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Prognose der Regierung 2011 nur noch 2,9 Millionen Arbeitslose

21.10.2010 ·  Nach Einschätzung der Bundesregierung wird die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1992 fallen. Im Jahresschnitt werde nur noch mit 2,9 Millionen Erwerblosen gerechnet. Allerdings dürfte das Wachstum etwas an Schwung verlieren.

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Die robuste Konjunkturerholung in Deutschland lässt nach Einschätzung der Bundesregierung die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1992 fallen.

Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Absinken der Arbeitslosigkeit um 190.000 auf 3,2 Millionen. Im kommenden Jahr werde die Zahl der Arbeitslosen dann im Jahresschnitt auf 2,9 Millionen sinken. Die Drei-Millionen-Marke dürfte damit deutlich unterschritten werden. „Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich vom Sorgenkind zum Musterschüler entwickelt, auch im internationalen Vergleich“, sagte Brüderle.

Zuletzt waren im Wiedervereinigungsboom so wenige Menschen ohne Job. „Wachstum und Beschäftigung gehen Hand in Hand und beflügeln sich gegenseitig“, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle.

Allerdings dürfte das Wachstum im kommenden Jahr an Schwung verlieren. Die Bundesregierung rechnet mit einem Zuwachs von 1,8 Prozent und ist damit etwas skeptischer als die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die plus zwei Prozent vorhersagen (siehe Wirtschaftsforscher rechnen mit Aufschwung). 2010 lege das Bruttoinlandsprodukt um 3,4 Prozent zu. Noch im Frühjahr hatte die Regierung lediglich plus 1,4 Prozent im laufenden und 1,6 Prozent im kommenden Jahr für möglich gehalten.

„Der Aufschwung hat nahezu alle Bereiche der Wirtschaft erfasst und nimmt an Breite zu“, sagte Brüderle. In diesem Jahr profitiert die deutsche Wirtschaft von der kräftigen Belebung des Welthandels. Gerade in Schwellenländern wie China oder Indien sei der Bedarf an Investitionsgütern groß. Inzwischen steige auch bei den Unternehmen in Deutschland die Bereitschaft, in neue Bauten oder Ausrüstungen zu investieren.

Auch der Konsum komme in Schwung. „Die Wachstumskräfte werden sich damit im Verlauf dieses und des nächsten Jahres weiter in Richtung der Binnennachfrage verlagern“, teilte das Ministerium weiter mit. Diese werde 2011 knapp drei Viertel des Wachstums ausmachen.

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Von Susanne Preuß

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01.06.2012 17:45 Uhr
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