03.12.2008 · Die deutsche Autoindustrie rast mit Vollgas in die Krise. Der Branchenverband VDA rechnet für 2009 nicht mit einer Erholung, im Gegenteil. Nur noch 2,9 Millionen Pkw dürften dann zugelassen werden - so wenig wie seit der deutschen Vereinigung nicht mehr. Jetzt droht ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen.
Die deutschen Autobauer erwarten 2009 auf dem Heimatmarkt den schwächsten Absatz seit der Wiedervereinigung. Das teilte der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Branche geht davon aus, dass es 2009 nur noch rund 2,9 Millionen Neuzulassungen geben wird. Bereits im laufenden Jahr war der Absatz wegen der Finanzmarktkrise und der allgemeinen Konjunkturschwäche eingebrochen. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte: „Die Automobilmärkte haben eine Talfahrt genommen, die in dieser Geschwindigkeit und Ausprägung noch nie vorher stattgefunden hat.“ Die Krise beschränke sich nicht auf ein Land, sondern habe alle wichtigen Märkte weltweit erfasst.
Auf den massiven Absatzeinbruch wird die Branche voraussichtlich mit weiterem Stellenabbau reagieren. „Die Krise wird auch Auswirkungen auf die Beschäftigung haben“, sagte der Wissmann. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen. Bereits im September habe die Branche im Vergleich zum August 1850 Stellen gestrichen. Insgesamt beschäftigen Hersteller und Zulieferer derzeit 761.600 Mitarbeiter. Das sind noch 13.500 mehr als vor einem Jahr. Vor allem Zeitarbeiter waren bislang gekündigt worden. „Das Ziel ist, so lange wie möglich Stammpersonal zu halten, weil wir das nach der Krise wieder brauchen“, sagte Wissmann. „Aber je länger und tiefer die Krise ist, desto größer werden die Auswirkungen.“
Im November brach der Markt um fast 18 Prozent ein
Anfang November hatte der Verband seine Absatzprognose von 3,2 Millionen Fahrzeugen kassiert und sie auf höchstens 3,1 Millionen Neuzulassungen herabgesetzt. Im Jahr 2007 war der Absatz auf knapp 3,15 Millionen Autos gesunken. Alleine im November brach der Automarkt in Deutschland um fast ein Fünftel ein. Mit 233.800 Wagen waren 17,6 Prozent weniger neu zugelassen worden als im Vorjahresmonat, wie der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mitgeteilt hatte. Zwar hatte der November in diesem Jahr einen Arbeitstag weniger als 2007, doch auch um diesen Effekt bereinigt ergab sich mit einem Minus von 10 Prozent kaum ein positiveres Bild.
„Der Markt 2008 wird das schlechteste Zulassungsergebnis nach der Wiedervereinigung erzielen“, sagte VDIK-Präsident Volker Lange. Wegen der anhaltenden Kaufzurückhaltung der Kunden und der Unklarheit über die neue Kfz-Steuer hatte auch der VDIK seine Prognose für das laufende Jahr zurückgenommen und rechnet nun nicht mehr damit, dass bis Jahresende 3,2 Millionen Fahrzeuge verkauft werden.
Das Gejammer wird noch groß werden,
Stefan Sieber (schoener-laufen)
- 03.12.2008, 12:56 Uhr
Enteignung durch die sg Umverteilung beenden!
Stefan Moll (molls)
- 03.12.2008, 13:08 Uhr
Unsinn
Alexander Hemp (Widerstaendler)
- 03.12.2008, 16:55 Uhr
Einbruch im November 2008 - wo nicht?
Shora Fix (shorafix)
- 03.12.2008, 18:22 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,09 | −0,87% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2457 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 12.580,70 $ | −1,37% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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