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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Maßzahlen für Lebensqualität Was ist für unseren Wohlstand entscheidend?

 ·  Das Bruttoinlandsprodukt hat in den Augen vieler Menschen keine überragende Bedeutung mehr. Aber an welcher anderen Maßzahl kann sich die Politik orientieren?

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Frank Andreas Kaspers-Essel

@ Achim Schröder (ASFN)

Sie sprechen das BIP in dem Kontext an, dass es neuen Bundesländern ca 22 T€ und damit niedriger als in den Altbundesländern liegt. Der Ansatz ist richtig, nur die Schlussfolgerung falsch. Wertfrei rede ich von innen und außen, denn es gilt ebenso für asiatische Produktionen.
Wenn... AUSSEN auf 400 € Basis die komplette Produktion erbringen würde und INNEN nur noch den Aufkleber Made in Germany befestigen würde, aber dann das Produkt für das 100fache (weiter)verkaufen würde, dann läge das BIP für AUSSEN bei 400 und das BIP für INNEN bei 39.600 (BIP INNEN abzgl BIP AUSSEN) = WERTSCHÖPFUNG INNEN.
In der alternativen Berechn.methode greift das geringere Realeinkommen damit auch noch tautologisch.

Ihre These einer gesamtdeutschen Senkung des BIP erklärt sich mir nicht. Würde doch die Konsumausgabe im Geberland reduziert aber dafür in gleicher Höhe als Konsumausgabe im Nehmerland greifen. Als Anreizsystem dient es aber nicht.

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burned schmidt
burned schmidt (burned7) - 06.02.2013 12:41 Uhr

hihihi

ja ich bin auch der meinung, dass sich der staat um die "ungleichheit von einkommen und vermögen kümmern sollte" - mehr für die fleissigen, weniger für die faulen.

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alois schneider
alois schneider (formal) - 04.02.2013 15:25 Uhr

arm aber sexy

soll es also demnächst für ganz Deutschland heißen, um den massiven Wohlstandsverlust zu überdecken, der durch die Verköstigung ganzer Staatsvölker im In- und Ausland eingetreten ist und sich immer mehr beschleunigt und sich nur noch mühsam durch eine explodierende Schuldenlast kaschieren läßt.

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Gerhard Kohlhepp

Stickstoffüberschuss

Neben dem Überschuss an Stickstoff (immerhin besorgniserregende 78 % in der Atmosphäre!) stört mich auch die viel zu hohe Schwerkraft. Die Politik sollte sich dringend um dieses Problem kümmern.

PS: „Abbau des Stickstoffüberschusses“ kann sich eventuell auf die Überdüngung in der Landwirtschaft beziehen, aber es war wohl eine Scherzfrage.

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Dr. Nils Pleier

Zufriedenheit/Lebensglück anstelle BIP

Es fällt auf, dass die Enquete Kommission nur sachliche und damit "verkopfte" Gründe berücksichtigt hat. Ist es noch zeitgemäß den Wohlstand einer Gesellschaft über das BIP oder auch ein "BIP plus" zu definieren? Länder wie Bhutan, das "Glück" als Staatsziel festgeschrieben hat, regen zum Nachdenken an. Wissenschaftler wie Prof. Ruckriegel (Nürnberg) zeigen neue Wege auf - schade, dass solche Vordenker nicht in der Enquete Kommission Gehör gefunden haben - unserem Land täte mehr Offenheit für neues Denken und neue Ansätze der Wohlstandsmessung gut!

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Edda Kuhlmann

Desinformiert, manipuliert und indoktriniert

Fragen Sie mal 10 Leute auf der Strasse was genau unter dem "BIP" zu verstehen ist und Sie werden 11 verschiedene Antworten bekommen, von denen max. zwei richtig sein duerften. Fragen Sie ausserdem noch nach wirtschaftlichen Zusammenhaengen und "erfreuen" Sie sich dann an der Qualitaet deutscher Schulbildung die sich Ihnen daraufhin offenbaren wird. Wenn ich nicht so genau weiss, was ein BIP ist, dann ist das fuer mich logischerweise nicht wichtig, schon gar nicht, wenn ich bestenfalls rudimentaere Ahnung davon habe, wie eine Volkswirtschaft tatsaechlich funktioniert (nicht funktionieren soll).

Wenn ich dagegen aber einer staendigen Berieselung dahingehend ausgesetzt bin, das der Weltuntergang durch Treibhausgase stattfinden wird und dann gefragt werde, ob dieses fuer mich wichtig ist, dann duerfte es kaum verwunden, dass ueber 50% dieses bejahen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.02.2013 12:51 Uhr
burned schmidt
burned schmidt (burned7) - 06.02.2013 12:51 Uhr

chapeau

ganz ihrer meinung. allerdings gilt auch heute noch "panem et circensis" ... das smartphone regiert und dass ein gutteil der "informationen" als unterhaltung dargebracht werden ist der tieferen reflektion eher abträglich.
ich persönlich glaube im hinblick auf klimakatastrophe und co2 kein einziges wort. ich finde es aber taktisch ganz ok, jederman von diesem blödsinn zu überzeugen ... schliesslich soll doch die ganze welt die AAA+-kühlschränke und motorsägen mit kat made in germany kaufen. man braucht humor für diese welt.

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Alexander Esslinger

Stickstoffüberschuss

Die Reduktion des "Stickstoffüberschusses" ist genauso wichtig wie die Reduktion der Treibhausgase. Die vielen Antworten für das erfundene Umweltproblem zeigen leider die allgemeine Unkenntnis grundlegender natruwissenschaftlicher Zusammenhänge. Und auch die Redaktion der FAS hat die Fangfrage nicht erkannt.

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Peter Hinz
Peter Hinz (redouble) - 03.02.2013 13:46 Uhr

Der richtige Zeitpunkt

Da die Bruttoinlandsprodukte kaum noch Wachstum ausweisen werden - der Trend hat bereits eingesetzt - wird eben eine neue Maßzahl erfunden. Da kann man dann kaum nachvollziehbaren Pseudo-Wohlstand ausweisen. Der Manipulation des Armutsberichts sollen nur weitere Manipulationsmöglichkeiten folgen. Das ist klar erkennbar.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 22:42 Uhr
Oliver ten Hoevel

Auch mein erster Gedanke

Ich gebe Ihnen vollkommen recht: dann kann das Partei(en)komissariat Wohlstand einfach anordnen. Ich finde 10 Faktoren sind viel zuwenig, bei 30 wird es gänzlich unmöglich etwaige Justierungen nach zu vollziehen :-)

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gerhard hruby

Stickstoffüberschuss

Was ist Stickstoffüberschuß ???

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 03.02.2013 11:08 Uhr

Wohlstand im engeren Sinne setzt voraus, dass die Steuer- und Bürokratielast drastisch, min. Faktor

3 bzw. 10 gesenkt wird. Denn genau durch dieses ständige Wegstehlen und die ständigen Frondienste wird der Wohlstand am meisten gemindert.
Bei der Frage nach der Lebensqualität - eine ganz andere Frage - spielt dies auch wieder mit rein, ich für meinen Teil z.B. will nicht ständig gegängelt werden, mich nicht ständig mit neuem Irrsinn, neue Klientelgesetzen etc., befassen müssen, dafür ist mir meine Lebenszeit eigentlich zu schade. Die Befehlsflut ist unmenschlich, da kein Mensch dies real verarbeiten kann.
Von den gemeinschaftlich organisierten Dingen erwarte ich eigentlich nur genau, dass diese professionell und mit stetig steigender Effizienz abgewickelt werden, z.B. Straßenbau etc.
Ansonsten liegt es im Kern in der Hand eines/r jeden Einzelnen, das jeweils Gute und Richtige zu tun. Es sollte aber nie so sein, dass Einzelne (Gruppen) einem hier etwas aufoktroyieren, schon gar auf einer zu konkreten Ebene.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.02.2013 14:35 Uhr
burned schmidt
burned schmidt (burned7) - 06.02.2013 14:35 Uhr

ganz ihrer meinung

das problem ist jedoch, dass in deutschland gerade eine derart "staatstragende" meinung herrscht und die "gerechte umverteilung" stets neue freunde findet. ich für meinen teil habe nichts gegen einen höheren steuersatz an der obersten spitze einzuwenden, was mich jedoch zum wahnsinn treibt, ist die tatsache, dass man mit einkommen unter 50-60.000 euro brutto p.a. faktisch kein vermögen mehr aufbauen kann. insofern werden auch viele leute, die ihr eigenes auskommen erwirtschaften irgendwann am staatstropf hängen. ich pers. bin nicht der meinung, dass geld und blanker besitz glücklich macht - allerdings sollte der bürger sich den finanz. freiraum für seinen lebensplan autark erarbeiten können, ohne dass der staat seine eigene bedürftigkeit priorisiert.

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Michael Arndt

"Das Bruttoinlandsprodukt hat in den Augen vieler Menschen

keine überragende Bedeutung mehr."
Mit Verlaub, das ist Blödsinn.
Das BIP ist eine abstrakte Sache, aber sinkender Lebensstandard ist praktisch erlebbar. Die Leute leisten sich weniger Reisen, kaufen kleinere Autos, können den Strom nicht mehr bezahlen, verarmen im Alter (und vorher) und sterben aufgrund schlechterer medizinischer Versorgung früher.
Das alles betrifft unsere Politiker natürlich nicht udn deshalb können sie im Elfenbeinturm über sinnlose andere Parameter schwafeln.
Letztlich hat das Ganze nur den Zweck, Verzicht als Glück zu verkaufen.
Buddha lässt grüßen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 11:20 Uhr
Reinhold Lakotta

Lebensstandard...

Es kommt darauf an, was man unter Lebensstandard versteht. Auf diese lemminghaften Reisen sollte schon aus Umweltschutzgründen verzichtet werden, die Leute sterben nicht früher, sondern werden immer älter und der Strom ist nur aus politischen Gründen teuer.
Es soll Leute geben, die sind trotz materiellem Reichtum unglücklich oder gerade deswegen.

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Herr Müller

Dass unser 'Wohl' an erster Stelle steht, vor der Geldgier!

Für mich sind entscheidende Faktoren für den Wohlstand einer Gesellschaft, dass grundsätzliche Dinge bezahlbar bleiben. Wir haben die höchsten Steuerabgaben, können aber noch nicht mal für eine bezahlbare Infrastruktur sorgen. In ländlichen Gebieten müssen die Leute sogar für Straßenbau und Beleuchtung aufkommen?! Wenn unser aller Wohl an erster Stelle steht und Strom, Wasser, Heizung/Benzin und das Gesundheitsystem mit Hilfe des Staates bezahlbar bleiben, auch für den kleinen Mann; und ohne Qualitativ Abstriche zu machen, dann ist das für mich ein Zeichen für Wohlstand, da er alle Gesellschaftsschichten erreicht. Einen Rechtsstaat zu haben, in dem die Administration schnell und unkompliziert läuft und alles so rechtens geregelt ist, dass die in Anspruchnahme eines Juristen die absolute Ausnahme ist trägt meiner Meinung nach ebenfalls zum Wohlstand und zur Lebensqualität des ganzen Volkes bei.

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Gert Flegelskamp

Manipulative Umfragen

Ich halte Umfragen jeglicher Art für manipulativ, weil man durch die Art der Fragestellung ein gewünschtes Ergebnis erhalten kann.
Nehmen wir als Beispiel die FAZ-Umfrage in diesem Artikel:
Erhalt von Demokratie und Freiheit? Sind wir nicht längst in einem Stadium, der beide Begriffe ad absurdum führt?
Arbeit für möglichst viele? Welche Form der Arbeit? Niedriglohn? Ein Euro Job? Bürgerarbeit? Arbeit ist nicht das Kriterium, sondern vernünftig bezahlte Arbeit.
Mehr Schüler mit hohem Schulabschluss? Wer kann schon beurteilen, ob das was bringt. Welche Leute mit gutem Schulabschluss wollen im Anschluss niedere Arbeit verrichten?
Staatsverschuldung? Was denn nun, mehr oder weniger? Wie viele Leute wissen wohl, dass Verschuldung das Grundprinzip des Kapitalismus ist, denn ohne Verschuldung „arbeitet“ Geld nicht.

Ungleichheit von Einkommen und Vermögen? Was denn nun, mehr oder weniger Ungleichheit?
Zu mehr reicht leider der Platz nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.02.2013 10:22 Uhr
Andreas Neubert

@Gert Flegelskamp

"Staatsverschuldung? Was denn nun, mehr oder weniger? Wie viele Leute wissen wohl, dass Verschuldung das Grundprinzip des Kapitalismus ist, denn ohne Verschuldung „arbeitet“ Geld nicht."

Zudem sind hohe Staatsverschuldung und explodierender Reichtum einiger weniger die Kehrseite der gleichen Medaille. Jedem Euro Staatsverschuldung steht ein Euro Gläubigerforderung gegenüber, jedem Euro Staatsverschuldung auch ein Euro weniger Steuerforderung. Am deutlichsten und extremsten zu beobachten in den USA. Private Riesenvermögen und exorbitante Staatsverschuldung explodierten und explodieren dort parallel.

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Horst Ziegler

BIP oder was?

Das BIP als Kennzahl für Armut oder Reichtum einer Volkswirtschaft hat seine Bedeutung, wenn es um den Nationenvergleich geht.

Der Wohlstand sollte nach einem modernisierten Warenkorb getestet werden, in dem sowohl quantitative wie auch qualitative Größen einbezogen werden.

Maßstäbe wie das Vermögen oder die Menge des Barkapitals könnten hilfsweise herangezogen werden, um die strukturelle Ungleichheit zu testen.

Eine einfache Lösung gibt es nicht, wenn man den relativ Reichen wie den relativ Armen gerecht werden will.

Eines ist auch klar: Die besonders Reichen (1% der Bevölkerung) möchten auf keinen Fall in irgendwelchen Statistiken auftauchen; sie fürchten die Wutbürger.

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Peter Gorski

Wohlstand hiesse für mich, mir so wenig Sorgen wie möglich machen zu müssen!

Ausser den persönlichen Umständen, Beziehung und Gesundheit, betrifft dies auch äussere Umstände.
!. persönliche Freiheit
2. Vertrauen in die demokratisch gewählten Volksvertreter
3. faire Vorausetzungen meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können
4. Der Blick in die Zukunft für unsere Kinder
5. der Blick auf die Mitmenschen, auf die Nachbarn (Empathie)

Ich bin mir immer weniger sicher, ob es *Jammern auf hohem Niveau* bedeutet,
sich derzeit nicht besonders *wohlständig* zu fühlen!

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Dieter Spethmann
Dieter Spethmann (dspeth) - 03.02.2013 07:17 Uhr

Gut, dass das BIP seine fundamentale Rolle behält

Denn es ist Maßstab für die Kaufkraft des Bürgers und deren internationalen Vergleich. Wie sonst will er sich in dieser dem Einzelnen immer feindlicher und unwirtlicher werdenden Welt zurechtfinden? Jetzt kommen die ersten statistischen Daten für 2012. Im BIP nominal liegt der deutsche Bürger bei der Weltbank nur noch an Nummer 20 mit $ 42.625. Vor uns liegen in Europa Frankreich, Belgien, Irland, Finnland, Niederlande, Österreich, Dänemark, Schweden, Schweiz, Norwegen ($ 99.665) und Luxemburg($ 106.958). Trotzdem wird Deutschland ausgeplündert. „In Gläubigerländern wie Deutschland bringt die Niedrigzinspolitik der EZB die Sparer schleichend um ihr Vermögen, weil die Inflation höher ist als der Sparzins. Somit werden die Steuerzahler hierzulande zweimal zur Kasse gebeten: Erstens müssen sie für die teure Rettungspolitik zahlen. Zweitens raubt diese ihnen zusätzlich noch ihr Erspartes.“ (Thilo Bode in FAZ).

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 11:42 Uhr
Frank Andreas Kaspers-Essel

Ein Beispiel

Sie sprechen das BIP in dem Kontext an, dass es neuen Bundesländern ca 22 T€ und damit niedriger als in den Altbundesländern liegt. Der Ansatz ist richtig, nur die Schlussfolgerung falsch. Wertfrei rede ich von innen und außen, denn es gilt ebenso für asiatische Produktionen. Wenn... AUSSEN auf 400 € Basis die komplette Produktion erbringen würde und INNEN nur noch den Aufkleber Made in Germany befestigen würde, aber dann das Produkt für das 100fache (weiter)verkaufen würde, dann läge das BIP für AUSSEN bei 400 und das BIP für INNEN bei 39.600 (BIP INNEN abzgl BIP AUSSEN) = WERTSCHÖPFUNG INNEN. In der alternativen Berechn.methode greift das geringere Realeinkommen damit auch noch tautologisch. Ihre These einer gesamtdeutschen Senkung des BIP erklärt sich mir nicht. Würde doch die Konsumausgabe im Geberland reduziert aber dafür in gleicher Höhe als Konsumausgabe im Nehmerland greifen. Als Anreizsystem dient es aber nicht.

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Achim Schröder
Achim Schröder (asfn) - 03.02.2013 12:20 Uhr

Wenn man das BIP nach Bundesländern anschaut,

ist zu erkennen, dass der Länderfinanzausgleich in seiner derzeitigen Gestaltung das Gesamt-BIP offensichtlich senkt, da es ist nicht als Anreizsystem für höheres BIP (= weniger Transfer) gestaltet wurde.
Der absolute deutsche BIP-Killer war und ist aber die Wiedervereinigung, da alle neuen Bundesländer einen BIP von nur zwischen 21.000 und 23.000 erreichen.
Der nächste deutsche Super-BIP-Killer ist schon am Horizont zu erkennen. Es sind die Transfers im Rahmen des fürchterlich miserabel aufgestellten Projektes "EURO".

Die Deutschen werden weiter mehr als viel arbeiten müssen, bei weiter sinkender Kaufkraft. "Working poor" ist sehr nah in Deutschland.

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Reinhold Lakotta

Ber BIP-Stern...

"Wie sonst will er sich in dieser dem Einzelnen immer feindlicher und unwirtlicher werdenden Welt zurechtfinden?"

Wohl wahr. Der BIP leuchtet wie der Stern den heiligen drei Königen und zeigt den Menschen den Weg. Ohne den BIP würde alle Menschen orientierungslos umher irren.

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Herbert Ferstl

"Auch (Un)Gleichheit wird als wichtig angesehen..."

Das verstehe nun, wer will. Wüchse mein persönlicher Wohlstand - ja gar meine seelische Zufriedenheit - wenn angebliche Ungleichheit beseitigt würde? Hätte mein Nachbar kein größeres Haus, schöneres Auto, etc. als ich, dann ginge es mir besser? Einerseits neidet man den Wohlstand anderer, andererseits ist man nicht bereit, die 50-Stunden-Woche des selbständigen und somit Risiko eingehenden Nachbarn für sich in Anspruch zu nehmen.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.02.2013 05:47 Uhr
Herbert Ferstl

@ Andreas Neubert

Ich lebe seit meiner Trennung im Jahr 2007 von weniger als EUR 600,00 im Monat. Ist das Beweis genug um zum Thema Niedriglohn mitreden zu dürfen? Oder was bedeuten sonst solche subtilen Unterstellungen?

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Andreas Neubert

@Herbert Ferstl

"Mmmmh...was ist 'Niedriglohn?'"

Leben Sie mal ein Jahr davon - dann wissen Sie's.

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Herbert Ferstl

Die Flicks, Quandts, Thyssens, Krupps, usw. dieser Welt...

...hat es immer gegeben und wird es immer geben. Und somit Ungleichheit. Die Möglichkeit zur politischen Einflussnahme der Bürger war noch nie so groß wie heute. Aber: Stell Dir vor, es sind Wahlen und kaum einer geht mehr hin.

Das Thema Ungleichheit wird von der Politik je nach Partei opportun behandelt. Millionen arbeitender Menschen empfinden es als zutiefst Ungerecht mit ihrem Lohn zur aktuellen Ungleichheit beizutragen: Der Faule erhält fürs Nixtun nämlich den gleichen Gegenwert. Das ist kein H-4-Bashing, das entspricht der realen Lebenserfahrung.

Die Chancengleichheit bei Bildung wird nicht vom Staat untergraben, außer man macht ihn dafür verantwortlich, dass jede zweite Ehe geschieden wird. Überforderte Alleinerziehende schieben ihre Kinder ab. Mangelnde Integrationsbereitschaft bei Migranten, die teilweise selbst nach Jahrzehnten kaum der deutschen Sprache mächtig sind, usw.. Das alles (und noch viel mehr) soll der Staat richten? Wo bleibt da die Selbstverantwortung?

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Herbert Ferstl

Mmmmh...

...was ist "Niedriglohn"? Hatten unsere Eltern nach dem letzten Krieg sehr viel mehr Lohn? Oder war es deren Fähigkeit und Willenskraft trotz dieses niederen Lohns zu arbeiten UND zu sparen? Oder blieb ihnen gar keine Wahl, da die zur Alternative stehende soziale Absicherung schlecht war?

Heute kommt eine 4-köpfige arbeitslose Familie inkl. Miete auf € 2.000,- netto. Darüber hinaus gibt es noch eine Gratis-Krankenversicherung (mind. € 500,-). Das müssen viele andere mit ihrer Arbeitskraft hereinarbeiten. Beruflich bedingt habe ich Kontakt zu Menschen, die sich über die im Artikel genannte (Un)Gleichheit beschweren. Arbeiten ist den meisten ein Fremdwort. Hart arbeiten, nach Feierabend und auch regelmäßig an Samstagen arbeiten, kommt erst gar nicht in Frage. Sparen? Absolutes Fremdwort. Rauchen? Gut und viel. Alkohol? Gerne - außer Muslime. Die Mehrheit der Un(Gleichen) hält sich zudem Haustiere; hat Videospiele, fährt in Urlaub, hat ein Auto, usw..

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Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 03.02.2013 10:57 Uhr

@ H. Ferstl

zunehmende Ungleichheit belastet den sozialen Zusammenhalt innnerhalb einer Gesellschaft. Belastet die Sozialsysteme, fördert extremistische Tendenzen und gefährdet schlussendlich die gesamte Gesellschaft und spätestens dann auch Ihre "seelische Zufriedenheit". Das scheint die Mehrheit der Bürger erkannt zu haben.

Dass Menschen friedlich zusammenleben fußt auf einigen wenigen, recht fragilen, Regeln und Grundsätzen. In einer Leistungsgesellschaft wie der unseren u.a. auf dem Prinzip der Chancengleichheit und der Leistungsgerechtigkeit (vereinfacht = gleicher Lohn bei gleicher Leistung).

Wenn die Leute feststellen, dass obwohl sie sich abrackern, sie auf keinen grünen Zweig kommen, während andere prima von leistungslosem Einkommen leben, das auch noch steuerlich bevorteilt wird (wieder fehlende Gleichheit), wenn die Menschen dann noch feststellen, dass die breite Masse in einer Demokratie weniger Einfluss hat als wenige Lobbyisten, dann ist es an der Zeit das Thema ernstzunehmen.

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Philipp Rüter

Es gibt eben zwei Wege...

...Ungleichheit zu beseitigen.
Wenn es darum geht, die Leute, die im Überschuss leben zu enteignen, ist das natürlich vor allem Neid und nicht unbedingt hilfreich.
Andererseits kann es eben auch nicht sein, dass manche Leute trotz 40 Stunden Woche immer noch nicht (viel) mehr haben als vom Arbeitslosengeld. Da muss sich definitiv was ändern.

Das Problem ist eben die Verflechtung dieser Gebiete. Die Leute, die sehr viel verdienen und diejenigen, die ihre Mitarbeiter zum Niedriglohn arbeiten lassen haben ja eine gewisse Schnittmenge...

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Karl Hammer

Nichts?

Konnte man das auch als besonders wichtig ankreuzen?
Mein Verdacht ist, die Politik sucht nur nach einem neuen Weg, den kommenden eurobedingten Absturz statistisch zu übertünchen. Zu diesem Zweck wäre es natürlich hilfreich, wenn man, ganz modern, einfach die Ziele oder die Begriffe umdefiniert. Somit ist man dann immer erfolgreich, auch wenn man im Morast landet.

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Lutz Wendorff

Man huete uns vor Gruenen Aktivisten.

Was in diesem Bericht nicht erwaehnt wird, eine Aussage einer Teilnehmerin in dieser Kommission, Frau Wilms von den Gruenen: "Was wir eigentlich erreichen müssen, mit dem Abschlussbericht der PG 2 ist, dass wir ein Instrumentarium zur politischen Steuerung haben,…" und noch einiges mehr in dieser Richtung von den Gruenen.
Was klar wird: Die Gruenen wollen nicht feststellen, ob irgendwo etwa verbesserungswuerdig ist und Handlungsbedarf besteht, sondern sie haben eine genaue Vorstellung, wie der Mensch zu sein hat. Sie wollen die Gesellschaft modernisieren (Goering-Eckardt), also Sie und mich.
Dafuer brauchen sie nicht eine Analyse, sondern ein Instrument zur Steuerung!
Merken Sie, wie Ihnen Ihre Freiheit abgenommen werden soll?

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Wolfgang Richter

Medienkampagne

Es ist sicher richtig, daß ein hohes BSP als alleiniger "Wohlfühlindikator" nicht funktioniert.
Aber bei der Diskussion um neue Kriterien drohen sich rot-grüne Kreise durchzusetzen, für die "Armut für alle" akzeptabel ist, sofern dafür so edle und wichtige Ziele wie Multikulturalität, Buntheit, "Verteilungsgerechtigkeit", strengster Klimaschutz etc. erreicht werden.
Von diesen scheint diese Kampagne wesentlich auszugehen.

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Lieber ehrlich

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Die SPD und noch mehr die Grünen haben höhere Steuern für Top-Verdiener angekündigt - und finden sich dabei besonders ehrlich. Was sie gerne verschweigen: Zu den Top-Verdienern im Land zählen nicht nur Millionäre mit Sportwagen, sondern auch schon leitende Angestellte, Handwerksmeister und Beamte. Mehr 4 17


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