19.11.2008 · Die Deutschen fragen deutlich weniger Neubauten nach. Der Wohnungsbau wird in diesem Jahr wahrscheinlich auf den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren fallen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch: Es werden mehr Fabriken gebaut.
Im Wohnungsbau droht in diesem Jahr die größte Flaute seit der deutschen Wiedervereinigung. Die allerdings fand schon im Jahr 1990 und somit vor 18 Jahren statt.
Die Zahl der Baugenehmigungen sank von Januar bis September um 3000 oder 2,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurde der Bau von knapp 133.000 Wohnungen genehmigt.
Im Gesamtjahr 2007 waren es mit rund 157.000 bereits so wenige wie noch nie seit Einführung der gesamtdeutschen Statistik 1991. Als Hauptgrund für die sinkende Nachfrage gilt das Ende der Eigenheimzulage. Die meisten Baugenehmigungen gab es 1994 mit 625.000.
Mehr Fabriken genehmigt
Besonders stark rückläufig waren in den ersten neun Monaten die Genehmigungen für Einfamilienhäuser mit einem Minus von 5,6 Prozent. Die Zusagen für Neubauwohnungen in Wohngebäuden gingen um vier Prozent zurück. Bei Zwei- und Mehrfamilienhäusern gab es einen Rückgang von 2,5 beziehungsweise 2,7 Prozent.
Wesentlich besser sieht es bei den Genehmigungen von Fabriken, Hotels, Verwaltungs- und anderen Nichtwohngebäuden aus. Sie stiegen um 22 Prozent auf 187,8 Millionen Kubikmeter. Die Nachfrage von privaten Bauherren stieg dabei um 22,6 Prozent, die von öffentlichen Trägern um 13,5 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.376,54 | −2,24% |
| Dow Jones | 12.496,20 | −0,05% |
| EUR/USD | 1,2575 | −0,11% |
| Rohöl Brent Crude | 105,86 $ | −0,28% |
| Gold | 1.549,00 $ | −2,12% |
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