http://www.faz.net/-gqe-8zbci

Leichter Rückgang : Wenig Inflation in der Währungsunion

  • Aktualisiert am

Gut besucht ist der Strand von Rostock-Warnemünde gerade: Urlaubsreisen sind tatsächlich etwas teurer geworden in Deutschland zuletzt. Bild: dpa

Die Euro-Wirtschaft wächst wieder schneller, die Teuerungsrate bleibt klein: Sie liegt weiter unter dem Ziel, das die Notenbank mittelfristig anstrebt.

          Die Teuerungsrate in der europäischen Währungsunion ist leicht zurückgegangen. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise im Schnitt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistikamt Eurostat mit.

          Dies ist die niedrigste Inflationsrate in diesem Jahr; im Mai lag sie mit 1,4 Prozent noch ein Bisschen höher. Zuvor befragte Volkswirte hatten durchschnittlich einen Rückgang auf 1,2 Prozent erwartet. Ein Grund ist, dass sich Energie mit 1,9 Prozent nicht mehr so stark wie in den Vormonaten verteuerte.

          Die Führung der Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht eine Teuerungsrate von nahe zwei Prozent an. Nach einem optimistischeren Wirtschaftsausblick des EZB-Präsidenten Mario Draghi während einer Konferenz in Portugal erwarten jedoch viele Fachleute, dass die Notenbank allmähliche ihre Geldpolitik straffen könnte. Auch die Spekulation auf eine erste Leitzinsanhebung im kommenden Jahr hat zugenommen.

          Die Euro-Währungshüter halten den Leitzins seit März des vergangenen Jahres auf null Prozent. Die EZB und die nationalen Notenbanken erwerben zudem seit März 2015 Staatsanleihen und andere Wertpapiere - seit April dieses Jahres geben sie dafür monatlich 60 Milliarden Euro aus, zuvor waren es 80 Milliarden Euro gewesen. An den Finanzmärkten wird darüber spekuliert, dass die EZB im kommenden Jahr ihre Wertpapierkäufe schrittweise reduzieren könnte. Einige Ökonomen erwarten, dass sie einen solchen Schritt im September ankündigen wird.

          Quelle: ala./Reuters

          Weitere Themen

          Euro verliert an Wert

          Nach Fed-Sitzung : Euro verliert an Wert

          Nach der Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank verbilligte sich der Euro zunächst um einen amerikanischen Cent. Bei den deutschen Aktien gibt es nur bei einzelnen Werten größere Bewegung. Dazu gehören Papiere von Banken und Energieversorgern.

          Norwegen traut sich ein wenig

          Leitzinsentscheid : Norwegen traut sich ein wenig

          Bereits seit Anfang 2016 hält die norwegische Notenbank ihren Leitzins auf gleichem Niveau. Das könnte sich nun früher ändern als erwartet, denn die wirtschaftliche Lage bessert sich.

          Topmeldungen

          Wahlparty der AfD im Berliner Traffic Club

          AfD im Bundestag : Die Jagd ist eröffnet

          Der Erfolg der AfD ist eine Zäsur. Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik ist eine Partei im Parlament vertreten, die sich rechts der Union positioniert. Alexander Gauland kündigt als dritte Kraft eine harte Opposition im Bundestag an.

          SPD-Wahldebakel : Der schlimmste Tag

          Für die SPD ist es das schlechteste Ergebnis seit 1949. Die Partei will sich nun nach der vierten Wahlniederlage seit 2005 rundum erneuern. Eine Konsequenz aus dem Desaster nehmen die Genossen jedoch fast erleichtert auf.

          Schwaches Wahlergebnis für CSU : Seehofers Debakel

          Die Christsozialen gehen mit einem der schlechtesten Ergebnisse ihrer Geschichte in die nächste Legislaturperiode. Doch das kommt für die CSU nicht unerwartet: Horst Seehofer hat sich bereits vorher abgesichert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.