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Veröffentlicht: 28.04.2017, 08:16 Uhr

Vor der Stichwahl Frankreichs Unternehmen investieren mehr

Wie geht es der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft? Frankreichs Statistikamt hat neue Zahlen veröffentlicht. Kurz bevor die Franzosen eine wichtige Entscheidung treffen werden.

© AFP Emmanuel Macron besuchte als Wirtschaftsminister im November 2014 das Unternehmen Aerolia - nun könnte er der nächste Präsident seines Landes werden.

Am Sonntag der kommenden Woche entscheiden die Franzosen darüber, wer sie künftig anführen soll. In der Präsidenten-Stichwahl treffen der frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und die vorübergehend von ihrem Amt zurückgetretene Vorsitzende des Front National Marine Le Pen aufeinander. Die Wahl wird nicht nur in Frankreich mit Spannung erwartet, davon hängt auch für das (europäische) Ausland sehr viel ab.

Ein wichtiges Thema ist dabei die wirtschaftliche Entwicklung. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Währungsunion vergleichsweise hoch - ungefähr jeder zehnte junge Franzose hat keine Arbeit. Zuletzt deuteten Stimmungsindikatoren jedoch darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Erholung verfestigen werde in dem Land.

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Die nun vom Statistikamt Insee veröffentlichen Wachstumszahlen für das erste Jahresviertel geben in dieser Hinsicht ein gemischtes Bild. Insgesamt legte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zu gegenüber dem Vorquartal, was etwas weniger ist, als Ökonomen im Schnitt zuvor erwartet hatten. Andererseits sticht diesmal heraus, dass gerade nicht der Konsum das Wirtschaftswachstum angetrieben hat zuletzt, sondern die Investitionen der französischen Unternehmen - ein Signal, dass Beobachter durchaus zuversichtlich stimmen dürfte. Denn hinter den Investitionen verbergen sich Zukunftserwartungen der Unternehmer und schlussendlich auch (neue) Arbeitsplätze.

Die französischen Statistiker revidierten zugleich die Wachstumsrate am Ende des vergangenen Jahres leicht nach oben. Nach den neuen Zahlen ist die Wirtschaftsleistung Frankreichs im vierten Quartal 2016 um 0,5 Prozent gewachsen, zuvor hatten die Fachleute noch einen Zuwachs von 0,4 Prozent errechnet.

© Reuters/R. Pratta, Deutsche Welle Frankreich zwischen Macron und Le Pen

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