30.10.2006 · Wohl jeder kennt die Marke Milka und die lila Kuh. Schon längst gibt es nicht mehr nur die lila Tafel, sondern auch Premium-Segmente. Nur die Bioschokolade fehlt.
Die Marke Milka kennen mehr Bundesbürger als die Kanzlerin. Schon 1901 wurde die erste Tafel in lila Papier gewickelt und zeigte eine Kuh. Eine der besten Ideen des Marketings überhaupt war es, eine Simmenthaler Kuh lila anzumalen. Heute greifen kleine Kinder zu lila Buntstiften, wenn sie eine Kuh ausmalen. Vertrieben wird die Massenware in der ganzen Welt. Die wichtigsten Märkte bleiben aber die Alpenländer. Allein in Deutschland werden jedes Jahr 400 Millionen Tafeln und je 25 Millionen Osterhasen und Weihnachtsmänner hergestellt.
Milka gehörte zu Jacobs Suchard, die 1993 mit dem Europageschäft von Kraft Foods zusammengelegt wurde. Die Strategie erinnert an die Marke Nivea, die sich von einer Creme-Bezeichnung zum Dachnamen einer ganzen Pflegelinie entwickelte. Bei Milka war erst die lila Tafel, inzwischen gibt es eine große Anzahl an lila Schokoprodukten bis hin zum Kakao.
Premium Segment für kaufkräftige Kunden
Die Kunst ist es, eine Marke zu dehnen, ohne daß sie porös wird. Das wachsende Premium-Segment bearbeitet Kraft Foods seit Anfang 2006 erfolgreich mit der belgischen Marke Côte d'Or. Der Fokus liegt auf der kaufkräftigen Kundschaft jenseits der 50. Bio- oder Fairtrade-Schokolade hat Kraft Foods nicht: Die Anbaugebiete sind zu klein für den Großabnehmer.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,52 | −0,98% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2442 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 105,51 $ | −1,25% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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