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Vereinigte Staaten Rezession vernichtet 4,2 Millionen Stellen

08.01.2010 ·  Die Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt bleibt instabil. Neue Zahlen für das Gesamtjahr zeigen: 4,2 Millionen Menschen haben im Krisenjahr 2009 in den Vereinigten Staaten ihre Stelle verloren. An den Finanzmärkten wurden die Zahlen negativ aufgenommen.

Von Patrick Welter, Washington
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Die Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt bleibt instabil. Im Dezember gingen nach Angaben der amtlichen Statistiker 85.000 Stellen verloren, nachdem im November nach revidierten Angaben erstmals seit fast zwei Jahren ein kleines Plus gezählt wurde.

Im Gesamtjahr addierten sich die Stellenverluste ohne Einbezug der Landwirtschaft auf 4,2 Millionen. Zugleich aber verharrte die Arbeitslosenquote am Jahresende bei 10 Prozent, 2,6 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Dennoch ist die Quote seit vier Monaten fast unverändert. Dazu trägt bei, dass Arbeitslose zunehmend keine Aussicht auf eine Stelle haben und sich vom Arbeitsmarkt zurückziehen. Unter Einbezug dieser Menschen läge die Arbeitslosenquote weit höher. Offiziell liegt die Zahl der Arbeitslosen bei rund 15,3 Millionen.

Dauerhafter Stellenaufbau ist nicht in Sicht

Im Verlauf des vergangenen Jahres hat die Lage sich zwar spürbar verbessert; ein dauerhafter Stellenaufbau aber ist noch lange nicht in Sicht. Gingen im ersten Quartal 2009 noch im Durchschnitt 691.000 Stellen im Monat verloren, waren es am Jahresende nur noch 69.000.

Während im verarbeitenden Gewerbe, am Bau und im Großhandel zuletzt weiterhin Stellen abgebaut werden, steigt seit einigen Monaten die Zahl von Zeitarbeitskräften und in der Gesundheitsvorsorge. Analysten werten die steigende Zahl der befristeten Arbeitsverträge als erstes Zeichen einer Erholung. Zugleich steigt die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit, was auf einen verringerten Stellenverlust hinweist. Mittlerweile sind 40 Prozent der Stellensuchenden mehr als 27 Wochen ohne Arbeit.

An den Finanzmärkten wurden die Zahlen eher negativ aufgenommen. Die Händler verschreckte der Stellenverlust, nachdem mehrheitlich nahezu keine Änderung erwartet worden war. Der Dollar verlor gegenüber Euro und Yen nach Veröffentlichung der Daten an Wert; die überraschend negativen Daten belasteten zugleich die Aktienmärkte. Der Arbeitsmarktbericht trieb Spekulationen, dass die amerikanische Notenbank ihre stimulierende Geldpolitik ausweiten könnte.

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