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Weltwirtschaft China löst Deutschland wohl bald als Exportweltmeister ab

05.02.2007 ·  Die Volksrepublik holt auf und das in großen Schritten: Bereits in diesem Jahr wird China die Vereinigten Staaten bei den Ausfuhren hinter sich lassen und 2008 an Deutschland vorbei ziehen.

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China wird Deutschland voraussichtlich bereits im kommenden Jahr als Exportweltmeister ablösen. Die
Volksrepublik werde in ihrer rasanten Aufholjagd bereits 2007 die derzeit zweitplatzierten Vereinigten Staaten hinter sich lassen und könnte schon im nächsten Jahr auch an Spitzenreiter Deutschland vorbeiziehen, sagte die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) voraus.

Nach „konservativen Schätzungen“ dürften die Ausfuhren Chinas 2008 auf mehr als 1,4 Billionen Dollar (knapp 1,1 Billionen Euro) steigen, prognostizierte der Direktor der Bundesagentur, Gerd Herx. Deutschland hatte im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels Waren im Wert von 888 Milliarden Euro exportiert und seine Spitzenposition unter den weltweit größten Exportnationen verteidigt.

China habe sich innerhalb kürzester Zeit vom „Nobody“ zu einem Weltwirtschaftsgiganten gemausert, betonte Herx. 2006 habe das Reich der Mitte beispielsweise Waren für mehr als 300 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten geliefert - gut dreimal so viel wie Deutschland.

Video: Textilstreit mit China geht weiter

Boom bei Elektronik und Bekleidung

Bei den elektronischen Erzeugnissen dominiere China unterdessen mit Ausfuhren von insgesamt knapp 300 Milliarden Dollar die Weltmärkte. Der zweitgrößte chinesische Ausfuhrposten waren demnach Textilien und Bekleidung mit einem Exportvolumen von 140 Milliarden Euro, gefolgt von der Elektrotechnik: In diesem Segment steigerte die Volksrepublik ihre Exporte 2006 um mehr als 40 Prozent auf 78 Milliarden Dollar und verdrängte damit Deutschland auf Rang zwei.

Auch im Maschinenbau ist China den Angaben zufolge auf dem Vormarsch: Mit einem Ausfuhrtzuwachs von fast 40 Prozent auf knapp 60 Milliarden Dollar ließ China im vergangenen Jahr die klassischen Maschinenexporteure Großbritannien und Frankreich hinter sich und liegt weltweit nun bereits auf Platz fünf - hinter Deutschland, den Vereinigten Staaten, Japan und Italien.

„Allerdings ist hier der Abstand zur Weltspitze noch groß“, sagte Herx. „Deutschland lieferte 2006 dreimal so viel Maschinen ins Ausland, und die deutschen Branchenexporte nach China verzehnfachten sich in den vergangenen 15 Jahren auf mehr als zwölf Milliarden Dollar.“

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Von Heike Göbel

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30.05.2012 10:46 Uhr
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