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Korruption in der Arzt-Praxis Rezepte zum Gelddrucken

 ·  Niedergelassene Ärzte haben vielfältige Möglichkeiten, ihr Einkommen auf mehr oder weniger krummen Wegen aufzubessern. Obwohl es bereits Sanktionen gibt, werden nun schärfere Regeln gefordert.

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Dorian Daubenschläger

Auswandern

Die ärztefeindliche, von Vorurteilen geprägte Stimmung, die hier im Land herrscht und die auch die ehrlichen und motivierten mit an den Pranger stellt, ist wohl ein Grund, warum das Ärzteblatt voll von Stellenanzeigen ist.
Und warum genau wird immer an den "hohen" Einkommen der Ärzte rumgemäkelt? Wenn es eine Berufsgruppe gibt, die ein hohes Gehalt verdient, dann sollten das nicht Banker, Wirtschaftsanwälte und Krankenkassenfunktionäre sein, sondern doch wohl Berufe, ohne die diese Gesellschaft zusammenbrechen würde, sprich Ärzte, Polizei, Feuerwehr etc.
Naja, die USA oder die Schweiz wissen wenigstens, wie man hochqualifizierte Arbeitskräfte anständig bezahlt. Good bye, Germany!

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Heike Schneider

Dieses ganze angebliche...

...nur Fehlverhalten, Korruption und alles was sich hier breit gemacht hat fördert nur Eines, ein tiefes Mißtrauen in der ganzen Gesellschaft. Und das Patienten Kunden sind und keine Patienten mehr, dass ist das Schlimmste. Alleine das Experimentieren mit weiß Gott gefährlichen Medikamenten, von Ärzten die nicht mal Ahnung davon haben. Von im Crashkurs sich als Heiler angemeldeten, das alles müßte verboten werden. ich würde auch nicht irgendeine Qualifkation mehr nur hinnehmen, damit sich diese selbst ernannten Heiler selbständig machen, das gilt auch für viele Psychotherapeuten. Gefährliche Scharlatane! Da muß die Politik sich mal die ganzen merkwürdigen Schnellkurse für Heiler angucken.

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Florian Adler

Es ist Wahlkampf im Intrigantenstadl

Ärzte sollten nicht über jedes Stöckchen springen, das ihnen von politischem Personal, u.a. Fernstudenten, die zwar nur »Sprecher« sind, sich aber als »Gesundheits-Experte« ausgeben, hingehalten wird. Es könnten z.B. alle Strippenzieher und Handlanger der seinerzeitigen IQWiG-Intrige zur Offenlegung der »Honorierung ihrer Dienste» gedrängt werden.
Viele Player verfolgen im Wahljahr ihre Partikularinteressen, wobei die Majorität der Ärzte mit die-sem aus dem Hut gezauberten Aufmacher instrumentalisiert werden: 1/ Parteien haben Mitglieder-/ Spendenschwund zu verzeichnen; eine gute Gelegenheit, die Pharma- und Gesundheitsindustrie sowie die entsprechenden Verbände zu Zahlungen zu ermuntern. 2/Die CDU drängt es ins BMG, dort winken neben Posten auch Zuwendungen. 3/Die BÄK will mehr Personal/Geld, alle anderen Funktionäre kochen auch ihre Geld-Suppe. Die PKV/GKVen sind sauer, weil die kürzl. erzwungene Erhöhung der Ärztehonorare die für deren Funktionäre vorgesehenen Zuwächse reduziert ..

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Matthias Schreiber

Ärzte als Freiwild

Spahn will Ärzte an den Pranger stellen, so liest man gestern. Mittelalterliche Methoden statt Rechtsstaatlichkeit? DDR? Ausgerechnet Spahn?
Ist es Korruption, wenn Prof. Lauterbach jährlich um die 50.000 Euro von der Rhön-AG bekommt?
Ist es Korruption, wenn Journalisten Rabatte bekommen? Mal das Thema in eine Sucmaschine eingeben!
Honecker hatte leider Recht: der Sozialismus siegt. Früher sagten wir in der DDR ... der Sozialismus siecht.

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Thomas Mirbach
Thomas Mirbach (lurkius) - 04.01.2013 13:50 Uhr

Über die Zeichen der Zeit und gebrochene Versprechen

Bei den niedergelassenen Ärzten handelt es sich um eine Berufsgruppe, die einerseits kaufmännischen Imperativen folge leisten muss, aber andererseits der staatlichen/behördlichen Planwirtschaft unterworfen ist. Sie steht exemplarisch für die Mittelschicht, die hierzulande seit Jahrzehnten ausgepresst wird. Wenn ein Arzt, nach Numerus Clausus, jahrelanger Ausbildung und rigoroser praktischer Einarbeitung nicht in der Lage ist, ein einigermaßen auskömmliches Einkommen zu generieren, mit dem er eine vierköpfige Familie behausen, ernähren und für das Alter vorsorgen kann, dann wundert mich überhaupt nicht, dass der Anreiz dieses über unlautere Wege zu bestreiten groß ist. Dieser Beruf steht exemplarisch für alle anderen, die die deutsche Mittelschicht ausmachen; Ausgepresst und prekarisiert. Das implizite Versprechen, das unsere Eltern der Nachkriegsgeneration eingelöst haben: "Streng dich an, lerne was anständiges, sei fleißig und es wird dir gut gehen" ist gebrochen worden. Gefährlich!

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Jürgen Dannenberg

Na, Ihr

Griechen!! Kein Deut besser.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 14:13 Uhr
Franz-Josef Wilde

Na, dann

... ab nach Griechenland zur Behandlung!

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Kilian Haus
Kilian Haus (khhaus) - 04.01.2013 11:52 Uhr

Schärfere Regeln sind kontraproduktiv

Man kann einen Berufsethos auch totregulieren.

Genau das findet beim Beruf des niedergelassenen Arztes statt. Wenn Alles nur über möglichst ins Detail gehende Vorschriften, Kontrollgremien und Sanktionsandrohungen läuft, bleibt kein Platz mehr für die Entfaltung persönlicher Tugenden. Entweder man "robotet" nach Vorschrift oder versucht, die Vorschriften zu umgehen, ohne sich erwischen zu lassen. Das Verantwortungsbewusstsein, das Grundlage des besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient ist, verkümmert auf diese Weise.

Dass manche Schreihälse dann auch noch versuchen, 500 Fälle in fünf Jahren unter über 400.000 Ärzten, also eine Quote von gerade mal 0,25 Promille pro Jahr, zu einem gewaltigen Skandal aufzubauschen, ist übrigens auch nicht gerade konstruktiv. Es gibt nun einmal keinen Beruf, der gänzlich ohne schwarze Schafe auskommt. Und kein noch so dichtes Kontrollnetz wird je verhindern können, dass diese eherne Regel auch für die Ärzte gilt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 14:41 Uhr
Kilian Haus
Kilian Haus (khhaus) - 04.01.2013 14:41 Uhr

Sein Sie froh

...dass Sie den Ärzten mit dieser Pauschalverurteilung grob Unrecht tun. Der ärztliche Berufsethos ist immer noch ein lebendiger - und unentbehrlicher - Faktor im Gesundheitswesen. Gerade im niedergelassenen Bereich könnten die meisten Ärzte ohne Regelverstoß oder finanzielle Einbußen einen Gutteil ihrer Patienten einfach im Regen stehen lassen. Sie tun es aber im Wesentlichen nicht, auch wenn sie den Mehreinsatz dann mit solchen Verdächtigungen wie Ihren gedankt bekommen.

Natürlich geht es auch(!) um verdammt viel Geld. Und die Tatsache, dass der GKV-Fleischtopf zwar riesig, aber eben nicht unbegrenzt ist, führt zwangsläufig zu Verteilungskämpfen, die mit den Interessen der Versicherten nicht einen Deut gemein haben. Aber das ist auch kein Wunder, wenn es nicht die Versicherten/Patienten sind, die über die Verwendung dieser Mittel entscheiden sondern ein heillos technokratischer Bürokratie-Apparat, der vergeblich versucht, eiserne Kontrolle über das Unkontrollierbare auszuüben.

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Jürgen Dannenberg

Haben Sie

gerade Berufsethos geschrieben? Kann sein das Sie das anders definieren als ich, so wie viele andere außerhalb des Ärzteklüngels.
Wie Sie wissen ist viel Geld im Gesundheitswesen unterwegs. Mir kommt das zuweilen so vor, das die Ärzte, Pharma Lobby u.s.w. das Gesundheitsbuget umkreisen wie die Haie einen Sardinenschwam.

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Stefan Schaller

Das Problem der Korruption ist hausgemacht!!!

Schauen wir doch bitte erst mal auf unsere Politiker, die uns vertreten und mit gutem Beispiel vorangehen sollten:
- Wulff bekommt faule Kredite
- Steinbrück nimmt für eine Plauderstunde 25000.-Euro und hält das Kanzlergehalt für zu niedrig
- Koch-Merin und KTG liefern Plagiate statt Promotionen ab
- Ulla Schmidt läßt sich den Mercedes nach Spanien bringen
- Kohl pflegte seine schwarze Kasse und Cem Özdemir wußte nicht, daß man in Deutschland Steuern zahlen muß usw usw usw

Nur der niedergelassene Arzt soll die angebotene Flasche Rotwein ablehnen und für ein lächerliches Minimalhonorar von ca 8.- bis ca. 30.-Euro einen Patienten ein ganzes Quartal lang unabhängig von der Zahl der Patientenbesuche bestmöglich nach medizinischem Standard behandeln??? Dazu kommen unsinnige Reglementierung und bürokratische Schikanen usw...
Wie soll das funktionieren?

500 von 400 000 Ärzten sind angeblich korrupt, d.h.<1% !
Mich würde der Anteil korrupter Politiker interessieren!!!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 18:29 Uhr
Stefan Schaller

"Dunkel war der Rede Sinn" (Goethe)

Herr Runge, lesen Sie sich meinen Beitrag bitte noch einmal sorgfältig durch!

Daß Korruption in meinem Umfeld kein Delikt darstellt steht niergends!

Die "Pharma-Happenings" und die Praxiseinrichtung sind ein Problem Ihrer Fantasie,
ich bezahle meine Fortbildung und meine Praxis immer noch selbst!

Der Politiker ist Ihr Herr und Gebieter???
Mein Beileid! Für mich trifft das nicht zu, da ich mir den Luxus einer eigenen Meinung leiste.

MfG.

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Christoph Runge

Herr Schaller, mit Ihrem obigen Kommentar bringen Sie für die Ärzteschaft zum Ausdruck,

dass Korruption in Ihrem Umfeld kein Delikt darstellt. Neben "der Flasche Rotwein", die offensichtlich schon nicht mehr ausreicht, haben Sie leider die gesamten "Pharma- Happenings"
vergessen. Miami South Beach, Hotel Ritz Charlton, 4 Tage, das wär doch was oder? Oder lassen Sie sich doch von "Ratioobama" die halbe Praxis neu einrichten. Was meinen Sie wie Ihr Stundensatz explodiert?!

Die von Ihnen nett aufgeführten obigen Personen /angebliche Korruptionsbeispiele erscheinen mir ziemlich verwirrt. Merke: Der Politiker ist stets Dein Herr und Gebieter!

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hans müller

Selbstbedienungsmentalität

Herr Rechtsteiner,
Ich glaube hier geht es nicht die Ärzteschaft INSGESAMMT zu diffamieren,
SONDERN berechtigte Sümpfe zu "Lasten der Beitragszahler" trocken zu legen.
Sonst würden wir hier ja nicht über Schweinereien die OFFENTSICHTLICH ja vorkommen diskutieren!
Um nichts anderes geht es.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Ein paar Fragen an nörgelnde Versicherte:

In welchem anderen Land bekommen Sie eine auch nur annähernd so gute medizinische Versorgung zum gleichen Preis wie in der BRD? Was glauben Sie, wie hiesige Patienten, die das Pech hatten, im Ausland zu erkranken oder zu verunfallen und sich dort behandeln lassen zu müssen, ihre dabei gewonnenen Erfahrungen im allgemeinen bewerten? Warum sind Reiserückflugversicherungen bei uns so begehrt?

Gerne erwarte ich Ihre geschätzte Antwort.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 13:42 Uhr
Jürgen Dannenberg

Warum sind Reiserückflugversicherungen bei uns so begehrt?

Ganz einfach - man will nach Haus.

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Martin Buchwald
Martin Buchwald (Denken) - 04.01.2013 11:55 Uhr

Und?

11,6% des BIP werden in diesem Land für Gesundheitsausgaben aufgewendet. Platz 4 im OECD Vergleich. Wir liegen damit zum Beispiel vor Ländern wie Norwegen(9,4%), Schweden(9,6%), Finnland(8,9%) oder auch der Schweiz(11,4%) um nur einmal ein paar zu nennen, welche aber allesamt in der Lebensqualität deutlich vor Deutschland rangieren.

Die Versicherten und Steuerzahler in diesem Land kommen sicher nicht viel schlechter als die Menschen in anderen Länder mit den Gesundheitskosten davon. Aber Geschenkt bekommen sie es keineswegs!

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Herr Müller

Motivierte Ärzte sind wichtig! Oder wer kann sich selbst operieren?

Ich bin nicht davon überzeugt, dass Androhungen von Strafen eine positive Auswirkung auf die Motivation unserer Ärzte und letztendlich unsere gesundheitliche Versorgung haben. Man muss sicher die Spreu vom Weizen trennen und meiner Meinung nach geht das am Besten indem man die Ärzte fördert und finanzielle Anreize schafft, die sich regelmässig fortbilden und wirklich mit Herzblut Arzt sind. Die Ärzte, die sich auf die Fahne geschrieben haben, ihren Patienten die bestmöglichste ärtzliche Versorgung zukommen zu lassen. Das fordert aber auch eine Kooperation mit den Krankenkassen und ggf. Gesundheitsämtern oder wer immer das unterstützt. Möglicherweise müsste die Organisation und Bezahlung der Fortbildungsmassnahmen von diesen öffentlichen Stellen übernommen werden, um eine Bevorteilung bestimmter Pharmaunternehmen auszuschalten. Aber an Fortbildung zu sparen ist in meinen Augen 'pennywise - poundfoolish', dafür muss Zeit und Geld da sein! Das Wohl des Menschen muss im Vordergrund stehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 13:11 Uhr
Jürgen Dannenberg

Warum brauch man

überhaupt Ärzte Kongresse? Die dienen doch nicht etwa der Fortbildung?

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harald schneider

Exakt so ist es auch in der Realität

Ärzte zahlen ihre Fortbildung selber (inkl. der steuerlichen Absetzbarkeit). Der letzte deutsche Ärztekongress fand übrigends im erwähnten Nürnberg statt. Extreme Auswüchse Marke Malibu sind nicht die Regel, aber wen interessiert das schon. Was sind schon Fakten im Vergleich zu ein Paar liebevoll gepflegten Vorurteilen. Unabhängig davon verweist selbst der Artikel auf dieses Phänomen (Ich zahle mein Essen selber).
Warum werden eigentlich Zahnmediziner und Humanmediziner immer munter in einen Topf geworfen, aber die Veterinäre nie? Werden Rechtsanwälte auch immer mit Notaren und Steuerberatern vermengt? Die Frage soll übrigends keine Polemik darstellen, sondern reines Interesse meinerseits.

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Nils Vogel
Nils Vogel (nilsvogel) - 04.01.2013 09:58 Uhr

Junge Medizinstudenten & mögliche Problemlösung

Wenn nur genug junge Medizinstudenten und junge Ärzte lange genug solche Artikel und Leserbeiträge(!) lesen, löst sich das Problem ärztlicher Verfehlungen auch: Dann gibt's zukünftig nämlich gar keine Ärzte mehr.

Niemand will so teils polemisch, teils hinterlistig-suggestiv, undankbar und über einen Kamm geschoren an den Pranger gestellt werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 11:57 Uhr
Martin Buchwald
Martin Buchwald (Denken) - 04.01.2013 11:57 Uhr

guter Witz!

Ich dachte das wäre schon lange gesellschaftlich etabliert, ist es in diesem Land doch spätestens seit der Einführung des Privatfernsehens doch gang und gäbe.

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hans müller

Kostenexplosion im Gesundheitswesen

Zitat:
Die härteste Sanktion, den Entzug des Rechts zur Berufsausübung - die Approbation -, können die Ärztekammern gar nicht aussprechen, denn dafür sind die dreißig Approbationsbehörden in den Ländern zuständig. Zitat Ende.

"Ebenso die Bundesärztekammer, die keine Kammer ist, sondern ein nicht eingetragener Verein ohne eigene Rechtsfähigkeit“. Sie vertritt nur die berufspolitischen Interessen der Ärzte.
Ebenso die Arbeitsgemeinschaften der 17 deutschen Ärztekammern.
Dann die Kassenärztlichen Vereinigungen. Aufgeteilt wieder in Zahnärztliche Vereinigungen!
Usw. usw. usw.
Ich habe dazu mal die simple Frage:
Wie viele gibt es in D.? Und nähren die sich ALLE an der Brust der Gesetzlichen Krankenkassen, bzw. an deren Beitragszahler? Bitte um Aufklärung.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 11:41 Uhr
harald schneider

Sehr geehrter Herr Fischer,

leider kann ich Hinweise für Ihre Interpretation der förderalistischen Strukturen in unserem Land nicht in meinem Kommentar finden. Auch Ihr Verweis auf die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Pharmaindustrie ist wohl kaum in der Verantwortung der Ärzteschaft zu finden. Es ist natürlich wesentlich einfacher polemische Unterstellungen in die Welt zu setzen, als Argumente mit Fakten zu unterlegen. Im Normalfall finden Diskussionen in der FAZ jedoch nicht auf diesem Niveau statt, nur die Bemerkungen über die raffgierige Ärzteschaft ist da wohl die Ausnahme von der Regel.

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harald schneider

Förderalismus

ist die Antwort auf Ihre Frage. Ernähren muss diese Instituitionsmenge jedoch nicht die gesetzliche Krankenversicherung, sondern die Ärzteschaft durch Zwangsbeiträge. Ergänzend vertritt die Bundesärztekammer die berufspolitischen Interessen der Landesärztekammern, nicht der Ärzte.

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henning strothjohann

Warum sollten Ärzte verzichten auf etwas, das für Wulf, Steinbrück und etliche andere

völlig selbstverständlich ist? Die Hellenisierung in der gesellschaftlichen Entwicklung ist meiner Meinung nach in Deutschland schon viel weiter fortgeschritten als man gemeinhin meinen möchte.

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Klaus Letis

Keine Götter in Weiß

Sondern bestechlich und Konsumierend, wie jeder andere Mensch auch.
Die Politik wird sich was ausdenken müssen.
Derzeit wird abgeweigelt oder taktiert.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 11:54 Uhr
Klaus Letis

ACHTUNG: Es sind nicht alle

Wenn ich mit meinem Hausarzt so ins Fachsimpeln kommen, ist es schon interessant, was da von den Firmen kommt um die Ärzte zu locken.

Man muss allerdings auch sagen, dass sich viele bewust gegen diese Tendenzenen wehren und den Ethos hoch halten.

Ich kann mir aber nie im Leben vorstellen, dass alle Ärzte diesen Versuchungen zahlreicher Art wiederstehen können.

Hier müssen Regelungen her.

Die Götter im weißen Kittel gibt es.
Zum einem hält die Zunft diesen Mythos selber hoch (..man muss sich nur mal das Kauderwelsch der medizinischen Fachegriffe aus falschem Grischisch und Latein anschauen)
Zum anderem lassen sich die Leute gerne von diesen Göttern bedienen.
Das ist Falsch. Der Arzt ist ein Dienstleister. Man muss sich mizt Medizin und weiteres beschäftigen. Das ist eine Aiufgabe fürs "Leben"

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harald schneider

Lösungen von der Politik zu erwarten,

das meinen Sie doch nicht im Ernst? Übrigends waren Ärzte schon immer NUR Menschen, mit all ihren Vorzügen und Fehlern. Mit dem Abwiegeln und taktieren haben Sie allerdings voll ins Schwarze getroffen, das kann unsere Politik hervorragend.

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Ulrich  Kiwus
Ulrich Kiwus (1013) - 04.01.2013 09:31 Uhr

Abschaffung Steuerprivilegien Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte

In dem Maß, indem sich die Organe der Ärzteschaft als unfähig für wirksame eigenständigen Kontrollen und ökonomischer Selbstregulierung erweisen, also der Staat in diesem Bereich kontrollierend und regulierend eingreifen muß, sollte auch darüber nachgedacht werden, wie diese Staatstätigkeit bezahlt werden kann. Nach dem Verursacherprinzip sollte für ärztliche Leistungen eine Mehrwertsteuer von 19 % - wie für andere Dienstleistungen auch - erhoben werden.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 15:38 Uhr
Jörg Feller

Superidee: Die Arztrechungen werden dann 19% höher, die 19% holt sich die GKV/PKV vom Versicherten.

...

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harald schneider

Mehrwertsteuer?

Sie meinten vermutlich die Umsatzsteuer. Im Übrigen widerlegt der Artikel ihre Aussage, die Organe der Ärzteschaft seien unfähig hier regulierend einzugreifen.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Man soll nicht glauben, daß ausgerechnet der Ärztestand ..

sich dem von der Politik eingeschlagenen Weg Deutschlands in die Hellenisierung verweigern wird. Über den damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel werden wir uns noch sehr wundern.

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Hannes Ehrmann

Es fehlen jetzt schon mehr als...

5000 niedergelassene Allgemeinmediziner, besonders in laendlichen Gegenden. Solche verallgemeinerten politischen
Hetzkampagnen gegen die Allgemeinheit der Aerzte helfen nicht gerade der Rekrutierung.
Ausserdem, den vereinzelten "schwarzen Schafen" nimmt sich die Justiz schon an. NOCH ist Deutschland kein "Volksgerichtshof".

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Mathias Koch
Mathias Koch (MK2012) - 04.01.2013 08:44 Uhr

Vernichtet die Ärzte!

Wie jedes Jahr finden die Krankenkassen ein Thema, um auf die Ärzte einzuschlagen. 500 Fälle von Korruption in 5 Jahren, bei über 400.000 Ärzten in Deutschland. Eine echte Banenenrepuplik! Leutheuser-Schnarrenberger sieht das jedenfalls so oder lässt sich einfach vor den Karren spannen. Was soll`s, der Hintergrund ist eh klar: Ziel ist Zerschlagung der Ärztlichen Selbstverwaltung und Umwandlung eines freien Berufes in hörige (und billige) Angestellte einer rationierenden Staatsmedizin. Und Herr Lauterbach weiß auch was dazu zu sagen (Gähn).

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Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 04.01.2013 08:43 Uhr

... Kleinigkeitene ...

Das fängt bei solch' Kleinigkeiten an:
Meine Gattin benötigten für den EIntritt in eine private Krankenkasse ein Attest, ob ihre Zähne in Ordnung sind.
Also gingen wir zu einem Zahnarzt. Die russische Gattin sprach damals kaum Deutsch, der Arzt kein Russisch. Das war dem Arzt vor der Zahnbesichtigung klar.
Auf der Rechnung für den kurzen Besuch stand aber zusätzlich prompt: "Für ausführliche Beratung, auch telefonisch" (o.s.ä.) = Zehn-Euro-irgendwas. Meine Gattin sagte mir später: Ja, er hat wohl kurz sowas gesagt wie: "Immer schön die Zähne putzen".
Macht der Arzt das bei allen seinen Patienten so, hat er im Monat einige Tausend zusätzliche Euros für nix, resp. für die lapidare Binse "Immer schön die Zähne putzen".
Die Praxis gibt's nicht mehr; ob er sich aus SCham erschossen hat oder sich wegen Reichtum an den Tegernsee zurückgezogen hat, weiß ich nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.01.2013 09:50 Uhr
harald schneider

Sehr geehrter Herr Müller,

die Verantwortung für eine sprachliche Verständigung ihrer russischsprechenden Ehefrau mit dem betreffenden Zahnarzt liegt bei Ihnen, nicht beim Arzt. Ich beschwere mich ja auch nicht beim Theater über das Italienisch der aufgeführten Oper. Einer Rechnung, die man für unberechtigt hält kann man widersprechen. Desweiteren sind 10 Euro für eine Beratung, die laut GoÄ zwischen 2min bis 5 min. liegt kein grösserer Betrag. Letztendlich haben auch Binsenweisheiten allzuoft ihre Berechtigung.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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