03.01.2013 · Im vergangenen Jahr waren in Deutschland im Schnitt nur knapp 2,9 Millionen Menschen ohne Arbeit - der beste Wert seit 20 Jahren. Aber auch der deutsche Arbeitsmarkt kann sich der Krise nicht gänzlich entziehen.
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Wunsch und Wirklichkeit - politisch
"Aus 37 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden 37
Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Tatsächlich aber sind längst nicht alle
„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
.....zuständigen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lassen
für 2012 einen jahresdurchschnittlichen Bestand von etwa 29
Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort
Bundesrepublik Deutschland.........
........... Zwischen der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in
der Erwerbstätigenrechnung des Statistischen Bundesamtes und der
von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit ermittelten Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten besteht zur Zeit eine
rechnerische „Lücke“ von 8 Millionen, zum großen
Teil „gefüllt“ durch ausschließlich
geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte, aber auch
Ein-Euro-Jobberinnen und -Jobber und Praktikantinnen und Praktikanten."
Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung
diese Propaganda beleidigt meine Intelligenz
Wenn uns die Politiker schon bei einem harmlosen Armutsbericht so dreist
mit ihren angeblichen Erfolgen täuschen wie einst Honecker und Co.
in der früheren DDR die Bürger, wie sieht es dann erst bei der
Arbeitslosenstatistik, bei der Polizeilichen Kriminalstatistik zur Zahl
der Straftaten und bei der Statistik der Erfolge der Integration von
Migranten aus? Wie kann es z.B. sein, das es nur 2,9 Mio Menschen ohne
Arbeit gibt bei gleichzeitig 8,1 Mio Alg II Empfängern?
Diese Propaganda beleidigt meine Intelligenz!
Bevor wir von Intelligenz reden,
was sind Ihre Quellen? Ich finde eher 4.4 Millionen ALG2 Empfänger...
Aber naja, wer von "Propaganda" redet und mit einer
Ein-Parteien-Diktatur die ihr Volk einsperrt vergleicht, der will
vielleicht auch einfach glauben dass er/sie "intelligenter" ist...
Ob ich es noch erlebe, daß die Medien solch offensichtlich politisch motivierten Statistiken die
Veröffentlichung versagen?
Ich denke nicht.
Aua aua aua.
Man meint echt, wir leben in Nordkorea.
Ich hoffe nur, dass Sie alle und ich niemals erleben müssen, was
"Bevormundung" und "Propaganda" im eigenlichen Sinne
des Wortes meint.
Der Stammtisch hier ist ja kaum auszuhalten, kriegt man ja fast
Augenkrebs von.
Weia.
@Dieter Weber
Der Staat hat die Kontrolle über die Information verloren.
Ist das der Beginn einer gesellschaftlichen Revolution durch das Internet?
Wie lange werden sich die Menschen die staatliche Bevormundung noch
gefallen lassen?
Ich auch nicht
Aber glücklicherweise lassen sich die Leute nicht mehr so einfach manipulieren, wie auch die Leserkommentare hier beweisen.
Eine insgesamt solide Entwicklung. Noch mögen viele über niedrige Löhne oder Zeitarbeit
lamentieren. Jeder aber der alle Daten richtig einordnet und sie in
Graphen darstellt, kann erkennen dass es eine sehr stetige Entwicklung ist.
Eine Entwicklung die vor allem aus dem Umbruch Wiedervereinigung und
den Hartz Gesetzen aber auch der Einführung des € die
Wettbewerbsfähigkeit erhöhte.
Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.
Noch mag jeder fast alles schlecht reden.
Warten wir ab es wird sehr viel besser.
Gestatten, Graph von X
Ich lach mich schlapp! Sind Sie wirklich so naiv, oder arbeiten Sie für die PR-Abteilung der BA? Soweit ich weiß, gilt mittlerweile jeder, der 15 Std./Woche gegen Entgelt arbeitet, nicht mehr als arbeitslos, egal wie hoch bzw. niedrig sein Erwerbseinkommen auch sein mag, ganz zu schweigen von den vielen Arbeitslosen, die durch andere Statistiktricks wie die Teilnahme an irgendwelchen "Maßnahmen", oder weil man ihnen im Alter 58+ seit einem Jahr kein Jobangebot mehr gemacht hat, einfach wegdefiniert werden.
Nicht lamentieren sondern handeln bei der nächsten Wahl - nur dieses verstehen Sie
"...stetige Entwicklung ist."
Ja, welche denn? Vergleichen kann man nur Zahlen, die gleichen Ursprung
sind oder einwandfrei (nicht politisch gewollt) bereinigt sind.
"..Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.."
Dieses ist wohl ein Wunschdenken. Deutschland lebt seit Jahren vom
Export (und auf Kosten anderer), was bei Rentenerhöhung von 0,4%
und realen Einkommenssteigerung von 1,4% in 10 Jahren kumuliert
verständlich ist. Die Energie- und Gesundheitskostensteigerungen
waren allein schon allein viel höher. Die letzte Steigerung der
Binnennachfrage wurde durch das Neuwagenprogramm auf Steuergelder
ausgelöst - sonst war nichts.
P.S.: Ein Frage: Sind Sie Sprecherin von U. vdL? Ihre Ausführungen
denken sich erstaunlich.
Da können die Niedersachsen ja der besten
aller Regierungen seit der Wende über die LT-Wahl ihre Stimme geben. Oder haben diese geschönten Zahlen einen anderen Sinn?
Man sollte mal die aktuelle Arbeitslosenstatistik nach den Regeln, die der Arbeitslosenstatistik im
Jahre 1991 zugrundelagen, erstellen. Danach sollte jede
Regeländerung für die Erstellung der Arbeitslosenstatistik
einzeln nachgezogen werden, die nach dem Jahre 1991 festgelegt wurden.
Erst dann wüsste man, wo wir stehen.
Diese Statistik würde verdeutlichen, dass der Staat seit 1991
nichts als Augenwischerei zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
beigetragen hat. Oder hat jemand etwas anderes erwartet?
Ich mache mich jetzt mal unbeliebt:
Es gibt in Deutschland Millionen Menschen, die funktionelle Analphabeten
sind, oder die deutsche Sprache nicht mal mündlich beherrschen,
oder keinen geregelten Tagesablauf kennen (und das sind nicht nur Ausländer).
Bei dieser Gruppe ist es schon ein Erfolg, sie in niedrig bezahlte Jobs
zu bringen. Wer sich über diese Jobs aufregt, soll gerne selber
Unternehmer werden und sich überlegen, wie er solche Leute zu hohen
Gehältern beschäftigen kann, ohne drauflegen zu müssen.
Oder sie als Privatmann für Gartenarbeit beschäftigen, zu 50
Euro die Stunde.
Man könnte von niedrigen Löhnen weit besser leben, wenn der
Staat nicht mit Abgaben derartig zuschlagen würde (dazu gehört
auch der "Arbeitgeberanteil", der vom Staat vorenthaltener
Lohn ist).
Hinsichtlich "Armut": Füher war nicht arm, wer Essen,
Wohnung und medizinische Versorgung hatte. Heute ist man trotz
zusätzlich Handy, Internet und Flachbildfernseher arm. Die
Ansprüche wachsen stetig.
Im Grundsatz richtig
ich möchte Ihnen beipflichten. Zwar ist dies nicht überall und
immer der Fall. man kann es also nicht pauschalisieren.
Aber viele sind kaum in einer halbwegs qualifizierten Tätigkeit
unter zu bringen. Und der Begriff Armut ist doch sehr relativ. Es gilt
ja wirklich schon als arm, wer anstatt eines Autos nur ein Fahrrad hat.
Wer nicht glaubt, wie unglaublich gut wir es hierzulande noch haben,
kann ja versuchen in Griechenland Karriere zu machen. Oder in die ach so
gelobten USA auszuwandern. Ich kenne Us-Amerikaner, die den
Lebensstandard hier sehr zu schätzen wissen.
Sie glauben also immer noch an das Märchen
dass nur unqualifizierte Leute arbeitslos bzw. "prekär" beschäftigt seien? Dann glauben Sie sicherlich auch, dass wir in Deutschland einen Fachkräftemangel hätten. Solange jedoch promovierte Chemiker Taxi fahren und Diplomingenieure im Call Center jobben müssen (habe ich alles in meinem persönlichen Bekanntenkreis), dann kann es damit nicht so schlimm sein.
Was ist denn die Erwartung: Daß alle vor der Agenda Arbeitslosen von Zauberhand unbefristete, vollversicherte Arbeitsverhältnisse bekommen - unabhängig von Vorbildung und Einsatzfähigkeit? Was in den "kritischen" Kommentaren völlig fehlt, ist die Erkenntnis, daß zunächst mal jeder Mensch persönlich für seinen Lebensweg verantwortlich ist - insbesondere für Bildungs-, Wohnort- und Partnerentscheidungen. Dieses Gejanke und dem-Staat-in-die-Schuhe-Geschiebe nervt!
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 19:26 UhrVorsicht Herr Czech,
Als "Exot" hier im Forum, der Deutschland auf einem guten Weg
sieht und nicht beim wohligen Bashing gegen "die da oben" im
Allgemeinen, gegen "den pösen Islam" und gegen
"Fledermausschredderwindmühlen" mitmacht muss ich Sie
darauf aufmerksam machen, dass Sie bei abweichender Meinung in diesem
Forum schnell als "Ideologe", als "Kommunist",
"Faschist" oder ähnliches bezeichnet werden.
"Diskussion" meint hier, dass sich möchlichst viele
Menschen gleicher, gerne auch etwas braun eingefärbter Couleur sich
gegenseitig bestätigen, wie recht sie doch haben. Hier geht es
NICHT um eine Diskussion im herkömmlichen Sinn, so mit
These/Antithese/Synthese, Argumenten abwägen etc.
Nur, dass Sie da gewarnt sind, gerade da Sie ja auch mit Klarnamen UND
Photo schreiben.
@Norbert Czech
Manche leben im Wolkenkuckucksheim,... bis sie diesen Staat am eigenen Leibe spüren.
Sie
sind bestimmt Beamter des Höheren Dienstes, stimmt's?
nach den negativen Schlagzeilen wollen Sie das Deutsche Volk mit etwas supertolles erfreuen.Der beste Arbeitslosenwert seit 20 Jahren.Der neue Name von der Agentur sagt schon alles,Jobcenter.Wie Merkel in der Neujahrsrede erwähnt hat,sollen wir nur nicht den Mut verlieren und Geduld aufbriegen.Weniger Arbeitslose,kaum Altersarmut,fast gar keine Armut,solider Mittelstand.So, nach den schönschreiber Statistiker.Was diese Leute nicht wahrnemen ist.Weniger Schulabschlüße,abnehmender Intelligenz,immer weniger Deutsche wollen Kinder,angst um Job (Arbeit) verlust,Inflationsbewustsein.So sied es in unserm Land aus.
Naja, wer auch jahrelang wie die Atomfreunde und Sarrazins dieser Welt
"Ökosozialismus" und "Deutschland schafft sich
ab" schreit, für den sind gute Nachrichten halt schlechte
Nachrichten - und im Zweifelsfall Staatspropaganda.
Traurige Lebenseinstellung eigentlich.
Müsste nicht eigentlich die Quote errechnet werden aus
Arbeitssuchenden/Erwerbstätigen+Arbeitssuchenden x 100?
Nicht jeder Arbeitslose sucht auch Arbeit. Und nicht jede Erwerbsperson
(Hausfrau) ist erwerbstätig.
Dann wäre noch zu klären, wo man diejenigen hinpackt, die zwar
Arbeit, aber keinen (nennenswerten) Erwerb haben.
"So viel verdient der Schweizer" sollte man googlen.
Wenn man sich diese offiziellen Zahlen des schweizerischen Amtes
für Statistik anschaut, kann fast jeder erblassen. Z.B. , ein
Ungelernter verdient dort 4.000 € (5.000 SFr.) brutto im Monat, bei
niedrigeren Abzügen als in D. Diese Statistik wurde für 2010
erstellt. Und man möge wissen, dass auch die Schweiz zu den
führenden Exportländern gehört.
In den letzten Jahrzehnten wurden bei uns durch die Einwanderung
billiger Arbeitskräfte die Löhne gedrückt und
gedrückt. Wie sollen kunge Menschen mit 1.000 oder 1.500 € im
Monat eine Familie fründen, wie ihre Kinter durchbringen und gut
ausbilden? Es ist höchste Zeit für eine andere Politik. Die
Union, SPD, Grüne, FDP, Linke sind alle untauglich.
Übrigens, die Mehrheit der DAX-Unternehmen sind in der Hand
ausländischer Aktionäre, die ihre Dividenten ins Ausland
schaffen. Geld das wir im Inland dringend für die Erneuerung
unserer Infrastruktur brauchen. Was wiederum Arbeitsplätze schaffen würde.
Schweiz
Vielleicht sollten Sie auch mal erwähnen, dass in der "sozialistischen" Schweiz alle Einkommensarten gleichermaßen und entsprechend ihres Leistungsvermögens zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.
Autobahn
Diese bösen Ausländer immer wieder.
In der Schweiz sind die Arbeitskosten _niedriger_ als in Deutschland,
das Nettoeinkommen aber höher. Der Staat ist der Moloch, der Arbeit
gleichzeitig für die Unternehmen teuer und die Arbeitnehmer
uninteressant macht, aber das will im obrigkeitsgläubigen
Kleinbürgerdeutschland niemand hören. Der Staat soll alles
richten und bezahlen, und das Geld dazu wächst auf den Bäumen.
Dieser Artikel ist für die FAZ unangemessen.
Die statistischen Zahlen in der Beschäftigungspolitik von 1991 und
2012 sind nicht vergleichbar. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die Situation 2012 ist schlimmer als sie in der Krise 1928 war und wird
nur durch hemmungslose Statistik-Manipulationen der Regierungen seit
Kohl über Schröder bis Merkel kaschiert.
Von einer "stabilen Situation" zu sprechen, ist eine
Verhöhnung der fast
8 Mill. Menschen, die Arbeit suchen und/oder Arbeitslohn beziehen, von
dem sie nicht leben können.
Warum wohl ist das Einkommen so ungleich verteilt?
Weil die Reichen finanziell immer fetter und die Armen in der Anzahl
zunehmen und immer dünner werden - dank der CSDU-SPD-Grünen.
Die FDP wurde nicht vergessen, aber über Tote sollte man sich nicht
negativ äußern.
Teilzeit und Elternzeit.
"Die Mauer [] wird auch noch [] in 100 Jahren noch bestehen" sagte Herr Honecker im Jahre 1989..
..wenige Monate war sein Staat erledigt. Wieso erinnern mich die
Aussagen vom "starken deutschen Jobmarkt" nur daran?
Vielleicht weil im Jahre 2013, trotz des größten Einsatz von
nicht vorhanden Schuldgeld-Billionen, die Krise für alle Deutschen
spürbar werden wird.
Da helfen dann auch keine fehlinterpretierten Statistiken über
Arbeitslose, Verschuldung und Inflation mehr etwas!!
Im Übrigen sagt die Bezeichnung "Jobmarkt" auch schon alles!
@Herr Diesing: Das Thema ist die Aussagefähigkeit des Satzes "Starker deutscher Jobmarkt",..
..und diese ist nicht vorhanden, da es sich um reine Propaganda handelt.
Deshalb mein Vergleich mit dem Propagandasatz des Herrn Honecker.
Ihr Argument des negativen Zinssatzes ordne ich auch der Propaganda zu.
Die Geldschöpfung aus dem Nichts hat dafür gesorgt, dass es
ca. 50 mal mehr Geld als Sachwerte gibt. D.h. dass man bestimmte Mengen
Geld überhaupt nicht mehr sinnvoll anlegen kann und deshalb keine
oder sogar negative Zinsen zahlt bzw. bekommt.
Dieses Symptom des total kranken und kaputten Geldsystems als Beweis
für einen bestimmten Lebensstandard zu nehmen und die damit
verbundene Kritik als "Nörgelei" abzutun, ist schlicht
nicht nachvollziehbar.
Da können Sie auch gerne auf das Propagandainstrument Wiki
verweisen, das entbinded Sie nicht von der Pflicht zur Benutzung ihres
gesunden Menschenverstandes.
Herr Reis, Gehangel/Zahlungsfrist/ BRD auch??? - nochmal:
Sie haben meinen Kommentar offenbar nicht verstanden, Deutschland wird
das Geld von institutionellen Anlegern förmlich AUFGEQUATSCHT -
also ist die Nörgelei (doch, genau das ist es) völlig sinnlos.
Für nähere Infos zum Thema einfach unter Wiki "negativer
Zinssatz" nachschlagen, da ist unter dem Abschnitt
"Beispiele" sogar der Fall genau beschrieben.
@Herr Diesing: Ihr "Gehangel" von einer "Zahlungsfrist" zur nächsten betreibt die BRD auch!
Bald haben wir die Billionengrenze bei den offenen Target Forderungen
erreicht, die wahre (implizite) Staatsverschuldung ist vier bis
fünf mal so hoch wie ausgewiesene.
Die Realkaufkraft ist im Schnitt um 30% gesunken in den letzten 20
Jahren, das Bildungsniveau geht in den Keller und sie argumentieren mit
negativen Zinsen die die BRD zahlt. Diese Negativzinsen entstehen u.a.
dadurch, dass die Geldmenge die Gütermenge um ca. den Faktor 50
übersteigt und das künstliche (Fiat-) Schuldgeld einfach keine
Anlagemöglichkeit mehr findet und froh ist, überhaupt noch
eine sinnvolle Anlage zu finden.
Mit Nörgeln hat das alles nichts zu tun, mir geht es
persönlich sehr gut!!
Was für ein Vergleich
Die DDR war 1989 finanziell völlig abgewirtschaftet. Selbst
de-facto Menschenhandel (Freikauf politischer Gefangener) und
Umtauschzwang für Besucher des eingesperrten Volkes konnten die
akute Devisennot der DDR noch abmildern. Keine auf dem Westmarkt
konkurrenzfähigen Produkte, eine Gehangel von der einen
Zahlungsfrist bis zur nächsten.
Demgegenüber Deutschland heute: Trotz Eurokrise, deutsche
Staatsanleihen kann der Tat zu Spitzenkonditionen an internationalen
Märkten vergeben, letztes Jahr wurden erstemals Zinsen GEFORDERT
nicht gezahlt. Das Vertrauen in Deutschland und seine Wirtschaft ist
weltweit - bis vielleicht auf Singapur und die Schweiz - auf einem Spitzenplatz.
Aber der Deutsche lamentiert und nölt ja gerne - mit der
Realität hat das aber nix zu tun, Herr Preis.
Es fehlt an ausgeglichener Betrachtung
Viele hier genannte Einwände sind richtig, einige sind nicht belegt ("glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast!"). Was mich stört ist die Einseitigkeit. Man kann Kritikpunkte zum Artikel benennen, aber andererseits sollte man auch nicht den Maßstab verlieren. Wenn wir uns mit den anderen Ländern europa- und weltweit vergleichen stehen wir wirklich gut da. Das Allerwichtigste ist, dass wir die höchste Zahl an versicherungspflichtigen Arbeitnehmern haben. Dies ist Grund zur Freude! Dass es nun noch Probleme gibt (u.a. Volltime-Jobs von denen man nicht leben kann) ist Anlass, daran weiter zu arbeiten um auch diese Probleme, Schritt für Schrittzu lösen. Doch sollte man die Realität - und dazu gehört der Vergleich mit anderen Staaten - nicht aus den Augen verlieren. Ich bin dieser Meinung, obwohl ich mich sehr über die derzeitige Allparteien-Koalition und über Regierung und Parlament in der Eurokrise aufrege und heute noch nicht weiß, wen ich bei der BT-Wahl wählen soll.
Diese Arbeitslosenstatistik ist nichts weiter als eine Illusion. Ziehen Sie diejenigen "Arbeitsplätze" ab, die nur dank Aufstockung, Kurzarbeitergeld oder massiver Subventionierung der Branche existieren (also im Endeffekt öffentlich finanziert werden), zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Allgemeinheit zahlt, ein paar wenige kassieren, die Politik macht's möglich und freut sich über tolle Zahlen, die in Wahrheit wertlos sind. Hinzu kommt die lächerlicherweise von Rot-Grün ermöglichte, flächendeckende Ausweitung von Hungerlöhnen bei gleichzeitiger Verteuerung von Energie, Wohnraum und Lebensmittelkosten. Sowohl Friedrich Ebert als auch Ludwig Erhard würden sich schämen, wenn sie mit ansehen müssten, wie sehr ihre Verdienste von den eigenen Nachfolgern (sei es aus Dummheit, Inkompetenz oder Kalkül) zugunsten einer asozialen Politik mit Füßen getreten werden. Der Vergleich mit 1991 ist daher -obwohl stark beansprucht ist die Beschreibung immer wieder treffend- vollkommen absurd.
"So viele prekäre Arbeitsverhältnisse, wie noch nie." Das wird seltsamer Weise nicht erwähnt in dem
Artikel. Dass die BA und Wirtschaftslobbyisten das nicht ansprechen ist verständlich. Aber die FAZ darf die Kehrseite der Medaille ruhig erwähnen. Das Problem heißt: Arm trotz Arbeit.
1991 ? - Warum ausgerechnet das Jahr, - aber sicher waren es damals noch echte Zahlen.
Heute muß man die Angaben der "BA" mit 3 bis 5
multiplizieren um die wahre Situation auf dem
"Arbeitslosenmarkt" darzustellen. Ein Arbeitsloser von 1991
würde heute als Vollbeschäftigter mit kompletter
Sozialversicherung gezählt, der nur "im Augenblick" wegen
einer Erkältung nicht am Arbeitsplatz erscheint.
Diese verlogenen Zahlen der BA und der Regierung sind immer wieder
schwer erträglich zu hören.
Demnächst kommen die noch mit ganz anderen
"Vergleichszahlen" vor 70-100 Jahren.
Wie wär's damit:
Im Jahresdurchschnitt 1934 gab es, bei einem Höchststand von 3,61
Millionen Arbeitslosen, 2,71 Mio. Erwerbslose. Im Jahr 1935 waren es
noch 2,15 Mio. und 1936 erreichte man gar in der Metall- und
Bauindustrie Vollbeschäftigung. Bereits 1937/38 "Arbeitskräftemangel".
Beschäftigte die Notstandsarbeiten im „Arbeitsdienst“
ableisteten bzw. Jugendliche die für geringes Einkommen in die
Landwirtschaft arbeiteten, tauchten dabei nicht in der
Arbeitslosenstatistik auf.
Sozial ist was Arbeit macht - noch sozialer ist, was noch mehr Arbeit macht
Das Sozialste das man in Deutschland folglich machen kann, ist die
Benutzung von Mäh- und Erntemaschinen in der Landwirtschaft zu verbieten.
Das macht dann jede Menge Arbeit für alle und wir leben in einem
Sozialparadies wie es die Welt noch nie gesehen hat ... außer
vielleicht im 18. Jahrhundert und der Zeit davor.
So sieht es aus, wenn eine Ideologie auf den Hund gekommen ist.
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