Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt robust, hat sich auf hohem Niveau aber auch im Dezember etwas eingetrübt. Insgesamt sind im Schlussmonat des gerade zu Ende gegangenen Jahres 2,84 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gewesen. Das sind 88.000 mehr als im November. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist damit höher ausfallen als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre.
Im Dezember des Jahres 2011 waren ungefähr 60.000 Menschen weniger arbeitslos gewesen. Die Arbeitslosenquote ist damit nun auf 6,7 Prozent gestiegen. Insgesamt hat sich der deutsche Arbeitsmarkt im gerade zu Ende gegangenen Jahr allerdings äußerst robust und resistent gegenüber der Krise gezeigt: Im Durchschnitt waren 2,897 Millionen Menschen ohne Arbeit, rund 79.000 weniger als im Jahr 2011 und so wenige wie zuletzt im Jahr 1991.
BA-Chef Weise: „Arbeitsmarkt bleibt robust“
„Der Arbeitsmarkt reagierte auch zum Jahresende robust auf die wirtschaftliche Eintrübung“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise in Nürnberg. „Spuren sind aber sichtbar.“ Auch bereinigt um jahreszeitliche Sondereffekte legte die Arbeitslosigkeit zu, wenngleich sich daraus verglichen mit dem November nur ein Anstieg um 3000 ergibt. Zuvor befragte Volkswirte hatten einen deutlich höheren Anstieg erwartet.
„In den Zahlen spiegelt sich wieder, dass die Unternehmen im Moment mit der Einstellung neuer Mitarbeiter erst einmal abwarten“, meint etwa Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld. Ebenso wie Deutsche Bank-Volkswirt Heiko Peters rechnen die meisten seiner Kollegen mit einem schwachen Winterhalbjahr auf dem Arbeitsmarkt. Für Allianz-Volkswirt Rolf Schneider hat im Dezember auch der früh einsetzende Winter in weiten Teilen Deutschlands den Arbeitsmarkt belastet. Frost und Schnee lähmten vor allem die Arbeit in Gärtnereien, im Landschaftsbau und anderen Außenberufen.
Die meisten Experten halten den Arbeitsmarkt aber dennoch für robust. Nach Beobachtung von Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut zögerten viele Unternehmer mit einem Arbeitsplatzabbau und versuchten, Auftragslücken mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten abzufedern. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist zwar stark gesunken, auf die Arbeitslosenzahlen hat das aber noch nicht richtig durchgeschlagen“, gibt Henzel zu bedenken. Der aktuell leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen hänge auch damit zusammen, dass weniger Jobsucher Aus- und Fortbildungen absolvierten. Wer sich auf Kosten der Bundesagentur für Arbeit weiterbildet, gilt während dieser Zeit nicht als erwerbslos.
Die Bundesagentur für Arbeit hat im vergangenen Jahr aufgrund der insgesamt stabilen Entwicklung einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro erzielt.
Wunsch und Wirklichkeit - politisch
Ulrich Dissars (Dissars)
- 04.01.2013, 13:54 Uhr
diese Propaganda beleidigt meine Intelligenz
Helene Schmidt (scampolo)
- 03.01.2013, 17:21 Uhr
Ob ich es noch erlebe, daß die Medien solch offensichtlich
politisch motivierten Statistiken die
Otto Meier (DerQuerulant)
- 03.01.2013, 15:53 Uhr
Eine insgesamt solide Entwicklung. Noch mögen viele über
niedrige Löhne oder Zeitarbeit
Marie Gruber (mariluI)
- 03.01.2013, 15:25 Uhr
Da können die Niedersachsen ja der besten
Renate Simon (-simon-)
- 03.01.2013, 15:24 Uhr
