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Preise Gefühlte Inflation bei 7 Prozent

27.09.2005 ·  Die deutschen Verbraucher halten die Inflation für deutlich höher als die tatsächlich gemessene Teuerung. Während die amtlich berechnete Inflationsrate im September voraussichtlich 2,5 Prozent erreichte, schätzen die Konsumenten die Inflation auf rund 7 Prozent.

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Die deutschen Verbraucher halten die Inflation für deutlich höher als die tatsächlich gemessene Teuerung. Während die amtlich berechnete Inflationsrate im September voraussichtlich 2,5 Prozent erreichte, schätzen die Konsumenten die Inflation auf rund 7 Prozent. Das zeigt ein neuer Index, den das Statistische Bundesamt am Dienstag in Braunschweig vorstellte.

Das Amt spricht von einem "Index der wahrgenommenen Inflation" (IWI). In der Öffentlichkeit ist die Verzerrung der Inflationswahrnehmung besser unter dem Begriff "gefühlte Inflation" bekannt, der nach der Euro-Bargeldeinführung erfunden wurde.

Psychologische Fehlwahrnehmung

Der von den Statistikern zusammen mit der Schweizer Universität Freiburg entwickelte Index zeigt, daß die Verbraucher die Inflation ungefähr ein Jahr vor und nach der Einführung des Euro-Bargelds auf rund 7 Prozent schätzten und damit viermal so hoch wie die tatsächlich gemessene Teuerungsrate. Auch im bisherigen Jahresdurchschnitt 2005 liegt die gefühlte Inflation bei rund 7,4 Prozent.

Der Grund sind psychologische Effekte: Die Verbraucher nehmen Preissteigerungen eher wahr als niedrige Preise. Zudem fielen höhere Preise für häufig gekaufte Güter stärker ins Gewicht als für selten erworbene Waren, heißt es. Nach Aussage von Hans Wolfgang Brachinger von der Universität Zürich orientierten sich die Verbraucher seit der Euro-Bargeldeinführung zudem noch an dem mittleren letzten D-Mark-Preis. Dieser Einfluß nehme aber allmählich ab. Die Inflationsrate im September hatten die Statistiker vorläufig mit 2,5 Prozent berechnet. Hauptgrund für die Teuerung ist der höhere Ölpreis.

Quelle: pwe. / F.A.Z., 28.09.2005, Nr. 226 / Seite 15
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