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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Starker deutscher Jobmarkt So wenige Arbeitslose wie zuletzt im Jahr 1991

 ·  Im vergangenen Jahr waren in Deutschland im Schnitt nur knapp 2,9 Millionen Menschen ohne Arbeit - der beste Wert seit 20 Jahren. Aber auch der deutsche Arbeitsmarkt kann sich der Krise nicht gänzlich entziehen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (50)

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 04.01.2013 13:54 Uhr

Wunsch und Wirklichkeit - politisch

"Aus 37 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden 37 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Tatsächlich aber sind längst nicht alle „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

.....zuständigen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lassen für 2012 einen jahresdurchschnittlichen Bestand von etwa 29 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Bundesrepublik Deutschland.........
........... Zwischen der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Erwerbstätigenrechnung des Statistischen Bundesamtes und der von der Statistik der Bundesagentur für Arbeit ermittelten Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten besteht zur Zeit eine rechnerische „Lücke“ von 8 Millionen, zum großen Teil „gefüllt“ durch ausschließlich geringfügig Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte, aber auch Ein-Euro-Jobberinnen und -Jobber und Praktikantinnen und Praktikanten."
Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung

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Helene Schmidt

diese Propaganda beleidigt meine Intelligenz

Wenn uns die Politiker schon bei einem harmlosen Armutsbericht so dreist mit ihren angeblichen Erfolgen täuschen wie einst Honecker und Co. in der früheren DDR die Bürger, wie sieht es dann erst bei der Arbeitslosenstatistik, bei der Polizeilichen Kriminalstatistik zur Zahl der Straftaten und bei der Statistik der Erfolge der Integration von Migranten aus? Wie kann es z.B. sein, das es nur 2,9 Mio Menschen ohne Arbeit gibt bei gleichzeitig 8,1 Mio Alg II Empfängern?
Diese Propaganda beleidigt meine Intelligenz!

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Otto Meier

Ob ich es noch erlebe, daß die Medien solch offensichtlich politisch motivierten Statistiken die

Veröffentlichung versagen?

Ich denke nicht.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:56 Uhr
Karl Hammer

@Dieter Weber

Der Staat hat die Kontrolle über die Information verloren.
Ist das der Beginn einer gesellschaftlichen Revolution durch das Internet?
Wie lange werden sich die Menschen die staatliche Bevormundung noch gefallen lassen?

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Dieter Weber

Ich auch nicht

Aber glücklicherweise lassen sich die Leute nicht mehr so einfach manipulieren, wie auch die Leserkommentare hier beweisen.

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Marie Gruber
Marie Gruber (mariluI) - 03.01.2013 15:25 Uhr

Eine insgesamt solide Entwicklung. Noch mögen viele über niedrige Löhne oder Zeitarbeit

lamentieren. Jeder aber der alle Daten richtig einordnet und sie in Graphen darstellt, kann erkennen dass es eine sehr stetige Entwicklung ist.

Eine Entwicklung die vor allem aus dem Umbruch Wiedervereinigung und den Hartz Gesetzen aber auch der Einführung des € die Wettbewerbsfähigkeit erhöhte.

Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.

Noch mag jeder fast alles schlecht reden.

Warten wir ab es wird sehr viel besser.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:19 Uhr
Dieter Weber

Gestatten, Graph von X

Ich lach mich schlapp! Sind Sie wirklich so naiv, oder arbeiten Sie für die PR-Abteilung der BA? Soweit ich weiß, gilt mittlerweile jeder, der 15 Std./Woche gegen Entgelt arbeitet, nicht mehr als arbeitslos, egal wie hoch bzw. niedrig sein Erwerbseinkommen auch sein mag, ganz zu schweigen von den vielen Arbeitslosen, die durch andere Statistiktricks wie die Teilnahme an irgendwelchen "Maßnahmen", oder weil man ihnen im Alter 58+ seit einem Jahr kein Jobangebot mehr gemacht hat, einfach wegdefiniert werden.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 03.01.2013 17:11 Uhr

Nicht lamentieren sondern handeln bei der nächsten Wahl - nur dieses verstehen Sie

"...stetige Entwicklung ist."

Ja, welche denn? Vergleichen kann man nur Zahlen, die gleichen Ursprung sind oder einwandfrei (nicht politisch gewollt) bereinigt sind.

"..Nun wirkt zusätzlich die Zuversicht auch im Binnenmarkt.."

Dieses ist wohl ein Wunschdenken. Deutschland lebt seit Jahren vom Export (und auf Kosten anderer), was bei Rentenerhöhung von 0,4% und realen Einkommenssteigerung von 1,4% in 10 Jahren kumuliert verständlich ist. Die Energie- und Gesundheitskostensteigerungen waren allein schon allein viel höher. Die letzte Steigerung der Binnennachfrage wurde durch das Neuwagenprogramm auf Steuergelder ausgelöst - sonst war nichts.

P.S.: Ein Frage: Sind Sie Sprecherin von U. vdL? Ihre Ausführungen denken sich erstaunlich.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 03.01.2013 15:24 Uhr

Da können die Niedersachsen ja der besten

aller Regierungen seit der Wende über die LT-Wahl ihre Stimme geben. Oder haben diese geschönten Zahlen einen anderen Sinn?

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Norbert Regin

Man sollte mal die aktuelle Arbeitslosenstatistik nach den Regeln, die der Arbeitslosenstatistik im

Jahre 1991 zugrundelagen, erstellen. Danach sollte jede Regeländerung für die Erstellung der Arbeitslosenstatistik einzeln nachgezogen werden, die nach dem Jahre 1991 festgelegt wurden. Erst dann wüsste man, wo wir stehen.
Diese Statistik würde verdeutlichen, dass der Staat seit 1991 nichts als Augenwischerei zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beigetragen hat. Oder hat jemand etwas anderes erwartet?

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 03.01.2013 14:46 Uhr

Zum Thema Niedriglöhne

Ich mache mich jetzt mal unbeliebt:

Es gibt in Deutschland Millionen Menschen, die funktionelle Analphabeten sind, oder die deutsche Sprache nicht mal mündlich beherrschen, oder keinen geregelten Tagesablauf kennen (und das sind nicht nur Ausländer).

Bei dieser Gruppe ist es schon ein Erfolg, sie in niedrig bezahlte Jobs zu bringen. Wer sich über diese Jobs aufregt, soll gerne selber Unternehmer werden und sich überlegen, wie er solche Leute zu hohen Gehältern beschäftigen kann, ohne drauflegen zu müssen. Oder sie als Privatmann für Gartenarbeit beschäftigen, zu 50 Euro die Stunde.

Man könnte von niedrigen Löhnen weit besser leben, wenn der Staat nicht mit Abgaben derartig zuschlagen würde (dazu gehört auch der "Arbeitgeberanteil", der vom Staat vorenthaltener Lohn ist).

Hinsichtlich "Armut": Füher war nicht arm, wer Essen, Wohnung und medizinische Versorgung hatte. Heute ist man trotz zusätzlich Handy, Internet und Flachbildfernseher arm. Die Ansprüche wachsen stetig.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 17:43 Uhr
Dirk Berends
Dirk Berends (Berends) - 03.01.2013 17:43 Uhr

Im Grundsatz richtig

ich möchte Ihnen beipflichten. Zwar ist dies nicht überall und immer der Fall. man kann es also nicht pauschalisieren.
Aber viele sind kaum in einer halbwegs qualifizierten Tätigkeit unter zu bringen. Und der Begriff Armut ist doch sehr relativ. Es gilt ja wirklich schon als arm, wer anstatt eines Autos nur ein Fahrrad hat.
Wer nicht glaubt, wie unglaublich gut wir es hierzulande noch haben, kann ja versuchen in Griechenland Karriere zu machen. Oder in die ach so gelobten USA auszuwandern. Ich kenne Us-Amerikaner, die den Lebensstandard hier sehr zu schätzen wissen.

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Dieter Weber

Sie glauben also immer noch an das Märchen

dass nur unqualifizierte Leute arbeitslos bzw. "prekär" beschäftigt seien? Dann glauben Sie sicherlich auch, dass wir in Deutschland einen Fachkräftemangel hätten. Solange jedoch promovierte Chemiker Taxi fahren und Diplomingenieure im Call Center jobben müssen (habe ich alles in meinem persönlichen Bekanntenkreis), dann kann es damit nicht so schlimm sein.

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Norbert Czech
Norbert Czech (nczech) - 03.01.2013 14:22 Uhr

Unerträgliches Gejanke!

Was ist denn die Erwartung: Daß alle vor der Agenda Arbeitslosen von Zauberhand unbefristete, vollversicherte Arbeitsverhältnisse bekommen - unabhängig von Vorbildung und Einsatzfähigkeit? Was in den "kritischen" Kommentaren völlig fehlt, ist die Erkenntnis, daß zunächst mal jeder Mensch persönlich für seinen Lebensweg verantwortlich ist - insbesondere für Bildungs-, Wohnort- und Partnerentscheidungen. Dieses Gejanke und dem-Staat-in-die-Schuhe-Geschiebe nervt!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 18:01 Uhr
Karl Hammer

@Norbert Czech

Manche leben im Wolkenkuckucksheim,... bis sie diesen Staat am eigenen Leibe spüren.

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Dieter Weber

Sie

sind bestimmt Beamter des Höheren Dienstes, stimmt's?

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ulrich buttkus
ulrich buttkus (loewe53) - 03.01.2013 14:10 Uhr

Hurra Deutschland

nach den negativen Schlagzeilen wollen Sie das Deutsche Volk mit etwas supertolles erfreuen.Der beste Arbeitslosenwert seit 20 Jahren.Der neue Name von der Agentur sagt schon alles,Jobcenter.Wie Merkel in der Neujahrsrede erwähnt hat,sollen wir nur nicht den Mut verlieren und Geduld aufbriegen.Weniger Arbeitslose,kaum Altersarmut,fast gar keine Armut,solider Mittelstand.So, nach den schönschreiber Statistiker.Was diese Leute nicht wahrnemen ist.Weniger Schulabschlüße,abnehmender Intelligenz,immer weniger Deutsche wollen Kinder,angst um Job (Arbeit) verlust,Inflationsbewustsein.So sied es in unserm Land aus.

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Alexander Heim
Alexander Heim (Skylark) - 03.01.2013 13:57 Uhr

Statistik

Müsste nicht eigentlich die Quote errechnet werden aus Arbeitssuchenden/Erwerbstätigen+Arbeitssuchenden x 100?
Nicht jeder Arbeitslose sucht auch Arbeit. Und nicht jede Erwerbsperson (Hausfrau) ist erwerbstätig.
Dann wäre noch zu klären, wo man diejenigen hinpackt, die zwar Arbeit, aber keinen (nennenswerten) Erwerb haben.

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Ferdinand Bohn

"So viel verdient der Schweizer" sollte man googlen.

Wenn man sich diese offiziellen Zahlen des schweizerischen Amtes für Statistik anschaut, kann fast jeder erblassen. Z.B. , ein Ungelernter verdient dort 4.000 € (5.000 SFr.) brutto im Monat, bei niedrigeren Abzügen als in D. Diese Statistik wurde für 2010 erstellt. Und man möge wissen, dass auch die Schweiz zu den führenden Exportländern gehört.
In den letzten Jahrzehnten wurden bei uns durch die Einwanderung billiger Arbeitskräfte die Löhne gedrückt und gedrückt. Wie sollen kunge Menschen mit 1.000 oder 1.500 € im Monat eine Familie fründen, wie ihre Kinter durchbringen und gut ausbilden? Es ist höchste Zeit für eine andere Politik. Die Union, SPD, Grüne, FDP, Linke sind alle untauglich.
Übrigens, die Mehrheit der DAX-Unternehmen sind in der Hand ausländischer Aktionäre, die ihre Dividenten ins Ausland schaffen. Geld das wir im Inland dringend für die Erneuerung unserer Infrastruktur brauchen. Was wiederum Arbeitsplätze schaffen würde.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 18:46 Uhr
Dieter Weber

Schweiz

Vielleicht sollten Sie auch mal erwähnen, dass in der "sozialistischen" Schweiz alle Einkommensarten gleichermaßen und entsprechend ihres Leistungsvermögens zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 03.01.2013 16:21 Uhr

Autobahn

Diese bösen Ausländer immer wieder.

In der Schweiz sind die Arbeitskosten _niedriger_ als in Deutschland, das Nettoeinkommen aber höher. Der Staat ist der Moloch, der Arbeit gleichzeitig für die Unternehmen teuer und die Arbeitnehmer uninteressant macht, aber das will im obrigkeitsgläubigen Kleinbürgerdeutschland niemand hören. Der Staat soll alles richten und bezahlen, und das Geld dazu wächst auf den Bäumen.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 03.01.2013 13:33 Uhr

Verdrehungen und Lügen

Dieser Artikel ist für die FAZ unangemessen.
Die statistischen Zahlen in der Beschäftigungspolitik von 1991 und 2012 sind nicht vergleichbar. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Die Situation 2012 ist schlimmer als sie in der Krise 1928 war und wird nur durch hemmungslose Statistik-Manipulationen der Regierungen seit Kohl über Schröder bis Merkel kaschiert.
Von einer "stabilen Situation" zu sprechen, ist eine Verhöhnung der fast
8 Mill. Menschen, die Arbeit suchen und/oder Arbeitslohn beziehen, von dem sie nicht leben können.
Warum wohl ist das Einkommen so ungleich verteilt?
Weil die Reichen finanziell immer fetter und die Armen in der Anzahl zunehmen und immer dünner werden - dank der CSDU-SPD-Grünen.
Die FDP wurde nicht vergessen, aber über Tote sollte man sich nicht negativ äußern.

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Dennis Idaczyk

Ein Hoch auf Zeitarbeit,

Teilzeit und Elternzeit.

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Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 13:14 Uhr

"Die Mauer [] wird auch noch [] in 100 Jahren noch bestehen" sagte Herr Honecker im Jahre 1989..

..wenige Monate war sein Staat erledigt. Wieso erinnern mich die Aussagen vom "starken deutschen Jobmarkt" nur daran?

Vielleicht weil im Jahre 2013, trotz des größten Einsatz von nicht vorhanden Schuldgeld-Billionen, die Krise für alle Deutschen spürbar werden wird.

Da helfen dann auch keine fehlinterpretierten Statistiken über Arbeitslose, Verschuldung und Inflation mehr etwas!!

Im Übrigen sagt die Bezeichnung "Jobmarkt" auch schon alles!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 20:11 Uhr
Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 20:11 Uhr

@Herr Diesing: Das Thema ist die Aussagefähigkeit des Satzes "Starker deutscher Jobmarkt",..

..und diese ist nicht vorhanden, da es sich um reine Propaganda handelt. Deshalb mein Vergleich mit dem Propagandasatz des Herrn Honecker.

Ihr Argument des negativen Zinssatzes ordne ich auch der Propaganda zu. Die Geldschöpfung aus dem Nichts hat dafür gesorgt, dass es ca. 50 mal mehr Geld als Sachwerte gibt. D.h. dass man bestimmte Mengen Geld überhaupt nicht mehr sinnvoll anlegen kann und deshalb keine oder sogar negative Zinsen zahlt bzw. bekommt.

Dieses Symptom des total kranken und kaputten Geldsystems als Beweis für einen bestimmten Lebensstandard zu nehmen und die damit verbundene Kritik als "Nörgelei" abzutun, ist schlicht nicht nachvollziehbar.

Da können Sie auch gerne auf das Propagandainstrument Wiki verweisen, das entbinded Sie nicht von der Pflicht zur Benutzung ihres gesunden Menschenverstandes.

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Philipp Reis
Philipp Reis (reis74) - 03.01.2013 16:16 Uhr

@Herr Diesing: Ihr "Gehangel" von einer "Zahlungsfrist" zur nächsten betreibt die BRD auch!

Bald haben wir die Billionengrenze bei den offenen Target Forderungen erreicht, die wahre (implizite) Staatsverschuldung ist vier bis fünf mal so hoch wie ausgewiesene.

Die Realkaufkraft ist im Schnitt um 30% gesunken in den letzten 20 Jahren, das Bildungsniveau geht in den Keller und sie argumentieren mit negativen Zinsen die die BRD zahlt. Diese Negativzinsen entstehen u.a. dadurch, dass die Geldmenge die Gütermenge um ca. den Faktor 50 übersteigt und das künstliche (Fiat-) Schuldgeld einfach keine Anlagemöglichkeit mehr findet und froh ist, überhaupt noch eine sinnvolle Anlage zu finden.

Mit Nörgeln hat das alles nichts zu tun, mir geht es persönlich sehr gut!!

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Ekke Hoffmann

Es fehlt an ausgeglichener Betrachtung

Viele hier genannte Einwände sind richtig, einige sind nicht belegt ("glaube nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast!"). Was mich stört ist die Einseitigkeit. Man kann Kritikpunkte zum Artikel benennen, aber andererseits sollte man auch nicht den Maßstab verlieren. Wenn wir uns mit den anderen Ländern europa- und weltweit vergleichen stehen wir wirklich gut da. Das Allerwichtigste ist, dass wir die höchste Zahl an versicherungspflichtigen Arbeitnehmern haben. Dies ist Grund zur Freude! Dass es nun noch Probleme gibt (u.a. Volltime-Jobs von denen man nicht leben kann) ist Anlass, daran weiter zu arbeiten um auch diese Probleme, Schritt für Schrittzu lösen. Doch sollte man die Realität - und dazu gehört der Vergleich mit anderen Staaten - nicht aus den Augen verlieren. Ich bin dieser Meinung, obwohl ich mich sehr über die derzeitige Allparteien-Koalition und über Regierung und Parlament in der Eurokrise aufrege und heute noch nicht weiß, wen ich bei der BT-Wahl wählen soll.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 03.01.2013 13:02 Uhr

Wertlose Zahlen

Diese Arbeitslosenstatistik ist nichts weiter als eine Illusion. Ziehen Sie diejenigen "Arbeitsplätze" ab, die nur dank Aufstockung, Kurzarbeitergeld oder massiver Subventionierung der Branche existieren (also im Endeffekt öffentlich finanziert werden), zeigt sich ein ganz anderes Bild. Die Allgemeinheit zahlt, ein paar wenige kassieren, die Politik macht's möglich und freut sich über tolle Zahlen, die in Wahrheit wertlos sind. Hinzu kommt die lächerlicherweise von Rot-Grün ermöglichte, flächendeckende Ausweitung von Hungerlöhnen bei gleichzeitiger Verteuerung von Energie, Wohnraum und Lebensmittelkosten. Sowohl Friedrich Ebert als auch Ludwig Erhard würden sich schämen, wenn sie mit ansehen müssten, wie sehr ihre Verdienste von den eigenen Nachfolgern (sei es aus Dummheit, Inkompetenz oder Kalkül) zugunsten einer asozialen Politik mit Füßen getreten werden. Der Vergleich mit 1991 ist daher -obwohl stark beansprucht ist die Beschreibung immer wieder treffend- vollkommen absurd.

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Stephan Müller

"So viele prekäre Arbeitsverhältnisse, wie noch nie." Das wird seltsamer Weise nicht erwähnt in dem

Artikel. Dass die BA und Wirtschaftslobbyisten das nicht ansprechen ist verständlich. Aber die FAZ darf die Kehrseite der Medaille ruhig erwähnen. Das Problem heißt: Arm trotz Arbeit.

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Dr. Michael Menzel

1991 ? - Warum ausgerechnet das Jahr, - aber sicher waren es damals noch echte Zahlen.

Heute muß man die Angaben der "BA" mit 3 bis 5 multiplizieren um die wahre Situation auf dem "Arbeitslosenmarkt" darzustellen. Ein Arbeitsloser von 1991 würde heute als Vollbeschäftigter mit kompletter Sozialversicherung gezählt, der nur "im Augenblick" wegen einer Erkältung nicht am Arbeitsplatz erscheint.
Diese verlogenen Zahlen der BA und der Regierung sind immer wieder schwer erträglich zu hören.

Demnächst kommen die noch mit ganz anderen "Vergleichszahlen" vor 70-100 Jahren.
Wie wär's damit:
Im Jahresdurchschnitt 1934 gab es, bei einem Höchststand von 3,61 Millionen Arbeitslosen, 2,71 Mio. Erwerbslose. Im Jahr 1935 waren es noch 2,15 Mio. und 1936 erreichte man gar in der Metall- und Bauindustrie Vollbeschäftigung. Bereits 1937/38 "Arbeitskräftemangel".
Beschäftigte die Notstandsarbeiten im „Arbeitsdienst“ ableisteten bzw. Jugendliche die für geringes Einkommen in die Landwirtschaft arbeiteten, tauchten dabei nicht in der Arbeitslosenstatistik auf.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Sozial ist was Arbeit macht - noch sozialer ist, was noch mehr Arbeit macht

Das Sozialste das man in Deutschland folglich machen kann, ist die Benutzung von Mäh- und Erntemaschinen in der Landwirtschaft zu verbieten.

Das macht dann jede Menge Arbeit für alle und wir leben in einem Sozialparadies wie es die Welt noch nie gesehen hat ... außer vielleicht im 18. Jahrhundert und der Zeit davor.

So sieht es aus, wenn eine Ideologie auf den Hund gekommen ist.

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Jens Frisch
Jens Frisch (frischer) - 03.01.2013 11:43 Uhr

"Arbeit" vs. "Job"

"Im vergangenen Jahr waren in Deutschland im Schnitt nur knapp 2,9 Millionen Menschen ohne Arbeit - der beste Wert seit 20 Jahren."

Eine "Arbeit" ist nach meinem Sprachverständnis eine Beschäftigung, die ausreicht, um davon zu leben und sich soetwas wie Rücklagen bilden zu können.
Ein "Job" ist etwas, wovon man Miete, Strom, Essen und Trinken bezahlen kann und am Monatsende schauen muss, was man noch zu essen austreiben kann.

In diesem Sinn ist auch jemand, der einen "Job" hat "Arbeit"slos: Das wären dann allerdings an die 10 Millionen Menschen in Deutschland!

Ein Drittel der Hartz IV Mittel werden mittlerweile dafür benutzt, diesen Niedriglohnsektor zu subventionieren... wobei "Lohn" hört sich ja so an, als ob diese "Jobs" sich "lohn"ten... also nennen wir es beim Namen: Hungerlöhne und die Altersarmut ist vorprogrammiert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 15:44 Uhr
Martin Schneider

Schöne Definition

Tja, früher hieß die Behörde "Arbeitsamt", heute heißt sie "Job-Center" - merken Sie was!? ;-)

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