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Veröffentlicht: 26.02.2013, 08:37 Uhr

Lebenshaltungskosten Wo die Teuerung besonders hoch ist

Die Mieten und Energiekosten sind stark gestiegen, doch es gibt große regionale Unterschiede. Die Teuerungsrate in Berlin liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

© F.A.Z.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Januar 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent erhöht. Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands. So liegt die Berliner Inflationsrate deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch wer in Leipzig oder Bremen lebt, musste im vergangenen Jahr eine deutlich stärkere Teuerung in Kauf nehmen als der Durchschnittsbundesbürger. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse des Statistikunternehmens Statista und des Immobilienportals ImmobilienScout24, die unterschiedliche Entwicklungen bei Mieten und Energiekosten berücksichtigt.

Daten über die unterschiedliche Entwicklung der Lebenshaltungskosten innerhalb Deutschlands sind rar. Das statistische Bundesamt veröffentlicht keine regionalen Inflationsraten. Um Abhilfe zu schaffen, haben Statista und ImmobilienScout24 jetzt zu einer Hilfskonstruktion gegriffen - die zumindest einen groben Überschlagswert liefert. Ihre Überlegung dabei: Viele Güter, die überregional gehandelt werden, kosten bundesweit annähernd dasselbe. Doch große Unterschiede gibt es bei den Mieten und den Energiepreisen. Da die Ausgaben für das Wohnen einer der wichtigsten Posten im offiziellen Verbraucherpreisindex  sind - dort werden sie mit über 30 Prozent veranschlagt - könne man aus deren Entwicklung grob die regionale Inflation abschätzen. „Berliner Haushalte mussten zuletzt teilweise massive Mietpreisanstiege verkraften, insbesondere bei der Neuvermietung“, sagt Michael Kiefer von ImmobilienScout24.

Infografik / Gewichtung im  Verbraucherindex © Statistisches Bundesamt Vergrößern

In ihrer Analyse wurde der Anteil der Kaltmieten im Warenkorb des Statistischen Bundesamtes durch aktuelle regionale Mietpreise (Angebots- und Bestandsmieten) ersetzt. Zudem wurde der Anteil der Energiekosten regional neu berechnet. Andere Warenkorbbestandteile wie etwa Tabak & Alkohol, Instandhaltungskosten, Pauschalreisen, Bildungswesen, andere Waren und Dienstleistungen blieben dabei unberührt.

Trotz des starken Anstieges der Mieten in Berlin, liegen die Quadratmeterpreise in Berlin allerdings noch immer deutlich unter dem Niveau von Städten wie Stuttgart oder München. Insofern kann man auch von einem Nachholeffekt sprechen.

Quelle: FAZ.NET

 

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