http://www.faz.net/-gqe-8xbj0

Vor der Stichwahl : Frankreichs Unternehmen investieren mehr

  • Aktualisiert am

Emmanuel Macron besuchte als Wirtschaftsminister im November 2014 das Unternehmen Aerolia - nun könnte er der nächste Präsident seines Landes werden. Bild: AFP

Wie geht es der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft? Frankreichs Statistikamt hat neue Zahlen veröffentlicht. Kurz bevor die Franzosen eine wichtige Entscheidung treffen werden.

          Am Sonntag der kommenden Woche entscheiden die Franzosen darüber, wer sie künftig anführen soll. In der Präsidenten-Stichwahl treffen der frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und die vorübergehend von ihrem Amt zurückgetretene Vorsitzende des Front National Marine Le Pen aufeinander. Die Wahl wird nicht nur in Frankreich mit Spannung erwartet, davon hängt auch für das (europäische) Ausland sehr viel ab.

          Ein wichtiges Thema ist dabei die wirtschaftliche Entwicklung. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Währungsunion vergleichsweise hoch - ungefähr jeder zehnte junge Franzose hat keine Arbeit. Zuletzt deuteten Stimmungsindikatoren jedoch darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Erholung verfestigen werde in dem Land.

          Die nun vom Statistikamt Insee veröffentlichen Wachstumszahlen für das erste Jahresviertel geben in dieser Hinsicht ein gemischtes Bild. Insgesamt legte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zu gegenüber dem Vorquartal, was etwas weniger ist, als Ökonomen im Schnitt zuvor erwartet hatten. Andererseits sticht diesmal heraus, dass gerade nicht der Konsum das Wirtschaftswachstum angetrieben hat zuletzt, sondern die Investitionen der französischen Unternehmen - ein Signal, dass Beobachter durchaus zuversichtlich stimmen dürfte. Denn hinter den Investitionen verbergen sich Zukunftserwartungen der Unternehmer und schlussendlich auch (neue) Arbeitsplätze.

          Die französischen Statistiker revidierten zugleich die Wachstumsrate am Ende des vergangenen Jahres leicht nach oben. Nach den neuen Zahlen ist die Wirtschaftsleistung Frankreichs im vierten Quartal 2016 um 0,5 Prozent gewachsen, zuvor hatten die Fachleute noch einen Zuwachs von 0,4 Prozent errechnet.

          Präsidentschaftswahl : Frankreich zwischen Macron und Le Pen

          Quelle: ala.

          Weitere Themen

          Der Präsident in der Schneekugel Video-Seite öffnen

          Emmanuel Macron : Der Präsident in der Schneekugel

          Obwohl der französische Staatspräsident sich nach seinem Amtsantritt bei vielen Wählern vor allem mit der Arbeitsmarktreform unbeliebt gemacht hat, findet die Macron-Schneekugel reißenden Absatz.

          Argentinisches U-Boot bleibt vermisst Video-Seite öffnen

          Argentinien : Argentinisches U-Boot bleibt vermisst

          Ein Marine-U-Boot mit 44 Besatzungsmitgliedern wird seit vergangenem Mittwoch vermisst. Der Kontakt zu dem Schiff sei abgerissen, sagte ein Marine-Sprecher letzten Freitag. Ein Kontaktversuch via Satellit ist misslungen. Nun hat das amerikanische Militär Hilfe angeboten.

          Topmeldungen

          Suche nach U-Boot : Flugzeug entdeckt Objekt auf Meeresgrund

          Bei der Suche nach dem vermissten argentinischen U-Boot sind die Retter laut Medienberichten auf eine Wärmequelle in 70 Metern Tiefe gestoßen. Wegen des Sauerstoffmangels spricht die Marine von einer „kritischen Phase“.

          F.A.Z. exklusiv : Lindner: Wir fühlten uns gedemütigt

          Im Interview mit der F.A.Z. spricht der FDP-Vorsitzende über die Gründe für den Ausstieg aus den Jamaika-Sondierungen. Vor allem einer Partei wirft Christian Lindner fehlende Kompromissbereitschaft vor.
          Der Jeep des Überläufers bleibt stecken.

          Korea-Konflikt : Video zeigt Jagd auf nordkoreanischen Soldaten

          Das Kommando der Vereinten Nationen in Südkorea wirft dem Norden vor, bei der Jagd auf einen Überläufer den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Zum Beweis veröffentlicht es Videoaufnahmen, die an einen Actionfilm erinnern.
          Die Runde von Sandra Maischberger

          Talk-Kritiken : Im Beichtstuhl des Bundespräsidenten

          Nach dem vorläufigen Scheitern von Jamaika ist der Bundespräsident Herr des Verfahrens. Die Debatten in Talkshows zeigen: Auf das Staatsoberhaupt wartet keine leichte Aufgabe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.