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Mittelstandsbarometer Beschäftigungserwartung auf Rekordhoch

15.12.2006 ·  Die beinahe euphorische Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen dauert an. Im November stieg der KfW-Ifo-Geschäftsklimaindex der mittelständischen Unternehmen 1,6 Punkte gegenüber Oktober.

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Die beinahe euphorische Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen dauert an. Im November stieg der KfW-Ifo-Geschäftsklimaindex der mittelständischen Unternehmen 1,6 Punkte gegenüber Oktober und liegt nun 23,5 Punkte über dem langjährigen Mittel. Damit wurden selbst die Spitzenwerte aus dem Sommer übertroffen. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich deutlich um 2,6 Punkte. Der Pessimismus angesichts nahender fiskalischer Belastungen relativierte sich damit wieder etwas. Die aktuell gute Geschäftslage beurteilten die befragten Unternehmen ebenfalls besser, wenn auch nur leicht. Die Situation des Mittelstandes im Verhältnis zu den großen Unternehmen veränderte sich nicht.

Die positive Entwicklung des Geschäftsklimas im Mittelstand gründete im November vor allem im Großhandel und im Verarbeitenden Gewerbe. In diesen Wirtschaftszweigen legte das Klima um 5,1 beziehungsweise 2,1 Punkte zu. Leichte Eintrübungen gab es im Bauhauptgewerbe und im Einzelhandel. Doch liegen die Rückgänge innerhalb der üblichen Monatsschwankungen. Die Klimaverbesserung erfaßte auch die Unternehmen in Ostdeutschland. Dort stieg das Geschäftsklima mit 3,7 Punkten sogar stärker als im Westen (plus 1,3 Punkte).

Die Absatzpreiserwartungen der Unternehmen stiegen leicht um 0,7 Punkte, die Beschäftigungserwartungen um 1,7 auf 16,6 Punkte. Sie erreichten den Höchstwert seit Erhebung der Reihe im Jahr 1997. Diese Entwicklung paßt zu den guten Arbeitsmarktzahlen und zieht sich durch alle Wirtschaftsbereiche. Sogar im Bauhauptgewerbe, wo die Beschäftigungserwartungen im langfristigen Mittel gut 12 Punkte unter dem Mittelwert der anderen Sektoren liegen, verbesserten sich die Einschätzungen der Arbeitsmarktlage im Frühjahr - und zwar kräftiger als in anderen Zweigen der gewerblichen mittelständischen Wirtschaft. Der witterungsbedingte Nachholeffekt im zweiten Quartal sowie Vorzieheffekte wegen der Abschaffung der Eigenheimzulage spielten hier wahrscheinlich eine Rolle. Nach einer teilweisen Korrektur dieser Entwicklung im Sommer liegen die Beschäftigungsaussichten im Baugewerbe nun etwa auf dem Niveau des Einzelhandels.

Quelle: F.A.Z., 16.12.2006, Nr. 293 / Seite 12
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