Home
http://www.faz.net/-gqf-747u9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Minus von 3,4 Prozent Exporte sinken so stark wie zuletzt 2009

Wegen der schwachen Nachfrage aus der Euro-Zone sinken die deutschen Exporte im September so stark wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Auch in Zukunft müssen sich die Unternehmen auf ein schwieriges Geschäft einstellen.

© REUTERS Vergrößern „Das ist der erste Rückgang im Jahresvergleich seit Januar 2010 und zugleich der stärkste seit November 2009“

Die deutschen Exporte sind im September wegen der schwachen Nachfrage aus der Euro-Zone so stark gesunken wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Sie fielen um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 91,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. „Das ist der erste Rückgang im Jahresvergleich seit Januar 2010 und zugleich der stärkste seit November 2009“, sagte ein Statistiker der Nachrichtenagentur Reuters. Verglichen mit dem Vormonat fielen die Ausfuhren um 2,5 Prozent.

Einen größeren Rückgang hatte es zuletzt im Dezember 2011 gegeben. Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet. Grund für die Einbußen ist die stark sinkende Nachfrage aus der krisengeplagten Euro-Zone. Die Exporte dorthin brachen um 9,1 Prozent im Vergleich zum September 2011 ein, die in die EU-Länder um 7,0 Prozent. Dagegen wuchsen die Ausfuhren in Drittländer - zu denen beispielsweise die Vereinigten Staaten und große Schwellenländer wie China gehören - um 1,8 Prozent.

Mehr zum Thema

Auch in den kommenden Monaten müssen sich die Unternehmen auf ein schwieriges Geschäft einstellen. Die Auslandsaufträge der Industrie fielen im September um 4,5 Prozent. Dabei ging die Nachfrage aus der Euro-Zone mit 9,6 Prozent mehr als doppelt so stark zurück. In den ersten neun Monaten erhöhten sich die Exporte um 4,1 Prozent auf 825,9 Milliarden Euro. Der Außenhandelsverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit einem Wachstum von etwa vier Prozent.

Damit würde die 2011 erstmals erreichte Billionen-Grenze beim Umsatz abermals übertroffen. Die deutschen Importe fielen im September im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent. Ökonomen hatten lediglich ein Minus von 0,1 Prozent erwartet. Die Einfuhren summierten sich auf 74,9 Milliarden Euro, was einem Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum September 2011 entspricht. Die Handelsbilanz - die Differenz zwischen Exporten und Importen - wies einen saison- und kalenderbereinigten Überschuss von 17,0 Milliarden Euro aus.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nach Sanktionen Exporte nach Russland brechen ein

Die Ausfuhren nach Russland sind im Juni um 20 Prozent zurückgegangen. Die schärferen Sanktionen seit Ende Juli sind darin noch nicht einmal mit eingepreist. Manche Branchen trifft es besonders hart.  Mehr

20.08.2014, 14:41 Uhr | Wirtschaft
Konjunktur im Euroraum EZB unter Druck - hohes Wachstum in Spanien

Schwache Konjunkturdaten aus Italien, Frankreich, Belgien und Finnland, hohes Wirtschaftswachstum in Spanien: Die Erwartung an die Europäische Zentralbank wächst. Mehr

28.08.2014, 13:38 Uhr | Wirtschaft
Deutschland Arbeitslosigkeit steigt

Die Zahl der Arbeitslosen ist im August stärker gestiegen als üblich. Die Bundesagentur für Arbeit hat dafür aber eine Erklärung. Mehr

28.08.2014, 10:27 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 08.11.2012, 09:29 Uhr

Heißer Herbst

Von Kerstin Schwenn, Berlin

Erst kommen die Piloten, nächste Wochen könnten die Lokführer folgen: Die Politik muss sich um die Streiks der Spartengewerkschaften kümmern. Nur wie? Mehr 4 3

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Leiharbeiter-Hochburg Bremen

Der Anteil der Leiharbeiter ist in keinem deutschen Bundesland so groß wie in Bremen. Aber auch dort beträgt er nur etwas mehr als fünf Prozent. Mehr 3