Home
http://www.faz.net/-gqf-6r07t
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Lohnentwicklung Arbeitnehmer verdienen mehr

21.09.2011 ·  Die Reallöhne sind in Deutschland im zweiten Quartal in fast allen Branchen gestiegen. Am stärksten konnten Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe profitieren.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (1)

Der kräftige Anstieg der Löhne hält an. Mit dem Anziehen der Konjunktur legten die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollbeschäftigter Arbeitnehmer, also die Reallöhne, im zweiten Quartal auf Jahressicht um 1,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das Plus ist das dritthöchste seit 2008. Zwischen Januar und Ende März 2011 waren die Reallöhne um 2,0 Prozent gestiegen. Die Nominallöhne erhöhten sich im zweiten Vierteljahr um 4,2 Prozent und damit so stark wie noch nie seit 2008.

Der deutliche Anstieg der Bruttomonatsverdienste erstreckte sich über alle Branchen. Das stärkste Plus verbuchten die Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe mit einem Zuwachs von 7,0 Prozent, wozu der Abbau der Kurzarbeit, höhere Sonderzahlungen wie erfolgsabhängige Boni sowie Tariferhöhungen beitrugen. In der Chemischen Industrie hatten sich die Tarifparteien auf ein Lohnplus von 4,1 Prozent geeinigt, in der Metall- und Elektroindustrie wurden plus 2,7 Prozent vereinbart.

Im Durchschnitt 3313 Euro Monatsverdienst

Um überdurchschnittliche 4,6 Prozent erhöhten sich die Verdienste für die Beschäftigten von Banken und Versicherungen. Der Löwenanteil resultiert aus höheren Sonderzahlungen, die in der Finanzbranche größtenteils erfolgsabhängig gezahlt werden und das Vorkrisenniveau wieder deutlich überschritten.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente im zweiten Quartal ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3313 Euro brutto im Monat. Am meisten bekamen die Beschäftigten der Informations- und Kommunikationsbranche (4358 Euro) und der Energieversorgung (4350 Euro) sowie die Mitarbeiter von Banken und Versicherungen (4332 Euro). Am wenigsten wurde im Gastgewerbe mit 1950 Euro gezahlt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 11 13

30.05.2012 10:30 Uhr
  Vortag
Dax 6.339,87 −0,89%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.382,09 −0,87%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2457 −0,25%
Rohöl Brent Crude 12.580,70 $ −1,37%
Gold 1.579,50 $ +0,31%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.