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Starker deutscher Jobmarkt So wenige Arbeitslose wie zuletzt im Jahr 1991

 ·  Im vergangenen Jahr waren in Deutschland im Schnitt nur knapp 2,9 Millionen Menschen ohne Arbeit - der beste Wert seit 20 Jahren. Aber auch der deutsche Arbeitsmarkt kann sich der Krise nicht gänzlich entziehen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (44)
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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 04.01.2013 13:54 Uhr

Wunsch und Wirklichkeit - politisch

"Aus 37 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden 37 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Tatsächlich aber sind längst nicht alle „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

.....zuständigen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lassen für 2012 einen jahresdurchschnittlichen Bestand von etwa 29 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Bundesrepublik Deutschland.........
........... Zwischen der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Erwerbstätigenrechnung des Statistischen Bundesamtes und der von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit ermittelten Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten besteht zur Zeit eine rechnerische „Lücke“ von 8 Millionen, zum großen Teil „gefüllt“ durch ausschließlich geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte, aber auch Ein-Euro-Jobberinnen und -Jobber und Praktikantinnen und Praktikanten."
Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung

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Otto Meier

Ob ich es noch erlebe, daß die Medien solch offensichtlich politisch motivierten Statistiken die

Veröffentlichung versagen?

Ich denke nicht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:56 Uhr
Karl Hammer

@Dieter Weber

Der Staat hat die Kontrolle über die Information verloren.
Ist das der Beginn einer gesellschaftlichen Revolution durch das Internet?
Wie lange werden sich die Menschen die staatliche Bevormundung noch gefallen lassen?

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Dieter Weber

Ich auch nicht

Aber glücklicherweise lassen sich die Leute nicht mehr so einfach manipulieren, wie auch die Leserkommentare hier beweisen.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 03.01.2013 15:25 Uhr

Eine insgesamt solide Entwicklung. Noch mögen viele über niedrige Löhne oder Zeitarbeit

lamentieren. Jeder aber der alle Daten richtig einordnet und sie in Graphen darstellt, kann erkennen dass es eine sehr stetige Entwicklung ist.

Eine Entwicklung die vor allem aus dem Umbruch Wiedervereinigung und den Hartz Gesetzen aber auch der Einführung des € die Wettbewerbsfähigkeit erhöhte.

Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.

Noch mag jeder fast alles schlecht reden.

Warten wir ab es wird sehr viel besser.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:19 Uhr
Dieter Weber

Gestatten, Graph von X

Ich lach mich schlapp! Sind Sie wirklich so naiv, oder arbeiten Sie für die PR-Abteilung der BA? Soweit ich weiß, gilt mittlerweile jeder, der 15 Std./Woche gegen Entgelt arbeitet, nicht mehr als arbeitslos, egal wie hoch bzw. niedrig sein Erwerbseinkommen auch sein mag, ganz zu schweigen von den vielen Arbeitslosen, die durch andere Statistiktricks wie die Teilnahme an irgendwelchen "Maßnahmen", oder weil man ihnen im Alter 58+ seit einem Jahr kein Jobangebot mehr gemacht hat, einfach wegdefiniert werden.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 03.01.2013 17:11 Uhr

Nicht lamentieren sondern handeln bei der nächsten Wahl - nur dieses verstehen Sie

"...stetige Entwicklung ist."

Ja, welche denn? Vergleichen kann man nur Zahlen, die gleichen Ursprung sind oder einwandfrei (nicht politisch gewollt) bereinigt sind.

"..Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.."

Dieses ist wohl ein Wunschdenken. Deutschland lebt seit Jahren vom Export (und auf Kosten anderer), was bei Rentenerhöhung von 0,4% und realen Einkommenssteigerung von 1,4% in 10 Jahren kumuliert verständlich ist. Die Energie- und Gesundheitskostensteigerungen waren allein schon allein viel höher. Die letzte Steigerung der Binnennachfrage wurde durch das Neuwagenprogramm auf Steuergelder ausgelöst - sonst war nichts.

P.S.: Ein Frage: Sind Sie Sprecherin von U. vdL? Ihre Ausführungen denken sich erstaunlich.

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Norbert Regin

Man sollte mal die aktuelle Arbeitslosenstatistik nach den Regeln, die der Arbeitslosenstatistik im

Jahre 1991 zugrundelagen, erstellen. Danach sollte jede Regeländerung für die Erstellung der Arbeitslosenstatistik einzeln nachgezogen werden, die nach dem Jahre 1991 festgelegt wurden. Erst dann wüsste man, wo wir stehen.
Diese Statistik würde verdeutlichen, dass der Staat seit 1991 nichts als Augenwischerei zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beigetragen hat. Oder hat jemand etwas anderes erwartet?

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 03.01.2013 14:46 Uhr

Zum Thema Niedriglöhne

Ich mache mich jetzt mal unbeliebt:

Es gibt in Deutschland Millionen Menschen, die funktionelle Analphabeten sind, oder die deutsche Sprache nicht mal mündlich beherrschen, oder keinen geregelten Tagesablauf kennen (und das sind nicht nur Ausländer).

Bei dieser Gruppe ist es schon ein Erfolg, sie in niedrig bezahlte Jobs zu bringen. Wer sich über diese Jobs aufregt, soll gerne selber Unternehmer werden und sich überlegen, wie er solche Leute zu hohen Gehältern beschäftigen kann, ohne drauflegen zu müssen. Oder sie als Privatmann für Gartenarbeit beschäftigen, zu 50 Euro die Stunde.

Man könnte von niedrigen Löhnen weit besser leben, wenn der Staat nicht mit Abgaben derartig zuschlagen würde (dazu gehört auch der "Arbeitgeberanteil", der vom Staat vorenthaltener Lohn ist).

Hinsichtlich "Armut": Füher war nicht arm, wer Essen, Wohnung und medizinische Versorgung hatte. Heute ist man trotz zusätzlich Handy, Internet und Flachbildfernseher arm. Die Ansprüche wachsen stetig.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:43 Uhr
Dirk Berends
Dirk Berends (Berends) - 03.01.2013 17:43 Uhr

Im Grundsatz richtig

ich möchte Ihnen beipflichten. Zwar ist dies nicht überall und immer der Fall. man kann es also nicht pauschalisieren.
Aber viele sind kaum in einer halbwegs qualifizierten Tätigkeit unter zu bringen. Und der Begriff Armut ist doch sehr relativ. Es gilt ja wirklich schon als arm, wer anstatt eines Autos nur ein Fahrrad hat.
Wer nicht glaubt, wie unglaublich gut wir es hierzulande noch haben, kann ja versuchen in Griechenland Karriere zu machen. Oder in die ach so gelobten USA auszuwandern. Ich kenne Us-Amerikaner, die den Lebensstandard hier sehr zu schätzen wissen.

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Dieter Weber

Sie glauben also immer noch an das Märchen

dass nur unqualifizierte Leute arbeitslos bzw. "prekär" beschäftigt seien? Dann glauben Sie sicherlich auch, dass wir in Deutschland einen Fachkräftemangel hätten. Solange jedoch promovierte Chemiker Taxi fahren und Diplomingenieure im Call Center jobben müssen (habe ich alles in meinem persönlichen Bekanntenkreis), dann kann es damit nicht so schlimm sein.

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Norbert Czech
Norbert Czech (nczech) - 03.01.2013 14:22 Uhr

Unerträgliches Gejanke!

Was ist denn die Erwartung: Daß alle vor der Agenda Arbeitslosen von Zauberhand unbefristete, vollversicherte Arbeitsverhältnisse bekommen - unabhängig von Vorbildung und Einsatzfähigkeit? Was in den "kritischen" Kommentaren völlig fehlt, ist die Erkenntnis, daß zunächst mal jeder Mensch persönlich für seinen Lebensweg verantwortlich ist - insbesondere für Bildungs-, Wohnort- und Partnerentscheidungen. Dieses Gejanke und dem-Staat-in-die-Schuhe-Geschiebe nervt!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 18:01 Uhr
Karl Hammer

@Norbert Czech

Manche leben im Wolkenkuckucksheim,... bis sie diesen Staat am eigenen Leibe spüren.

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Dieter Weber

Sie

sind bestimmt Beamter des Höheren Dienstes, stimmt's?

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heike buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 03.01.2013 14:10 Uhr

Hurra Deutschland

nach den negativen Schlagzeilen wollen Sie das Deutsche Volk mit etwas supertolles erfreuen.Der beste Arbeitslosenwert seit 20 Jahren.Der neue Name von der Agentur sagt schon alles,Jobcenter.Wie Merkel in der Neujahrsrede erwähnt hat,sollen wir nur nicht den Mut verlieren und Geduld aufbriegen.Weniger Arbeitslose,kaum Altersarmut,fast gar keine Armut,solider Mittelstand.So, nach den schönschreiber Statistiker.Was diese Leute nicht wahrnemen ist.Weniger Schulabschlüße,abnehmender Intelligenz,immer weniger Deutsche wollen Kinder,angst um Job (Arbeit) verlust,Inflationsbewustsein.So sied es in unserm Land aus.

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Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 03.01.2013 13:57 Uhr

Statistik

Müsste nicht eigentlich die Quote errechnet werden aus Arbeitssuchenden/Erwerbstätigen+Arbeitssuchenden x 100?
Nicht jeder Arbeitslose sucht auch Arbeit. Und nicht jede Erwerbsperson (Hausfrau) ist erwerbstätig.
Dann wäre noch zu klären, wo man diejenigen hinpackt, die zwar Arbeit, aber keinen (nennenswerten) Erwerb haben.

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Ferdinand Bohn

"So viel verdient der Schweizer" sollte man googlen.

Wenn man sich diese offiziellen Zahlen des schweizerischen Amtes für Statistik anschaut, kann fast jeder erblassen. Z.B. , ein Ungelernter verdient dort 4.000 € (5.000 SFr.) brutto im Monat, bei niedrigeren Abzügen als in D. Diese Statistik wurde für 2010 erstellt. Und man möge wissen, dass auch die Schweiz zu den führenden Exportländern gehört.
In den letzten Jahrzehnten wurden bei uns durch die Einwanderung billiger Arbeitskräfte die Löhne gedrückt und gedrückt. Wie sollen kunge Menschen mit 1.000 oder 1.500 € im Monat eine Familie fründen, wie ihre Kinter durchbringen und gut ausbilden? Es ist höchste Zeit für eine andere Politik. Die Union, SPD, Grüne, FDP, Linke sind alle untauglich.
Übrigens, die Mehrheit der DAX-Unternehmen sind in der Hand ausländischer Aktionäre, die ihre Dividenten ins Ausland schaffen. Geld das wir im Inland dringend für die Erneuerung unserer Infrastruktur brauchen. Was wiederum Arbeitsplätze schaffen würde.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 18:46 Uhr
Dieter Weber

Schweiz

Vielleicht sollten Sie auch mal erwähnen, dass in der "sozialistischen" Schweiz alle Einkommensarten gleichermaßen und entsprechend ihres Leistungsvermögens zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 03.01.2013 16:21 Uhr

Autobahn

Diese bösen Ausländer immer wieder.

In der Schweiz sind die Arbeitskosten _niedriger_ als in Deutschland, das Nettoeinkommen aber höher. Der Staat ist der Moloch, der Arbeit gleichzeitig für die Unternehmen teuer und die Arbeitnehmer uninteressant macht, aber das will im obrigkeitsgläubigen Kleinbürgerdeutschland niemand hören. Der Staat soll alles richten und bezahlen, und das Geld dazu wächst auf den Bäumen.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 03.01.2013 13:33 Uhr

Verdrehungen und Lügen

Dieser Artikel ist für die FAZ unangemessen.
Die statistischen Zahlen in der Beschäftigungspolitik von 1991 und 2012 sind nicht vergleichbar. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die Situation 2012 ist schlimmer als sie in der Krise 1928 war und wird nur durch hemmungslose Statistik-Manipulationen der Regierungen seit Kohl über Schröder bis Merkel kaschiert.
Von einer "stabilen Situation" zu sprechen, ist eine Verhöhnung der fast
8 Mill. Menschen, die Arbeit suchen und/oder Arbeitslohn beziehen, von dem sie nicht leben können.
Warum wohl ist das Einkommen so ungleich verteilt?
Weil die Reichen finanziell immer fetter und die Armen in der Anzahl zunehmen und immer dünner werden - dank der CSDU-SPD-Grünen.
Die FDP wurde nicht vergessen, aber über Tote sollte man sich nicht negativ äußern.

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Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 13:14 Uhr

"Die Mauer [] wird auch noch [] in 100 Jahren noch bestehen" sagte Herr Honecker im Jahre 1989..

..wenige Monate war sein Staat erledigt. Wieso erinnern mich die Aussagen vom "starken deutschen Jobmarkt" nur daran?

Vielleicht weil im Jahre 2013, trotz des größten Einsatz von nicht vorhanden Schuldgeld-Billionen, die Krise für alle Deutschen spürbar werden wird.

Da helfen dann auch keine fehlinterpretierten Statistiken über Arbeitslose, Verschuldung und Inflation mehr etwas!!

Im Übrigen sagt die Bezeichnung "Jobmarkt" auch schon alles!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 20:11 Uhr
Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 20:11 Uhr

@Herr Diesing: Das Thema ist die Aussagefähigkeit des Satzes "Starker deutscher Jobmarkt",..

..und diese ist nicht vorhanden, da es sich um reine Propaganda handelt. Deshalb mein Vergleich mit dem Propagandasatz des Herrn Honecker.

Ihr Argument des negativen Zinssatzes ordne ich auch der Propaganda zu. Die Geldschöpfung aus dem Nichts hat dafür gesorgt, dass es ca. 50 mal mehr Geld als Sachwerte gibt. D.h. dass man bestimmte Mengen Geld überhaupt nicht mehr sinnvoll anlegen kann und deshalb keine oder sogar negative Zinsen zahlt bzw. bekommt.

Dieses Symptom des total kranken und kaputten Geldsystems als Beweis für einen bestimmten Lebensstandard zu nehmen und die damit verbundene Kritik als "Nörgelei" abzutun, ist schlicht nicht nachvollziehbar.

Da können Sie auch gerne auf das Propagandainstrument Wiki verweisen, das entbinded Sie nicht von der Pflicht zur Benutzung ihres gesunden Menschenverstandes.

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Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 16:16 Uhr

@Herr Diesing: Ihr "Gehangel" von einer "Zahlungsfrist" zur nächsten betreibt die BRD auch!

Bald haben wir die Billionengrenze bei den offenen Target Forderungen erreicht, die wahre (implizite) Staatsverschuldung ist vier bis fünf mal so hoch wie ausgewiesene.

Die Realkaufkraft ist im Schnitt um 30% gesunken in den letzten 20 Jahren, das Bildungsniveau geht in den Keller und sie argumentieren mit negativen Zinsen die die BRD zahlt. Diese Negativzinsen entstehen u.a. dadurch, dass die Geldmenge die Gütermenge um ca. den Faktor 50 übersteigt und das künstliche (Fiat-) Schuldgeld einfach keine Anlagemöglichkeit mehr findet und froh ist, überhaupt noch eine sinnvolle Anlage zu finden.

Mit Nörgeln hat das alles nichts zu tun, mir geht es persönlich sehr gut!!

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Ekke Hoffmann

Es fehlt an ausgeglichener Betrachtung

Viele hier genannte Einwände sind richtig, einige sind nicht belegt ("glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast!"). Was mich stört ist die Einseitigkeit. Man kann Kritikpunkte zum Artikel benennen, aber andererseits sollte man auch nicht den Maßstab verlieren. Wenn wir uns mit den anderen Ländern europa- und weltweit vergleichen stehen wir wirklich gut da. Das Allerwichtigste ist, dass wir die höchste Zahl an versicherungspflichtigen Arbeitnehmern haben. Dies ist Grund zur Freude! Dass es nun noch Probleme gibt (u.a. Volltime-Jobs von denen man nicht leben kann) ist Anlass, daran weiter zu arbeiten um auch diese Probleme, Schritt für Schrittzu lösen. Doch sollte man die Realität - und dazu gehört der Vergleich mit anderen Staaten - nicht aus den Augen verlieren. Ich bin dieser Meinung, obwohl ich mich sehr über die derzeitige Allparteien-Koalition und über Regierung und Parlament in der Eurokrise aufrege und heute noch nicht weiß, wen ich bei der BT-Wahl wählen soll.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 03.01.2013 13:02 Uhr

Wertlose Zahlen

Diese Arbeitslosenstatistik ist nichts weiter als eine Illusion. Ziehen Sie diejenigen "Arbeitsplätze" ab, die nur dank Aufstockung, Kurzarbeitergeld oder massiver Subventionierung der Branche existieren (also im Endeffekt öffentlich finanziert werden), zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Allgemeinheit zahlt, ein paar wenige kassieren, die Politik macht's möglich und freut sich über tolle Zahlen, die in Wahrheit wertlos sind. Hinzu kommt die lächerlicherweise von Rot-Grün ermöglichte, flächendeckende Ausweitung von Hungerlöhnen bei gleichzeitiger Verteuerung von Energie, Wohnraum und Lebensmittelkosten. Sowohl Friedrich Ebert als auch Ludwig Erhard würden sich schämen, wenn sie mit ansehen müssten, wie sehr ihre Verdienste von den eigenen Nachfolgern (sei es aus Dummheit, Inkompetenz oder Kalkül) zugunsten einer asozialen Politik mit Füßen getreten werden. Der Vergleich mit 1991 ist daher -obwohl stark beansprucht ist die Beschreibung immer wieder treffend- vollkommen absurd.

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Stephan Müller

"So viele prekäre Arbeitsverhältnisse, wie noch nie." Das wird seltsamer Weise nicht erwähnt in dem

Artikel. Dass die BA und Wirtschaftslobbyisten das nicht ansprechen ist verständlich. Aber die FAZ darf die Kehrseite der Medaille ruhig erwähnen. Das Problem heißt: Arm trotz Arbeit.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Sozial ist was Arbeit macht - noch sozialer ist, was noch mehr Arbeit macht

Das Sozialste das man in Deutschland folglich machen kann, ist die Benutzung von Mäh- und Erntemaschinen in der Landwirtschaft zu verbieten.

Das macht dann jede Menge Arbeit für alle und wir leben in einem Sozialparadies wie es die Welt noch nie gesehen hat ... außer vielleicht im 18. Jahrhundert und der Zeit davor.

So sieht es aus, wenn eine Ideologie auf den Hund gekommen ist.

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 03.01.2013 11:43 Uhr

"Arbeit" vs. "Job"

"Im vergangenen Jahr waren in Deutschland im Schnitt nur knapp 2,9 Millionen Menschen ohne Arbeit - der beste Wert seit 20 Jahren."

Eine "Arbeit" ist nach meinem Sprachverständnis eine Beschäftigung, die ausreicht, um davon zu leben und sich soetwas wie Rücklagen bilden zu können.
Ein "Job" ist etwas, wovon man Miete, Strom, Essen und Trinken bezahlen kann und am Monatsende schauen muss, was man noch zu essen austreiben kann.

In diesem Sinn ist auch jemand, der einen "Job" hat "Arbeit"slos: Das wären dann allerdings an die 10 Millionen Menschen in Deutschland!

Ein Drittel der Hartz IV Mittel werden mittlerweile dafür benutzt, diesen Niedriglohnsektor zu subventionieren... wobei "Lohn" hört sich ja so an, als ob diese "Jobs" sich "lohn"ten... also nennen wir es beim Namen: Hungerlöhne und die Altersarmut ist vorprogrammiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 15:44 Uhr
Martin Schneider

Schöne Definition

Tja, früher hieß die Behörde "Arbeitsamt", heute heißt sie "Job-Center" - merken Sie was!? ;-)

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Wolfgang Wagner, M.A.

Was ist dabei der Anteil der BA?

Die einizg meßbare und nachweisbare Leistung der Mammutbehörde könnte der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit sein. Wenn man da aber genauer hinschaut und berücksichtigt, dass jedes Jahr bis zu 200.000 Menschen in Rente gehen, dann hat sich die Langzeitarbeitslosigkeit sogar noch erhöht. Das zum Thema Behörden-PR undQualitätsjournalismus...

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Horst Johnson

Kriminelle Manipulation der Arbeitslosenzahlen

Auch hier wie anderswo wird manipuliert das sich die Balken biegen.
Offiz. nun 2,9 mill. Arbeitslose, bei 5,4 million. offiz. registrierten Arbeitssuchenden? Im März 2012 gabs 5,3million. Empfänger von Arbeitslosengeld I und II.
Wie auch bei den Inflationsraten von angeblichen "2%" wird der Bürger nur noch für dumm verkauft. Wer solchen Zahlen Glauben schenkt muß ein Lemming dieser korrupten Politkaste sein.
Wo ist die Justiz welche solch kriminellen Machenschaften ein Ende bereitet?

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 13:47 Uhr
Karsten Müller

@Rico Kurschat

Das sind doch Nebelkerzen. Dies ist kein Forum für Wissenschaftler. Die Foristen schreiben logischerweise über Dinge, die Einfluss auf ihr Leben haben und nicht über mathematisch-virtuelle Tatsachen. Und wenn die offiziellen Verlautbarungen nicht so unglaubwürdig erscheinen sollen, könnte man ja statt der mathematischen Inflation, die sogenannte GEFÜHLTE Inflation, die das Leben tatsächlich beeinflusst, als Meldung veröffentlichen! Das klingt dann natürlich nicht so Positiv, wie man das gern möchte.

Noch eine Idee. Sollte es nicht möglich sein, eine Inflation unter Berücksichtigung der jeweiligen Abschreibungsdauer (AfA, z.B. als Wichtung o.a.) zu berechnen? Die käme dann auch ohne künstliche Warenkörbe aus.

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Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 13:46 Uhr

@Rico Kurschat: Wer einen gewieften Mathematiker" zur Berechnung der Inflationsrate benötigt..

..der hat seinen gesunden Menschenverstand schon lange ausgeschaltet.

Natürlich sind die Inflationszahlen schöngerechnet durch:
-Auswahl und Gewichtung der Produkte die zur Berechnung herangezogenwerden, wie z.B. die Übergewichtung von Konsumerelektronik und privatem Wohneigentum
-Harmoniserung der Inflation auf einen europäischen Durchschnittswert, der hohe Inflationen der einen Länder mit niedrigen Inflationen von anderen Ländern unzulässig vermischt.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 03.01.2013 13:40 Uhr

Echte Zahlen jeden Monat bei den NDS - auch für Journalisten

@Delsman
"..aber Beweis kann ich nirgendwo finden...."
Gehen Sie zu den NachDenkSeiten. Dort werden jeden Monat die echten Zahlen im Detail von Arbeitsmarkt-Soziologen aufgeschlüsselt.

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 03.01.2013 12:49 Uhr

Grundrechenarten

Angegeben wurden knapp 3 Millionen Arbeitslose.
AlG I und II beziehen knapp 8 Millionen Menschen, 2,5 Millionen von ihnen sind Kinder.
Bleiben um die 5,x Millionen Arbeitslose.

Wenn man alle, die über 57 Jahre alt sind, alle die zum 12. Mal den Kurs belegen müssen: "Wie bewerbe ich mich richtig" und alle Ein-Euro Jobber zusammenzählt, hat man die fehlenden 2 Millionen schnell zusammen.

Die eine Millionen "Aufstocker" fallen komplett aus der Rechnung, obwohl jeder dritte Hartz IV Euro mittlerweile dafür verwendet wird, diese Billiglöhne zu subventionieren.

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Eric Delsman
Eric Delsman (namsled) - 03.01.2013 11:57 Uhr

so sehe ich das Ganze auch aber ...

ich würde gern wissen, woher Ihre Zahlen stammen? Bei politischen Gesprächen ist es nützlich zuverlässige Quellen zu nennen. Ich bin auch der Meinung, dass die Bundesregierung die Arbeitslosenzahlen schönreden aber Beweis kann ich nirgendwo finden. Wo haben Sie Ihre Zahlen zu den registrierten Arbeitssuchenden, Empfänger von Arbeitslosengeld I und II und unter welchen Umständen muss man tatsächlich leben, um von der Regierung als Arbeitslos anerkannt zu werden, d.h. in die Statistik aufzutauchen?

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Cecile de Winter

Wir haben 50 Millionen Arbeitslose

denn es gibt in Deutschland nur 32,8 Millionen Beschäftigte in sozialversicherungspflichtigen Vollzeitstellen, von denen man leben kann.
.
Nach Untersuchungen von McKinsey aus den 90ern können wir durch technischen Fortschritt und Evolution und durch forcierte Automatisierung noch einmal mindestens 10 Millionen mehr Arbeitsplätze abschaffen. Das ist möglicherweise bei der derzeitigen Überproduktion in allen Bereichen, bei gleichzeitiger Ressourcenknappheit, auch keine schlechte Idee.
.
Sozial ist, was das Mantra der Politik "Sozial ist, was Arbeit schafft", endlich als die dreisteste Systemlüge der Republik entlarvt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 12:34 Uhr
Cecile de Winter

Sehr geehrter Herr Menzel

es ging mir nicht darum, jeden Bürger als "Human Ressource" zu deklarieren, sondern um den Hinweis, dass die Zahl der Arbeitslosen schlichtweg davon abhängt, wen man in diese Gruppe zählt. . Wir haben daher nicht nur ein gesellschaftliches Problem in der Unterscheidung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, sondern auch ein Problem in der ununterbrochenen Lüge, das es den Menschen umso besser ginge, je mehr Arbeit sie hätten. . Das höchste Mantra der Politik dient daher ausschließlich dazu, die Bürger über eine simple Tatsache zu täuschen: Technischer Fortschritt und wachsende Produktivität lässt die Zahl der für Wohlstand benötigten Arbeitsplätze beständig sinken. . Was gleichzeitig allerdings auch sinkt, ist die Beteiligung der Produzierenden am eigenen Produktionserfolg. Und da liegt der Hase gesellschaftlich im Pfeffer!

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Peter-Paul Gansen

Damals gab es kein Hartz IV

Ich vermute, dass damals deutlich mehr Menschen komplett von ihrem Verdienst leben konnten als jetzt. Gab es in der Zwischenzeit nicht auch Änderungen in der Zählweise der Arbeitslosen? Man sollte neben realistischen Arbeitslosenzahlen (allermindestens 4 Millionen) auch jeweils die gesamten Sozialkosten veröffentlichen. Die waren damals bestimmt nicht auf dem heutigen Niveau. Die kulturelle Verarmung dieser Gesellschaft ist noch ein ganz anderes Thema.

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03.01.2013, 04:30 Uhr

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