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ZEW Der Optimismus lässt nach

13.10.2009 ·  Die Konjunkturzuversicht in Deutschland hat einen leichten Dämpfer erhalten. Die Stimmung deutscher Finanzexperten trübte sich im Oktober etwas stärker als erwartet ein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind um 1,7 Punkte auf 56,0 Punkte gesunken.

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Die Konjunkturzuversicht in Deutschland hat einen leichten Dämpfer erhalten. Die Stimmung deutscher Finanzexperten trübte sich im Oktober etwas stärker als erwartet ein. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 1,7 Punkte auf 56,0 Punkte gesunken, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mit.

Die Beurteilung der aktuellen Lage verbesserte sich im Oktober um 1,8 Punkte auf minus 72,2 Punkte. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland sei nach wie vor desolat und verbessere sich nur allmählich. Die Konjunkturerwartungen liegen unterdessen weiterhin über ihrem historischen Mittelwert von 26,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Oktober um 2,7 Punkte auf 56,9 Punkte zurückgegangen. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbesserte sich um 2,5 Punkte auf minus 75,4 Punkte.

Der jüngste Rückgang der Exporte dürfte die Erwartungen in der Finanzbranche leicht gedämpft haben, erklärte das ZEW. Positiv dürfte dagegen der erneute Anstieg der Auftragseingänge zu Buche geschlagen haben. Ungewiss sei zudem, wie sich der private Konsum entwickeln werde. „Die Einschätzungen der Finanzmarktexperten entsprechen dem derzeitigen Meinungsbild. Die Konjunktur verbessert sich aber nur allmählich“, erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

„Kein Aufschwung in Sicht“

Der Eurokurs geriet nach Veröffentlichung des ZEW-Indikators unter Druck. Die Kurse am deutschen Aktienmarkt gaben ebenfalls nach. „Die Analysten sind ein wenig vorsichtig geworden“, sagte Commerzbank-Experte Simon Junker. „In den nächsten Monaten rechnen wir jedoch wieder mit klaren Signalen, dass sich die Konjunktur aufhellt.“ Einen Boom wie in den Jahren vor der Finanzkrise ist nach den von Worten von BHF-Bank-Ökonom Gerd Hassel aber nicht in Sicht: „Wir sehen keinen richtigen Aufschwung, sondern eher eine Stabilisierung.“

An der Umfrage beteiligen sich 288 Finanzexperten.Das ZEW befragt jeden Monat Analysten und institutionelle Anleger zu ihren Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung. Der ZEW-Index gilt unter Fachleuten jedoch als weniger aussagekräftig als der Konjunkturindex des Münchner ifo-Instituts. Während das ZEW lediglich rund 300 Finanzexperten befragt, wertet der ifo-Index die Einschätzungen von etwa 7000 Unternehmen aus.

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Von Heike Göbel

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