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Korruptionsbekämpfung Deutschland bleibt im Mittelfeld

17.11.2009 ·  Im Kampf gegen Bestechlichkeit liegt Deutschland im Mittelfeld der EU-Staaten. Dem Korruptionsindex der Organisation Transparency International zufolge belegt Deutschland unverändert Rang 14. Neuseeland steht auf Platz eins, gefolgt von Dänemark. Als korrupteste Länder nach Somalia gelten Afghanistan und Birma.

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In der weltweiten Korruptions-Rangliste von Transparency International (TI) bleibt Deutschland unter 180 Staaten auf Platz 14. Das teilte die Anti-Korruptions-Organisation am Dienstag in Berlin mit. An der Spitze liegen in diesem Jahr Neuseeland, Dänemark, Singapur und Schweden. Dort wird am wenigsten Bestechung und Vetternwirtschaft wahrgenommen. Als korrupteste Länder gelten Afghanistan, Birma, Sudan und der Irak. Schlusslicht ist Somalia.

Transparency beruft sich auf Umfragen bei Geschäftsleuten und unabhängigen Experten, die über die von ihnen erlebte Korruption in Firmen und Verwaltungen berichten. Die Mehrzahl der 180 untersuchten Länder hat auf einer Skala von 0 (als sehr korrupt wahrgenommen) bis 10 Punkten (als wenig korrupt wahrgenommen) weniger als fünf Punkte erzielt.

Bestechung laut TI weit verbreitet

Schlusslichter sind hauptsächlich durch Kriege und dauerhafte Konflikte gebeutelte Länder. TI-Chefin Huguette Labelle sagte, angesichts der Wirtschaftskrise und gigantischer Hilfsprogramme der Staaten sei der Kampf gegen Korruption besonders wichtig. Die Organisation rief die Industrienationen auf, die armen Länder am Ende der Skala nicht von der Entwicklungshilfe auszuschließen. Gerade für sie sei es wichtig, die Institutionen zu stärken, betonte Labelle. Investoren und Geberländer müssten aber auf Transparenz bestehen und von den Empfängern Rechenschaft über die bewilligten Mittel verlangen.

Für die Einstufungen im Jahresbericht 2009 stützte sich Transparency International auf 13 verschiedene Meinungsumfragen sowie auf Dokumente von zehn regierungsunabhängigen Einrichtungen. Dazu zählen etwa die Entwicklungshilfebanken für Asien und Afrika und die Bertelsmann-Stiftung.

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Von Heike Göbel

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