Home
http://www.faz.net/-gqe-75les
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Konto in der Schweiz Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frankreichs Haushaltsminister

Ein französisches Enthüllungsportal wirft dem Minister vor, jahrelang ein heimliches Konto in der Schweiz besessen zu haben. Der wehrt sich mit Verleumdungsklagen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

© AFP Vergrößern Jérôme Cahuzac

Frankreichs Haushaltsminister Jérôme Cahuzac ist wegen eines angeblichen früheren Kontos in der Schweiz nun ins Visier der Justiz geraten. Gegen Cahuzac wurden Vorermittlungen im Zusammenhang mit dem Verdacht des Steuerbetrugs aufgenommen, wie die Staatsanwaltschaft von Paris am Dienstag mitteilte. Das französische Enthüllungsportal Mediapart hatte dem Minister Anfang Dezember vorgeworfen, jahrelang ein heimliches Konto bei der Schweizer Großbank UBS besessen zu haben, was Cahuzac zurückweist.

Das Konto soll Cahuzac laut Mediapart 2010 geschlossen, das Geld nach Singapur transferiert haben. Das Enthüllungsportal beruft sich unter anderem auf eine Tonaufnahme, in der eine Cahuzac zugeschriebene Stimme den Besitz eines Kontos bei der UBS einräumt. Die Staatsanwaltschaft erklärte nun, Authentizität und Inhalt der Tonaufnahme müssten überprüft werden. Es gelte, „die Wahrheit“ herauszufinden.

Cahuzac, der vor seiner politischen Karriere als Chirurg Geld verdiente, sagte Anfang Dezember in der französischen Nationalversammlung: „Ich habe kein Konto im Ausland und habe nie eines besessen. Nicht jetzt, nicht früher.“ Gegen Mediapart hat er bereits zwei Verleumdungsklagen eingereicht. Er will sich zudem von der UBS bestätigen lassen, bei der Bank nie ein Konto besessen zu haben.

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Rentner erschossen Polizisten rücken ins Blickfeld von Ermittlungen

Am Sonntag haben Polizeibeamte in Rodgau einen Rentner erschossen. Der Mann sei Jäger gewesen und habe in eine Klinik gebracht werden sollen. Alle vier Beamte haben auf den Rentner gefeuert, gegen sie laufen nun Ermittlungen. Mehr

18.05.2015, 13:10 Uhr | Rhein-Main
Flugzeugabsturz Schwierige Suche nach Ursache der Germanwings-Katastrophe

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen suchen Ermittler vor Ort nach Indizien für die Ursache. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Staatschef François Hollande und der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy kamen zum Ort des Absturzes. Der bereits gefundene Stimmenrekorder wird von Experten in Paris untersucht. Mehr

27.03.2015, 14:19 Uhr | Gesellschaft
Was Sie heute berwartet Deutsches Wachstum

In Berlin tagt der Untersuchungsausschusses zum Hauptstadtflughafen. Am amerikanischen Anleihemarkt wird kürzer gehandelt. Am Samstag gibt es das erste FIA-Rennen für Elektro-Autos. Mehr

22.05.2015, 06:27 Uhr | Wirtschaft
Germanwings-Absturz Polizei durchsucht Apartment des Kopiloten

In Düsseldorf haben Ermittler der Polizei in der Nacht zum Freitag ein Apartment des Kopiloten des verunglückten Germanwings-Fluges durchsucht. Die französische Staatsanwaltschaft hatte sich überzeugt gezeigt, der 27-jährigen habe den Absturz der Maschine absichtlich herbeigeführt. Mehr

27.03.2015, 11:46 Uhr | Gesellschaft
Merkel und Hollande Vereint gegen den Klimawandel

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande fordern eine kohlenstofffreie Wirtschaft. Ärmere Länder sollen außerdem hohe Summen zur Verbesserung des Klimaschutzes erhalten. Mehr

19.05.2015, 12:38 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.01.2013, 16:31 Uhr

Koalitions-Klimawandel

Von Kerstin Schwenn, Berlin

Viele im Koalitionsvertrag verabredete Projekte sind erledigt. Deswegen ist nun zuweilen spürbar, dass Union und SPD die Gemeinsamkeiten ausgehen. Es wird schlimmer werden. Mehr 1 3


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden