Die deutschen Exporte sind im September wegen der schwachen Nachfrage aus der Euro-Zone so stark gesunken wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Sie fielen um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 91,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. „Das ist der erste Rückgang im Jahresvergleich seit Januar 2010 und zugleich der stärkste seit November 2009“, sagte ein Statistiker der Nachrichtenagentur Reuters. Verglichen mit dem Vormonat fielen die Ausfuhren um 2,5 Prozent.
Einen größeren Rückgang hatte es zuletzt im Dezember 2011 gegeben. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet. Grund für die Einbußen ist die stark sinkende Nachfrage aus der krisengeplagten Euro-Zone. Die Exporte dorthin brachen um 9,1 Prozent im Vergleich zum September 2011 ein, die in die EU-Länder um 7,0 Prozent. Dagegen wuchsen die Ausfuhren in Drittländer - zu denen beispielsweise die Vereinigten Staaten und große Schwellenländer wie China gehören - um 1,8 Prozent.
Auch in den kommenden Monaten müssen sich die Unternehmen auf ein schwieriges Geschäft einstellen. Die Auslandsaufträge der Industrie fielen im September um 4,5 Prozent. Dabei ging die Nachfrage aus der Euro-Zone mit 9,6 Prozent mehr als doppelt so stark zurück. In den ersten neun Monaten erhöhten sich die Exporte um 4,1 Prozent auf 825,9 Milliarden Euro. Der Außenhandelsverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit einem Wachstum von etwa vier Prozent.
Damit würde die 2011 erstmals erreichte Billionen-Grenze beim Umsatz abermals übertroffen. Die deutschen Importe fielen im September im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent. Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 0,1 Prozent erwartet. Die Einfuhren summierten sich auf 74,9 Milliarden Euro, was einem Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum September 2011 entspricht. Die Handelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - wies einen saison- und kalenderbereinigten Überschuss von 17,0 Milliarden Euro aus.
Übermorgen wird dann wieder das Gegenteil geschrieben
Roswitha Wels (Cinquecentos)
- 10.11.2012, 23:34 Uhr
Ja, was denn nun?
Christian Wrobel (luke123)
- 08.11.2012, 15:13 Uhr
Es wird nicht so lustig wie es klingen mag
Bernd Winkler (Langsamdenker)
- 08.11.2012, 12:17 Uhr
Also wenn ich es als wirtschaftswissenschaftliche Niete recht verstehe,
betrifft das die
Michael Scheffler (Striesner)
- 08.11.2012, 11:24 Uhr
Ganz schlimm, es wird noch schlimmer und dann wird es schlimerererer
Miklas Ross (miklasross)
- 08.11.2012, 11:09 Uhr
