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Preise Inflationsrate fällt auf 1,8 Prozent

12.04.2006 ·  Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im März langsamer gestiegen als erwartet. Im März zahlten die Verbraucher im Durchschnitt für Waren und Dienstleistungen im März 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im März langsamer gestiegen als erwartet. Nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag zahlten die Verbraucher im Durchschnitt für Waren und Dienstleistungen im März 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Eine so niedrige Inflationsrate gab es zuletzt im Sommer des vergangenen Jahres. Im Februar hatte die Teuerungsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen. Gegenüber Februar stiegen die Preise nach Angaben der Statistiker im Durchschnitt gar nicht.

Die Preisentwicklung im März bestimmten zwei gegenläufige Entwicklungen: Wie schon in den Vormonaten kosteten Energie und Tabak erheblich mehr als vor einem Jahr. Haushaltsenergie wie Strom und Gas war 13,5 Prozent teurer als vor einem Jahr, Kraftstoffe kosteten 9,4 Prozent mehr. Zusammen trug dies rechnerisch rund die Hälfte zum Preisanstieg bei. Auch Tabakwaren verteuerten sich als Folge der Erhöhung der Tabaksteuer überdurchschnittlich.

Dagegen sanken saisonbedingt die Preise für Pauschalreisen und Ferienwohnungen. Auch Obst und Gemüse waren im März billiger. Zusammen mit Preisrückgängen bei mittel- und langlebigen Gebrauchsgütern wie Schuhen, Möbeln und Fernsehgeräten reichte dies, um die Inflationsrate insgesamt zu senken. Zum Rückgang der Teuerungsrate trägt auch bei, daß die hohe Energiepreissteigerung im vergangenen Jahr nun allmählich aus der jährlichen Inflationsrate herausfällt. Dieser Effekt wird indes durch die abermalige Verteuerung von Energie aufgezehrt.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 13.04.2006, Nr. 88 / Seite 12
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