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Währungsunion Zwei Neue für den Euro-Raum

22.06.2007 ·  Zum 1. Januar 2008 wächst die Europäische Währungsunion von 13 auf 15 Mitgliedstaten. Malta und Zypern schließen sich dem Währungsraum an. Ein FAZ.NET-Spezial.

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Zum 1. Januar 2008 wächst die Europäische Währungsunion von 13 auf 15 Mitgliedstaten. Malta und Zypern schließen sich dem Währungsraum an. Nur noch eine Formalität ist nach dem Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs, dass die Finanzminister der Europäischen Union im Juli ihr Plazet geben und die Euro-Umstellungskurse für die maltesische Lira und das zyprische Pfund festlegen müssen.

Mit den beiden Neulingen werden wieder mehr als Häflte der 27 EU-Staaten die Einheitswährung nutzen. Wirtschaftlich ist das für den Euro-Raum ein kleiner Schritt, summieren sich die Wirtschaftsleistungen der beiden Zwergstaaten doch auf gerade mal rund 0,2 Prozent des gemeinsamen Bruttoinlandsprodukts. Ihr Einfluss auf die Inflationsrate im Euro-Raum und insoweit auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist vernachlässigbar.

Die beiden Länder geben mit dem Euro indes ihre monetäre Souveränität auf, was zu wirtschaftlichen Verspannungen in den beiden Volkswirtschaften führen kann. Die Gouverneure der Notenbanken, Michael Bonello aus Malta und Athanasios Orphanides aus Zypern, erhalten im Gegenzug gleichberechtigtes Mitspracherecht im Rat der EZB.

Für die jetzigen Bürger im Euro-Raum ändert sich durch die Erweiterung wenig. Sie werden gelegentlich eine maltesische oder zyprische Euro-Münze in ihrem Portemonnaie finden - und für Urlaubsreisen auf die beiden Inseln kein Geld mehr tauschen müssen.

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