mir auch schwierig, klar werden die verantwortlichen Planwirte pünktlich Vollzug melden, aber niemand weiß in welchem Zustand die Anlagen tatsächlich fertiggestellt werden und was für Ausfallzeiten sie dann haben, und über eventuelle Probleme wird man wohl weder von den Medien noch von der chinesischen Regierung etwas hören. Frühestens wenn bei einem Kraftwerk der Kühlturm umfällt weil beim Bau ein paar "Abkürzungen" genommen wurden werden wir hier davon etwas mitbekommen.

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Anton Paschke

@Stefan Gigga

Die heutige Jugend kann es einfach nicht. Kein KKW, kein A400M, keine Aries Rakete.
In Japan bestellen wäre einfach, aber die verarmten Europäer können es kaum zahlen.
Chinesische Arbeiter einladen? Sie werde kommen, arbeiten und hier bleiben. Wie in Afrika.

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Jann Berghaus

Längerfristige Machtperspektive für die CDU (nicht nur in NRW) nur dann....

...wenn der "Ausstieg aus dem Ausstieg" wieder rückgängig gemacht wird.

Dies signalisieren jedenfalls die Umfragewerte der FDP. Und dies nicht nur in NRW. Falls die Grünen die FDP ersetzen müssen, so setzt dies den endgültigen Abschied von der Atomkraft voraus.

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Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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