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Trübe Stimmung Kieler Institut senkt Wachstumsprognose für 2009

13.03.2008 ·  Die Impulse aus dem Ausland lassen nach und der Euro erlebt immer neue Höhenflüge. Das lässt die Konjunkturforscher vom Institut für Weltwirtschaft trübe Stimmung vorhersagen. Ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2009 haben sie nun gesenkt.

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Die Konjunktur in Deutschland wird sich nach einer Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vorübergehend abkühlen. In der am Donnerstag in Kiel veröffentlichten Analyse rechnen die Forscher weiterhin mit 1,9 Prozent Wachstum im laufenden Jahr, reduzierten aber ihre Vorhersage für 2009 von 1,6 auf 1,2 Prozent.

Als Ursachen nennt das IfW die nachlassenden Impulse aus dem Ausland sowie die Aufwertung des Euro. „Zwar sprechen Indikatoren dafür, dass die Produktion mit viel Schwung in das Jahr 2008 gestartet ist; im weiteren Jahresverlauf dürfte die Dynamik jedoch rasch nachlassen“, schreiben die Autoren.

Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 3,2 Millionen vorhergesagt

Überwiegend enthält die Studie gute Nachrichten für die meisten Arbeitnehmer und Verbraucher. So sollen die real verfügbaren Einkommen erstmals seit mehreren Jahren ein deutliches Plus aufweisen. Auch sei damit zu rechnen, dass die privaten Konsumausgaben nach der langanhaltenden Flaute spürbar ausgeweitet werden, die Beschäftigung weiter deutlich zunimmt und auch der Anstieg der Löhne höher sein wird als zuvor. „Während von der Auslandsnachfrage leichte Dämpfer ausgehen dürften, wird die Inlandsnachfrage rascher expandieren“, heißt es in der Analyse.

Das IfW erwartet einen Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 3,2 Millionen in diesem und 3,0 Millionen im nächsten Jahr. Der Preisauftrieb verlangsamt sich. In diesem Jahr sei mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,4 Prozent zu rechnen, im nächsten Jahr nur noch mit 2,0 Prozent.

Als Risiko für die Konjunktur sehen die Kieler Konjunkturexperten vor allem zu hohe Lohnsteigerungen. „Dies würde vorerst das Ende des Aufschwungs bedeuten und sogar die Wende zum Schlechteren einläuten, sollte der Anstieg der Löhne über das Maß hinausgehen, das durch den Verteilungsspielraum gegeben ist.“

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Von Heike Göbel

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