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Prognose Asien: Weltbank rechnet mit schwächstem Wachstum seit 10 Jahren

 ·  7,2 Prozent Wachstum in Asien - das ist die Prognose der Weltbank, und es wäre der niedrigste Wert seit 2001. Die gute Nachricht: Immer weniger Menschen leben in extremer Armut.

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Auch die Weltbank verringert ihre Erwartungen für die Wachstumsraten in den Entwicklungs- und Schwellenländern Ostasiens. Verschärfte sich die Krise in Europa allerdings noch, könnten dies Asien im nächsten Jahr mehr als 2 Prozentpunkte Wachstum kosten, erklärte die Weltbank am Montag in Singapur. Zugleich warnte die Bank vor starken Kapitalzuflüssen aus dem Westen nach Asien. In Asien werden höhere Zinsen gezahlt, und das Geld scheint vielen Besitzern sicherer angelegt.

Hatte die Weltbank im Mai noch mit einer Wachstumsrate von 7,6 Prozent für die Region gerechnet, so geht sie nun von einer Abkühlung auf 7,2 Prozent nach 8,3 Prozent Wachstum im vergangenen Jahr aus. Dies wäre die langsamste Entwicklung seit 2001. Im nächsten Jahr sollten es dann - wenn die Krise nicht aus dem Ruder läuft - 7,6 Prozent sein. In ihrer Frühjahrsschätzung war die Weltbank noch von 8 Prozent Wachstum in Ostasien 2013 ausgegangen. In den vergangenen Monaten hatten auch andere Experten ihre Prognosen gesenkt.

Keine „harte Landung“ erwartet

Eine „harte Landung“ erwarteten die Volkswirte der Bank für China nicht. Dennoch lasteten die Korrektur der Preise im Häusermarkt und eine schwindende Nachfrage aus dem Westen auf der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. China werde in diesem Jahr um 7,7 Prozent wachsen, nach erwarteten 8 Prozent und einer Rate von 9,3 Prozent 2011.

Die Weltbank beobachtet Ostasien und die Pazifikregion ohne die entwickelten Länder Japan, Hongkong, Singapur, Südkorea und Taiwan. In den vergangenen beiden Jahrzehnten hat sich der Anteil dieser Region an der Weltwirtschaft von 6 auf fast 18 Prozent verdreifacht - maßgeblich dank Chinas Wachstum.

Für die Lage der Entwicklungs- und Schwellenländer Ostasiens spricht, dass sie genug Zinsspielraum besitzen, um die Wirtschaft anfeuern zu können und die Preise für Grundnahrungsmittel wie Reis derzeit nicht aus dem Ruder laufen. Dank der fortschreitenden Entwicklung nimmt der Anteil der extrem Armen, die mit weniger als 2 Dollar täglich ihr Leben fristen müssen, weiter ab: waren es 2010 noch fast 29 Prozent der Ostasiaten in den Entwicklungs- und Schwellenländern, dürfen der Anteil im nächsten Jahr noch bei 24,5 Prozent liegen.

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Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

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