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Veröffentlicht: 07.05.2017, 16:16 Uhr

Neue Schätzung bis 2020 55 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen

Die robuste Wirtschaftsentwicklung macht’s möglich: Deutschland nimmt in den kommenden Jahren noch mehr Steuern ein als bislang gedacht, schätzen Fachleute. Das schlägt sich für den Bund anders als für die Länder nieder.

© dpa Der Bundesadler im Bundestag: Deutschlands Steuereinnahmen werden noch stärker zulegen, sagen Fachleute voraus.

Deutschland kann offenbar auch in den kommenden Jahren mit weiter wachsenden Steuereinnahmen rechnen. Das Bundesfinanzministerium gehe von einem Steuerplus für Bund, Länder und Gemeinden in Höhe von 55 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 aus verglichen mit der Steuerschätzung vom vergangenen November, berichtet das „Handelsblatt“ und beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Steuerschätzer arbeiten in dieser Woche ihre neue Prognose aus, die Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Donnerstag vorstellen wird.

Für dieses Jahr erwarten Schäubles Fachleute demnach, dass die Einnahmen auf 735 Milliarden Euro steigen; das wären 10,5 Milliarden Euro mehr als in der November-Schätzung vorhergesagt. Für das kommende Jahr 2018 rechne das Ministerium mit Einnahmen von 762 Milliarden Euro (plus 10,2 Milliarden), für 2019 mit 795 Milliarden Euro (plus 16 Milliarden) und für 2020 mit 825 Milliarden Euro (plus 18,3 Milliarden).

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Länder und Gemeinden würden von den steigenden Einnahmen wegen der Steuersenkungen und der höheren Bundeshilfen für die Länder im Bereich der Integrationsleistungen stärker profitieren als der Bund. Zwar könne sich Schäuble in diesem Jahr über einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag mehr freuen. Im nächsten Jahr könnten die Einnahmen für den Bund aber leicht geringer ausfallen als bisher erwartet.

Auch für die Jahre 2019 und 2020 falle das Steuerplus für den Bund nur geringfügig aus. Länder und Gemeinden hätten jeweils deutlich mehr als fünf Milliarden Euro in ihren Kassen als im November kalkuliert, haben die Schätzerkreise errechnet.

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Von Marcus Jung

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