16.09.2009 · Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Folge der Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit weniger stark ausfallen, als noch vor wenigen Monaten befürchtet worden war.
Von Sven AstheimerDer Anstieg der Arbeitslosigkeit in Folge der Wirtschaftskrise wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit weniger stark ausfallen, als noch vor wenigen Monaten befürchtet worden war. Demnach wird die durchschnittliche Erwerbslosenzahl im Jahr 2010 rund 4,1 Millionen betragen. Auch in den schwierigen Wintermonaten ist nicht mehr damit zu rechnen, dass die Marke von 5 Millionen überschritten wird.
Für das laufende Jahr ist nach Berechnungen des zur Bundesagentur gehörenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ein Jahresdurchschnitt von 3,5 Millionen zu erwarten. Bislang galt ein Anstieg auf bis zu 3,7 Millionen als wahrscheinlich. Die Korrektur wird vor allem mit den verbesserten Konjunkturerwartungen begründet. Das Ende der Rezession lasse für das Gesamtjahr ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts von 5,5 Prozent realistisch erscheinen.
Steigende Arbeitslosigkeit trotz Wachstum
Für das kommende Jahr gehen die Wissenschaftler von einem leichten Wachstum um 0,5 Prozent aus. Dennoch werde die Arbeitslosigkeit zunächst weiter zunehmen, „da die Betriebe die Kosten der Unterauslastung ihrer Mitarbeiter nicht dauerhaft tragen können“. Bislang verhindert noch der Einsatz von fast 1,5 Millionen Kurzarbeitern, dass es zu Massenentlassungen kommt. Sollte sich die Auftragslage in den Firmen bessern, würden zunächst Kurzarbeit abgebaut und Arbeitszeitkonten aufgefüllt, erst danach entstünden neue Arbeitsplätze. Zuletzt war schon das Kieler Institut für Weltwirtschaft von seiner düsteren Arbeitsmarktprognose abgerückt.
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Matthias Fiedler (msalcapone)
- 16.09.2009, 14:32 Uhr
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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