26.08.2008 · Der schwache private Konsum und geringere Investitionen der Unternehmen haben die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt sank von April bis Juni um 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr.
Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2008 erstmals seit knapp vier Jahren wieder geschrumpft. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, sank das reale Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent. Damit wurde eine erste Angabe von Mitte August bestätigt. Es war das erste Minus seit Sommer 2004. Im ersten Quartal 2008 war die Wirtschaft noch kräftig um 1,3 Prozent zum Vorquartal gewachsen.
Der private Konsum sank den Angaben zufolge um 0,7 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Als Grund für die Kaufzurückhaltung gilt die hohe Inflation, die die Kaufkraft belastet. Die Unternehmen investierten 0,5 Prozent weniger in Maschinen, Anlagen und andere Ausrüstungen. Die Bauinvestitionen schrumpften um 3,5 Prozent. Dieser deutliche Rückgang war erwartet worden, nachdem wegen des milden Winters bereits viele Projekte zu Jahresbeginn beendet werden konnten.
Außenhandel wirkt als Stütze
Gestützt wurde die Konjunktur vom Außenhandel. Zwar gingen die Ausfuhren um 0,2 Prozent zurück. Da die Importe aber mit 1,3 Prozent noch stärker sanken, ergab sich ein Exportüberschuss. Auch der Staat kurbelte die Wirtschaft an: Er steigerte seine Konsumausgaben um 0,3 Prozent.
Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesbank mit einem Wachstum von knapp zwei Prozent. Es dürfte sich 2009 auf etwa ein Prozent halbieren. 2007 hatte die Wirtschaft noch um 2,5 Prozent zugelegt, 2006 waren es sogar 3,0 Prozent.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,31 | −0,85% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2452 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,57 $ | −1,20% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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