04.08.2005 · Die Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen hat sich im Juli zum zweiten Mal nacheinander verbessert. Das Kfw-Ifo-Mittelstandsbarometer zeigt den stärksten Anstieg der Erwartungen seit 40 Monaten.
Die Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft hat sich im Juli zum zweiten Mal nacheinander verbessert, wobei der Zuwachs diesmal deutlich ausgeprägter war als im Monat zuvor. Die Rückgänge aus dem Frühjahr wurden damit weitgehend ausgeglichen.
Dies ist das wichtigste Ergebnis des Mittelstandsbarometers, das im Auftrag der F.A.Z. von der KfW-Bankengruppe und dem Ifo-Institut ermittelt wird. Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen stieg im Vormonatsvergleich um 3,3 Zähler und notierte mit 0,1 Saldenpunkten im Juli praktisch auf dem langfristigen Durchschnitt, welcher konzeptionell der Nullinie entspricht.
Maßgeblichen Anteil an der Klimaaufhellung hatten die Erwartungen, die sich um 5 Zähler verbesserten. Dies ist mehr als das Zweieinhalbfache der durchschnittlichen Monatsschwankung und zugleich der höchste Erwartungszuwachs seit 40 Monaten. Erstmals seit Februar waren die Optimisten angesichts eines positiven Saldenstandes von 0,3 Punkten wieder knapp in der Mehrzahl. Zudem hellten sich die Urteile zur aktuellen Geschäftslage zum dritten Male nacheinander auf (plus 1,5 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 0,7 Saldenpunkte). Das vorübergehend geschwundene Zukunftsvertrauen im Mittelstand beginnt zurückzukehren.
Die binnenwirtschaftliche Schwäche ist zu einem großen Teil eine Schwäche des privaten Konsums. Leidtragender dieser Entwicklung auf Unternehmensseite ist vor allem der Einzelhandel. Das Geschäftsklima des mittelständischen Einzelhandels ist seit dem Hoch im Februar 2000 (plus 15,3 Saldenpunkte) regelrecht eingebrochen und erreichte im Januar 2003 (minus 30,5 Saldenpunkte) sein absolutes Tief. Seit zwei Jahren pendelt der Klimaindikator nun um die Marke von rund 7 Saldenpunkten. Dieser Wert ist im langfristigen Vergleich unterdurchschnittlich und folglich ein klares Indiz dafür, daß die wirtschaftliche Lage des Einzelhandels weiterhin sehr angespannt ist. Er zeigt aber auch, daß das Gröbste inzwischen überstanden sein dürfte.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.382,09 | −0,87% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2457 | −0,25% |
| Rohöl Brent Crude | 12.580,70 $ | −1,37% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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