10.11.2004 · Die Entscheidung war weithin erwartet worden: Die amerikanische Notenbank hat den Leitzins zum vierten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte angehoben und weitere moderate Erhöhungen signalisiert.
Die amerikanische Notenbank (Fed) hat - wie an den Finanzmärkten erwartet - den Leitzins am Mittwoch zum vierten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte angehoben und weitere moderate Erhöhungen signalisiert.
Der als Schlüsselzins geltende Zielsatz für Tagesgeld steige auf 2,00 Prozent, teilte der für die Geldpolitik verantwortliche Offenmarktausschuß (FOMC) der Fed nach seiner ersten Sitzung nach der amerikanischen Präsidentenwahl mit. Die Fed bekräftigte, die Geldpolitik auch künftig in einem „maßvollen Tempo“ straffen zu wollen. Mit dieser Formulierung signalisieren die Währungshüter seit einigen Monaten, daß die Leitzinsen in moderaten Schritten angehoben werden, um Inflationsgefahren während des Wirtschaftsaufschwungs vorzubeugen.
Die Auf- und Abwärtsrisiken für die Preisstabilität und das Wirtschaftswachstum hielten sich in etwa die Waage, bekräftigte die Notenbank. Zudem hätten sich die Bedingungen am Arbeitsmarkt verbessert. Ende Juni hatte die Fed mit der ersten Erhöhung seit vier Jahren die Zinswende in den Vereinigten Staaten eingeleitet. Mit der abermaligen Anhebung verteuert sich die Kreditaufnahme für Verbraucher und Unternehmen in der weltgrößten Volkswirtschaft weiter. Die Finanzmärkte reagierten zunächst kaum auf die weithin erwartete Entscheidung.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,53 | −0,83% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2446 | −0,34% |
| Rohöl Brent Crude | 105,43 $ | −1,33% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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