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Vereinigte Staaten Wachstum in Amerika wird schwächer

30.07.2004 ·  Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres langsamer gewachsen als vielfach erwartet. Die Inflation steigt.

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Die amerikanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal dieses Jahres langsamer gewachsen als vielfach erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe sich ersten Berechnungen zufolge zwischen April und Juni gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres mit einer annualisierten Rate von 3 Prozent erhöht, teilte das Wirtschaftsministerium in Washington am Freitag mit.

Bankvolkswirte an der Wall Street hatten mehrheitlich mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent gerechnet. Das Wirtschaftsministerium revidierte zugleich die Wachstumsrate im ersten Quartal von 3,9 auf 4,5 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres habe sich das BIP zwischen April und Juni um 4,8 Prozent erhöht.

Nach Angaben des Ministeriums haben sowohl schwächere Konsumausgaben als auch Investitionen in Lagerbestände der Unternehmen zum Wachstumsrückgang beigetragen. Sie seien nur zum Teil durch einen Zuwachs beim Export ausgeglichen worden. Weiter leicht erhöht habe sich die Inflation, gemessen am Index der persönlichen Konsumausgaben. Dieser habe sich im Vergleich zum Vorquartal mit einer Jahresrate von 3,5 Prozent erhöht, nach 3,4 Prozent im ersten Quartal. Die Kerninflationsrate, die schwankungsanfällige Nahrungsmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt, habe sich hingegen von 2,5 auf 2,4 Prozent abgeschwächt.

Die Konjunkturdaten wurden an den Finanzmärkten als Hinweis dafür aufgenommen, daß die amerikanische Notenbank die Leitzinsen wie gewünscht nur behutsam straffen wird. Der Dollar verlor zum Euro mehr als einen halben Cent an Wert und wurde zu rund 1,2115 Dollar gehandelt.

Quelle: ctg. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2004, Nr. 176 / Seite 11
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Von Heike Göbel

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