http://www.faz.net/-gqe-774vp

Trotz Exporteinbruch : Deutschlands Haushaltsüberschuss ist höher als gedacht

  • Aktualisiert am

Bild: Fricke, Helmut

Die öffentlichen Kassen haben 2012 mehr Überschuss produziert als erwartet: Unter dem Strich steht ein Plus von 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung - trotz eines Exporteinbruchs am Jahresende.

          Trotz des Konjunktureinbruchs am Jahresende hat der deutsche Staat 2012 erstmals seit fünf Jahren einen Haushaltsüberschuss geschafft. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen rund 4,1 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Der Überschuss entspricht 0,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Eine erste Schätzung hatte lediglich ein Plus von 0,1 Prozent ergeben.

          Seit der Wiedervereinigung 1990 wurde lediglich dreimal ein Überschuss erzielt, zuletzt 2007. 2011 hatte es noch ein Defizit von 0,8 Prozent und 2010 sogar von 4,1 Prozent gegeben.

          Für die positive Bilanz sorgten in erster Linie die Sozialversicherungen. Wegen der Rekordbeschäftigung und steigender Löhne steigerten sie ihre Einnahmen kräftig, so dass am Ende ein Plus von 17 Milliarden Euro übrig blieb. Die Gemeinden kamen auf einen Überschuss von 6,1 Milliarden Euro. Der Bund fuhr dagegen ein Defizit von 12,2 Milliarden ein; 2011 waren es allerdings noch 26,7 Milliarden Euro. Der Fehlbetrag der Länder verringerte sich von 11,3 auf 6,8 Milliarden Euro.

          Konjunkturschwäche ist Exportschwäche

          Am Freitag teilte das Statistische Bundesamt auch mit:  Die Konjunkturschwäche Ende 2012 war vor allem eine Exportschwäche. Die Exporte gingen wesentlich stärker zurück als die Importe. Zudem investierten die von der Staatsschuldenkrise verunsicherten Unternehmen weniger in Ausrüstungen als im Vorquartal. Positive Impulse kamen vom privaten und staatlichen Konsum.

          Weitere Themen

          Eine Milliarde mehr für Syrien Video-Seite öffnen

          Deutschland stockt Hilfe auf : Eine Milliarde mehr für Syrien

          Bundesaußenminister Heiko Maas: „Das ist unser Beitrag dafür zu sorgen, dass die Flüchtlinge im Libanon, in Jordanien und in der Türkei gut versorgt werden können. Dass es auch Perspektiven gibt beruflicher Art in den Ländern, in die sie geflüchtet sind.“

          Topmeldungen

          Trumps Leibarzt : Pillen und Alkohol im Weißen Haus?

          Donald Trump will den Arzt des Weißen Hauses zum Minister für Veteranenangelegenheiten machen, obwohl dem die Erfahrung fehlt. Nun kommen noch andere Vorwürfe hinzu.

          1:2 gegen Real Madrid : Was den Bayern jetzt noch Hoffnung macht

          Die Münchner verlieren ein Hinspiel im eigenen Stadion gegen Real Madrid wieder mit 1:2. Dazu kommen drei verletzte Spieler. Die Lage ist schlecht für die Bayern. Aber es gibt Mutmacher.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.