16.08.2011 · Der Aufschwung in Deutschland ist ins Stocken geraten. Seit Monaten deuten Frühindikatoren auf eine Abkühlung hin. Wie ein Bumerang ist die Finanzkrise zurückgekehrt. Die Staaten müssen sparen, obwohl das die Konjunktur dämpft.
Von Philip PlickertRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist noch einfacher: Die Kredite, die bei den Banken aufgenommen werden, schaffen das Geld (googeln Sie mal "Money as Debt"). Jeder Kredit, der abbezahlt wird oder der abgeschrieben werden muss, vernichtet Geld. Heute bestehen ca. 95-99% des Geldes aus diesem "Kreditgeld". Daraus folgt auch: ohne Schulden kaum Geld.
@ Peter Müller (ExKontingent) Es ist einfacher als man denkt
Wenn Sie bei einer Bank einen Kredit aufnehmen, dann bekommen Sie damit Kaufkraft, d.h. Sie können mit der Kreditsumme zunächst einkaufen. Nun müssen Sie als Privatperson den Kredit nebst Zinsen zurückzahlen und damit wird die Kaufkraft wieder aus dem Geldmarkt genommen. Soweit so gut. Wenn Sie sich nun die Verschuldung einzelner Länder ansehen, dann wird sofort klar, daß mit einem Abbau der Schulden eher nicht zu rechnen ist. Das bedeutet, daß die "Kreditgeber" faktisch die Gelddruckmaschine (Fiskalgeld) laufen lassen. Das Ergebnis ist ganz einfach: Die Kreditgeber halten sich bei den Steuerzahlern ihrer Heimatländer schadlos und über die Inflation müssen alle diese "Gelddruckpolitik" bezahlen. Übrigens werden auch die Zinsen, welche die Schuldner teilweise über neue Kredite bezahlen müssen, auch der Kaufkraft und damit der Geldmenge zugeführt. Die Erkenntnis, daß die verschuldeten Staaten ihre Schulden nicht tilgen werden, ergibt sich zwangsläufig, wenn man deren Wirtschaftskraft gegen die laufenden Haushaltsausgaben und die aufgehäuften Kredite aufrechnet. Man gibt schlicht und ergreifend laufend mehr Geld aus als man einnimmt.
Vor hundert Jahren haben 80% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet, heute sind es 3%, die den Rest der Bevölkerung ernähren können.
Eine Marktwirtschaft produziert also immer mehr "überflüssige" Menschen, dieses Problem können Märkte nicht lösen.
Nachdem der Westen im Wettstreit der Systeme durch immer neue Stimulationen den sog. Ostblock niedergerungen hatte, steht er selbst vor einem Scherbenhaufen.
Wir werden verdummt und mit einer Placebo-Politik abgspeist, weil im Rahmen unserer Wirtschaftsordnung diese Probleme schlicht unlösbar sind.
Was soll das denn, dass die EZB den Banken Geld leiht, und diese damit Staaten finanzieren (und sich an der Zinsdifferenz eine goldene Nase verdienen), ihre Kontrollfunktion aber offensichtlich nicht erfüllen. (Im Gegenteil, sie müsen noch vom Staat, den sie eigentlich kontrollieren sollen, herausgehauen werden.)
Die EZB sollte die Staatsfinanzierung (und -kontrolle) übernehmen, das ist die einzig rationale Lösung. (und der notwendige sanfte Übergang in die (informelle) Planwirtschaft.) Alles andere ist Wunschdenken Ideologie.
Alle Industrienationen haben im Gegensatz zu D kapitalgebundene Rentenversicherungen, alle Industrienationen haben Spareinlagen ( davon D die meisten). Es gibt auch einen geringen Teil virtuellen Geldes resultierend aus Spekulation, aber der dient nur zur Begruendung unserer Politkaste, warum das Leben fuer sie so schwer geworden ist.
Eine vielleicht dumme Frage...
Wir haben Schulden...ok
Viele Länder haben Schulden bei uns... soweit auch klar.
Aber... wenn alle Länder Schulden haben...woher kommt das Geld?
Griechenland z.B. schuldet uns Geld. Hat also Geld von uns bekommen. Wir sind aber selbst verschuldet...bei den USA z.B. haben also Geld von denen bekommen... die wiederum sind bei China hoch verschuldet...etc.
Meine Frage nun...wo kommt all das Geld her? wo haben wir all die Schulden? wer ist der Gläubiger? Existiert dieses Geld nur fiktiv oder sitzt irgendwo Mr. Krösus und lacht sich ins Fäustchen? Gibt es irgendein größeres Land, das über Guthaben verfügt?
Ist es nur fiktiv...please press Del and load a new program.. und gut is
"Soweit sich Volkswirte aus Instituten und Banken zu den neuen Wirtschaftszahlen geäußert haben, sehen die meisten darin nur eine vorübergehende Wachstumsschwäche."
Wo soll das Wachstum denn herkommen? Wo soll die Nachfrage herkommen? Haben wir extraterrestrische Handelsbeziehungen aufgenommen? Die meisten Volkswirte betreiben reine Kaffeesatz-Leserei oder sind reine Mietmäuler in suspekten Diensten.
"Wie ein Bumerang ist die Finanzkrise zurückgekehrt."
Falsch! Die Finanzkrise war seit 2008 immer da; man wollte sie nicht wahrhaben. Frau Merkel selbst hat sie in 2009, dann wieder in 2010 und Anfang 2011 immer wieder für beendet erklärt. Zu dumm, dass die Realität sich nicht den Wünschen der Frau Merkel und der Schönrednerei der deutschen Nationalökonomie folgt.
Wegschauen löst keine Probleme, nicht bei den Schulden, nicht bei der Integration, nicht beim Euro.
Wachstum oder Umdenken wieder zu mehr Eigenverantwortung
1.) wenn das BIP um 4-5-6% schrumpft (2009) steht die Wirtschaft nicht am Abgrund - was soll der Quatsch? Getroffen hat es vor allem Unternehmen, die eh schon am Rande des Abgrunds standen (auch mein Arbeitgeber hat -25% Umsatzrückgang verkraften müssen aber positiv überlebt...)
2.) das Eingreifen der Staaten bzgl. Schuldenmachen hat bislang keinen Effekt gehabt außer der Umverteilung zu Banken und Schuldenmachern
3.) nur diejenigen die ihre inneren Probleme lösen, werden langfristig wieder wachsen können und wettbewerbsfähig sein
4.) das Freizeitgesellschaftsmodell hat ausgedient, denn Freizeit kostet Geld
5.) die Starken können nicht alle Armen retten
Fazit: die Notenbanker und Gelddruckpolitiker sollten sich zurückhalten und misswirtschaftende Betriebe & Staaten dürfen nicht noch Geld hinterhergeschmissen bekommen. Man erinnere sich nur an die Holzmann - Rettung durch Schröder. Das Unternehmen kennt wahrscheinlich heute keiner mehr.
Anstatt diese zweite Weltwirtschaftskrise ungenützt verstreichen zu lassen, hätte man in Deutschland gut daran getan, sich wirtschaftlich vom Welthandel so weit als möglich abzukoppeln, denn es ist Wahnsinn zu glauben, dass die in Handel und Industrie bestenfalls mittelmäßig begabten Deutschen es vermöchten sich hierin mit den Chinesen zu messen, die darin nicht nur eine Meisterschaft besitzen, sondern auch mehr 15 mal so viele Menschen haben als Deutschland! Gelingt es nicht, sich wirtschaftlich von China abzuschirmen, so wird jeder militärische und politische Widerstand vergebens sein und Deutschland unter die Vorherrschaft Chinas geraten; zwar lastet noch immer die verderbliche Vormacht VS von A auf diesem Land, doch es hat sich nun ein Zeitfenster geöffnet: Noch ist es möglich die Herrschaft der VS von A abzuschütteln und die Weltherrschaft Chinas zu verhindern; tut man aber nichts, so wird Deutschland eine Dreingabe für China werden!
Im Moment zieht man es aber vor für die Staatsschulden des übrigen Europas, dank dem inflationären Spielgeld, genannt Euro, gerade zu stehn und so zu tun als gäbe es unendlich Rohstoffe und als könnten man im Wettbewerb gegen Mächte wie China bestehen, die nach eigenen Regeln spielen.
Die Konjunktur kippt, die Schuldenumverteilung (noch) nicht
"Niemand hat ein einfaches Rezept, um aus der Schuldenkrise herauszukommen." - sagt der FAZ-Artikel. Dennoch gibt es eines: mehr, besser, kostengünstiger arbeiten. Dann gibt es mehr Aufträge, mehr Einnahmen und dann auch mehr Möglichkeiten, Schulden und Zinsen zu bedienen. In Europa wollen sie das nicht. Da wollen sie nicht den Produktivitätsfortschritt, sondern die Schuldenumverteilung, vor allem zu Lasten Deutschlands: die Roten, Grünen und seit heute auch der DGB mit seinem Einsatz für Euro-Bonds nun auch dabei, obwohl sie damit allesamt nur ihr Klientel traktieren, das den nicht-deutschen Schuldenschlamassel fortan subventionieren/garantieren müßte.
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Daß Merkel/FDP-Konsorten dies für ihre EU-Visionen in Kauf nehmen - völlig klar + längst mehrfach praktiziert, auch gegen jeden Vertrag und jedes Recht. Daß es die grünrote Linke, die große Menschheitsbeglückung, sogar noch forciert - unfaßbar. Das ist aber die Realität in unserem ohne alle diese Typen so schönen, intelligenten und tüchtigen Land. Natürlich geht auch das Wachstum in D zugrunde, wenn es sich ständig EU-/Euro-Lasten an die Hacke heftet, mit dem es eigentlich nichts zu tun hat. Die Tüchtigen müssen sich am Ende bei den Deppen erklären, warum sie so tüchtig sind.
Nach über 30 Jahren wachten auf das grosse wahre Wirschaftswachstum...
... sollte es nicht an der Zeit sein, endlich mal nach einer besseren Wirschaftstheorie zu suchen?
Unsere Märkte sind doch schon lange gesättigt, wo soll der Konsum denn her kommen?
Was ich nicht verstehe, ist dass wir zur Zeit die Samstagmorgenarbeit abschaffen konnten, aber jetzt nicht die Freitagnachmittagarbeit? Einerseits ist die Arbeit nicht da, und anderseits brauchen wir das Geld nicht: mit dem überflüssigem Geld bezahlen wir Arbeitslose und Sozialempfänger. Aufgepasst, ich ziele damit nicht auf die Schwachen unserer Gesellschaft, sondern auf das andauernde Manko in unserer Politik: das nicht-Lösen des Arbeitslosenproblems.
Jedenfalls würde ich persönlich lieber weniger verdienen weil weniger arbeiten, und lieber Arbeitszeit als Sozialbeitrag abgeben.
Klingt vielleicht wie Utopie, ist bei fehlendem Wirtschaftswachstum aber wahrscheinlich nicht anders möglich. Oder wollen Sie weiter nichts ändern und auf das wundersame Wachstum wachten?
Wenn man das Unheil kommen sieht...
...dann sollte man sich schleunigst Gedanken machen über ein neues und friedliches Wirtschaftssystem, solange das noch geht. Mist auf Mist gibt immer mehr Mist.
Es sollte jeder anfangen - bei sich selbst - umzudenken. Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein. Die Zeitabstände werden immer kürzer. Wenn ich ein Haus baue, finanziere ich dieses in einem Zeitraum von ca. 20-30 Jahren. So lange muß ich im voraus planen, um nicht Schiffbruch zu erleiden. Die Regenten heutzutage verlagern den ganzen Mist auf ein Zeitfenster von 2-3 Jahren in der Hoffnung, der Teufel würde den ganzen Mist auf wundersame Weise entsorgen. Wenn die Regenten nicht erwachsene Leute wären wäre ich geneigt zu sagen, das sind Kinder, die nur spielen wollen und sich der Gefahr nicht bewußt sind, in der sie sich befinden.
Es ist im Moment schwer vorauszusagen, was passiert. Wenn aber das passiert, was ich befürchte denke ich, daß die Sintflut eine kleine Welle war, in der ein paar Menschen ersoffen sind (Ironie aus). Umdenken wäre angesagt und zwar von allen. Und so schnell wie möglich. Mahnungen haben aber offensichtlich noch nie etwas bewirkt, so scheint es auch diesmal. Mahner werden abgewatscht.
Meine Tochter ist 10. Was soll ich ihr erzählen? Zukunft?
So ist das eben, wenn man fortgesetzt neues Geld druckt
Unternehmen, die Waren herstellen, haben kein Interesse daran diese Waren für Geld abzugeben, mit dem man morgen nichts mehr erwerben kann. Auch sind volle Auftragsbücher nur dann ein Garant für guten Absatz, wenn die potentiellen Kunden ausreichend Mittel zur Begleichung der Rechnungen haben. Es kann kaum ein erfolgversprechendes Exportsystem sein, wenn man zu den gelieferten Waren auch gleich das Geld zur Bezahlung mitliefern soll. Deutschland wird z.z. von einer Realität eingeholt, die unsere Politiker mit ihrer Einfalt und ihrem fehlenden wirtschaftspolitischen Sachverstand kaum begreifen können. Ein Medizinstudium ist nun einmal keine Grundlage für einen Wirtschaftsminister und ob ein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften für die Leitung eines Finanzministeriums ausreicht scheint zwar eine gewissen Logik für sich zu haben, aber die Ergebnisse der Arbeit lassen auch da Zweifel aufkommen. Vertrauen scheint in der Wirtschaft kaum jemand in Kanzlerin, Wirtschafts- und Finanzminister zu haben. Und da ohnehin kaum jemand damit rechnet, daß die Koalition die nächsten Wahlen übersteht und sich in der Opposition auch keine Vertrauensperson zeigt, greift der Pessimismus halt um sich.
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