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Zinsentscheid Notenbanken verzichten auf Dollarleihe

27.01.2010 ·  Die amerikanische Notenbank lässt trotz einer klaren Belebung der amerikanischen Konjunktur voraussichtlich noch auf Monate die Finger von der Zinsschraube. Die Federal Reserve bestätigte am Mittwoch abermals das historische Tief ihres Leitzinses in der Spanne zwischen 0,0 und 0,25 Prozent.

Von Patrick Welter
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Die amerikanische Notenbank Federal Reserve bleibt bei ihrem Kurs, die Sonderfazilitäten und Sonderprogramme zur Krisenabwehr langsam auslaufen zu lassen. Die Notenbank beließ am Mittwoch den Leitzins wie erwartet zwischen 0 und 0,25 Prozent und erklärte abermals ihre Bereitschaft, den Zins für längere Zeit niedrig zu halten. Die Fed kündigte mit vier Notenbanken an, dass die im Zuge der Krise aufgelegten Währungstauschfazilitäten noch im Januar enden sollen. Beteiligt an dieser gegenseitigen Absicherung waren die Europäische Zentralbank, die Bank von England, die Schweizerische Nationalbank und die Bank von Japan. Sie wollen von Ende Januar ihre Dollarausleihen zur Liquditätsversorgung an Banken in ihren Währungsräumen einstellen.

Vier Sonderfazilitäten, mit denen die Zentralbank zur Abwehr der Finanzkrise Geld in den Markt gegeben hatte, will die Fed wie vorab geplant am 1. Februar schließen. Zugleich bekräftigte die Notenbank ihren Beschluss, den Ankauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren im März zu beenden. Sie behielt sich zugleich die Flexibilität vor, diese Entscheidungen falls notwendig zu ändern.

Mit dem Kaufprogramm hatte die Fed die Hypothekenzinsen gedrückt und so zur Erholung des Häusermarktes beigetragen. Der durch Staatshilfen gestützte Häusermarkt in den Vereinigten Staaten zeigte zuletzt wieder Schwächen. Nach Angaben vom Dienstag sank der Verkauf von neuen Einfamilienhäusern im Dezember unerwartet den zweiten Monat nacheinander und zwar um 7,6 Prozent auf annualisierte 342 000 Stück. Derweil zeichnet sich zunehmend eine Mehrheit im Senat für eine zweite Amtszeit Bernankes als Vorsitzender der Notenbank ab.

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Jahrgang 1965, Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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