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Konjunktursorgen in Asien Chinas Regierungschef deutet Lockerung der Geldpolitik an

 ·  In China mehren sich die Anzeichen, dass es weitere geldpolitische Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur geben könnte. Ministerpräsident Wen Jiabao sieht wegen der nachlassenden Inflation „größeren Spielraum für geldpolitische Operationen“.

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Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat eine Lockerung der Geldpolitik in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt in Aussicht gestellt. Auf der chinesischen Wirtschaft laste nach wie vor ein „relativ starker“ Abwärtsdruck, zitierten staatliche Radio- und Fernsehsender in der Nacht zum Donnerstag den Premierminister. Mit Blick auf die Preisentwicklung gebe es „wachsenden Raum für geldpolitische Operationen“, hieß es weiter.

Einer Mitteilung auf der Webseite der Regierung zufolge sagte Wen in der Provinz Zhejiang, dass die chinesische Wirtschaft weiter unter Druck stehe und die aktuellen Wirtschaftsprobleme andauern könnten. Die fundamentale Wirtschaftslage sei aber weiter gut und die fallende Teuerung ein günstiger Faktor. Das Land könne seine Ziele erreichen, sagte Wen.

Experten sehen in den Aussagen von Wen Jiabao Hinweise auf eine weitere Zinssenkung in China. Außerdem könnten die Anforderungen an die Mindestreserven der Banken des Landes gesenkt werden. Zuletzt hatte die chinesische Notenbank Anfang Juli den Leitzins im Zuge der konjunkturellen Abkühlung zum zweiten Mal in Folge gesenkt. Der Einlagensatz verringerte sich um 0,25 Punkte auf 3,0 Prozent. Die Mindestreserveanforderungen an die Banken des Landes wurden damals nicht geändert.

Offiziell strebt China in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 7,5 Prozent an. Die chinesische Jahresteuerung war im Juli auf 1,8 Prozent zurückgegangen, nachdem sie im Juni noch bei 2,2 Prozent gelegen hatte. Die Zentralbank hatte aber jüngst vor einem Wiederanstieg des Preisdrucks nach August gewarnt.
 

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