Home
http://www.faz.net/-gqf-15tfw
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Donnerstag, 23. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Öffentliche Haushalte Staatsdefizit steigt auf 105,5 Milliarden Euro

31.03.2010 ·  Das Statistische Bundesamt bilanziert für 2009 „das bislang höchste Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte“. Der Grund: die Steuereinnahmen sanken, die Bankenrettung war teuer. Die Kosten der Kurzarbeit belasten die Sozialversicherung.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)

Die teure Bankenrettung und sinkende Steuereinnahmen haben das Staatsdefizit im Krisenjahr 2009 auf Rekordhöhe getrieben. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen einschließlich ihrer Extrahaushalte gaben 105,5 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. „Dies ist das bislang höchste Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte“, sagte eine Statistikerin. Damit wurde das bisherige Rekordminus aus dem Rezessionsjahr 2003 von 74,1 Milliarden Euro deutlich übertroffen.

2008 hatte der Fehlbetrag lediglich 5,2 Milliarden Euro betragen, 2007 hatte es sogar einen Überschuss von 11,1 Milliarden Euro gegeben. Während die Ausgaben der öffentlichen Haushalte um 6,7 Prozent auf 1126,6 Milliarden Euro stiegen, schrumpften die Einnahmen um 2,8 Prozent auf 1021,1 Milliarden Euro.

Größter Defizitsünder war der Bund: Sein Fehlbetrag machte mit 55,9 Milliarden Euro mehr als die Hälfte das Gesamtdefizits aus. Ein Grund dafür waren die hohen Kosten für die Bankenrettung. Bei den Ländern tat sich eine Finanzierungslücke von 27,8 Milliarden Euro auf, bei den Kommunen von 7,1 Milliarden Euro. Die Sozialversicherung schrieb ebenfalls tiefrote Zahlen und meldete ein Minus von 14,7 Milliarden Euro. Dafür war vor allem die Bundesagentur für Arbeit verantwortlich, die die hohen Kosten für Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit tragen musste.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Sonne am Markt

Von Holger Steltzner

Die Regierung muss Strom aus Sonne, Wind oder Biogas endlich an den Markt heranführen. Es sollte nicht länger derjenige belohnt werden, der möglichst viele teure Anlagen installiert, sondern derjenige, der Strom aus erneuerbaren Quellen günstiger als andere produziert. Mehr 7 31

23.02.2012 11:14 Uhr
  Vortag
Dax 6.851,38 +0,11%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.522,16 −0,16%
Dow Jones 12.938,70 −0,21%
EUR/USD 1,3310 +0,46%
Rohöl Brent Crude 123,68 $ +0,85%
Gold 1.752,00 $ +0,23%
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.