07.09.2007 · Im Juli ist der F.A.Z.-Konjunkturindikator zum ersten Mal in diesem Jahr gesunken. Der Index lag aber immer noch um 6,5 Prozent höher als im Vorjahr. Maßgeblich für den Rückgang des Indikators war der Einbruch der Auftragseingänge in der Industrie im Juli.
Die Konjunkturaussichten in Deutschland haben einen Dämpfer erhalten. Im Juli sank der F.A.Z.-Konjunkturindikator erstmals in diesem Jahr, und zwar um 0,8 Prozent auf 119,1. Der vom Kieler Institut für Weltwirtschaft für diese Zeitung berechnete Index lag aber immer noch um 6,5 Prozent höher als im Vorjahr. Maßgeblich für den Rückgang des Indikators war der Einbruch der Auftragseingänge in der Industrie im Juli.
Damit wurde der kräftige Aufwärtstrend der Nachfrage nach Industriegütern unterbrochen. Die Stimmungsindikatoren entwickeln sich unterschiedlich. Das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich nochmals, während die Aktienkurse im Berichtszeitraum leicht sanken. Die übrigen Indikatoren veränderten sich kaum. Die erhobenen Daten sind noch nicht beeinflusst von den Finanzmarktturbulenzen im August.
Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag auf Basis der vorläufigen Statistik mitteilte, ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im Juli nur leicht gestiegen. Preis- und saisonbereinigt stieg sie gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten ein wesentlich stärkeres Wachstum erwartet; das Ministerium verwies zur Erklärung auf die überdurchschnittliche Zahl von Feiertagen. Während die Erzeugung in der Industrie geringfügig um 0,2 Prozent zunahm, erhöhte sich die Leistung im Bauhauptgewerbe im Juli spürbar um 1,3 Prozent. Das Energiegewerbe hatte einen um 0,3 Prozent geringeren Ausstoß.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,97 | −0,95% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2441 | −0,38% |
| Rohöl Brent Crude | 105,55 $ | −1,22% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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