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Kosmetik Beiersdorf bekräftigt Prognose

 ·  Der Kosmetikhersteller Beiersdorf, der inzwischen von Tchibo kontrolliert wird, rechnet für 2004 mit mehr Umsatz und Gewinn. Das abgelaufene Geschäftsjahr brachte dem Unternehmen einen Rekordgewinn.

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Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hat dank seines Auslandsgeschäft im vergangenen Jahr die schwache Entwicklung in Deutschland mehr als ausgeglichen und einen weiteren Rekordgewinn erzielt. Trotz der auch für das laufende Jahr 2004 in Aussicht gestellten weiteren Zuwächse bei Umsatz und Gewinn konnte das inzwischen entscheidend von Tchibo kontrollierte Hamburger Traditionsunternehmen den Markt aber nicht begeistern. Der Kurs der im MDax für mittelgroße Unternehmen notierten Beiersdorf-Aktie blieb nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen fast unverändert.

Der Betriebsgewinn (Ebit) habe im vergangenen Jahr mit etwa 480 Millionen Euro eine neue Rekordhöhe erreicht, teilte der Nivea-Hersteller am Dienstag mit. Gegenüber dem vorangegangenen Jahr bedeutet dies einen Zuwachs um acht Millionen Euro. Der Jahresüberschuß legte den vorläufigen Zahlen zufolge um etwa zehn Millionen auf 300 Millionen Euro zu. Bei einem wegen negativer Währungseffekte insbesondere durch den starken Euro-Kurs um 1,5 Prozent auf 4,673 Milliarden Euro rückläufigen Umsatz erreichte Beiersdorf die selbst prognostizierte Nettoumsatzrendite von über sechs Prozent. Für 2004 erwartet der Konzern eigenen Angaben zufolge in einem weiterhin schwierigen Umfeld und bereinigt um Wechselkursveränderungen ein Umsatzwachstum von etwa sieben Prozent und eine weitere Verbesserung seines Ergebnisses.

Analysten: Potential begrenzt

„Wir gehen optimistisch ins neue Jahr", sagte ein Unternehmenssprecherin. „Mit neuen Produkten glauben wir, 2004 auch in Deutschland wachsen zu können.“ Analysten sagten, die Zahlen für 2003 lägen insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Positiv wurde vermerkt, daß Beiersdorf seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt habe. Die Beiersdorf-Aktie notierte am Vormittag in einem stabilen Gesamtmarkt leicht im Plus bei gut 99 Euro.

Der größte Geschäftsbereich von Beiersdorf, die Sparte Cosmed, mit der Marke Nivea an der Spitze erreichte den Angaben zufolge bereinigt um Wechselkurseffekte ein Umsatzwachstum von 4,1 Prozent. Zu aktuellen Wechselkursen habe sich der Umsatz der Sparte auf 3,136 Milliarden Euro belaufen und damit ein Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Während Beiersdorf in Deutschland, Russland, Brasilien und Japan Umsatzrückgänge verbuchte, seien in mehreren anderen Ländern hohe zweistellige Wachstumsraten erzielt worden. Die am Ebit gemessene Umsatzrendite, die im Konzern insgesamt leicht über zehn Prozent lag, erreichte in der Cosmed-Sparte etwa 13 Prozent.

Die Sparte für medizinische Produkte (Medical) verzeichnete einen um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzanstieg von zwei Prozent. Zu aktuellen Wechselkursen verringerte sich der Umsatz allerdings um fast fünf Prozent auf 841 Millionen Euro. Die Sparte Tesa erhöhte ihren Umsatz trotz Wechselkurseffekten um 0,4 Prozent leicht auf 696 Millionen Euro.

Analysten sagten, die Zahlen seien insgesamt so erwartet worden. Beiersdorf setzte seinen Erfolgskurs fort. „Die machen alles richtig", sagte Daniela Dörr, die für das Bankhaus Metzler die Kosmetiksparte analysiert. „Das Problem ist, daß die Sparte Cosmed nur noch begrenztes Potenzial bei den Margen hat.“ Die seien hoch und würden vermutlich auch hoch gehalten, es gebe aber keinen größeren Spielraum mehr nach oben. Damit sei auch das Potenzial der Aktie gering, sagte Dörr.

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