Home
http://www.faz.net/-gqf-774l1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Lebenshaltungskosten Wo die Teuerung besonders hoch ist

Die Mieten und Energiekosten sind stark gestiegen, doch es gibt große regionale Unterschiede. Die Teuerungsrate in Berlin liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

© F.A.Z. Vergrößern

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Januar 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent erhöht. Dabei gibt es allerdings regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands. So liegt die Berliner Inflationsrate deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch wer in Leipzig oder Bremen lebt, musste im vergangenen Jahr eine deutlich stärkere Teuerung in Kauf nehmen als der Durchschnittsbundesbürger. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Analyse des Statistikunternehmens Statista und des Immobilienportals ImmobilienScout24, die unterschiedliche Entwicklungen bei Mieten und Energiekosten berücksichtigt.

Daten über die unterschiedliche Entwicklung der Lebenshaltungskosten innerhalb Deutschlands sind rar. Das statistische Bundesamt veröffentlicht keine regionalen Inflationsraten. Um Abhilfe zu schaffen, haben Statista und ImmobilienScout24 jetzt zu einer Hilfskonstruktion gegriffen - die zumindest einen groben Überschlagswert liefert. Ihre Überlegung dabei: Viele Güter, die überregional gehandelt werden, kosten bundesweit annähernd dasselbe. Doch große Unterschiede gibt es bei den Mieten und den Energiepreisen. Da die Ausgaben für das Wohnen einer der wichtigsten Posten im offiziellen Verbraucherpreisindex  sind - dort werden sie mit über 30 Prozent veranschlagt - könne man aus deren Entwicklung grob die regionale Inflation abschätzen. „Berliner Haushalte mussten zuletzt teilweise massive Mietpreisanstiege verkraften, insbesondere bei der Neuvermietung“, sagt Michael Kiefer von ImmobilienScout24.

Infografik / Gewichtung im  Verbraucherindex

In ihrer Analyse wurde der Anteil der Kaltmieten im Warenkorb des Statistischen Bundesamtes durch aktuelle regionale Mietpreise (Angebots- und Bestandsmieten) ersetzt. Zudem wurde der Anteil der Energiekosten regional neu berechnet. Andere Warenkorbbestandteile wie etwa Tabak & Alkohol, Instandhaltungskosten, Pauschalreisen, Bildungswesen, andere Waren und Dienstleistungen blieben dabei unberührt.

Trotz des starken Anstieges der Mieten in Berlin, liegen die Quadratmeterpreise in Berlin allerdings noch immer deutlich unter dem Niveau von Städten wie Stuttgart oder München. Insofern kann man auch von einem Nachholeffekt sprechen.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Markt entspannt sich Wohnungspreise steigen langsamer

Erste Anzeichen deuten auf eine Beruhigung in den Metropolen hin. Doch bedeutet ein weniger rasantes Wachstum gleich die Trendwende? Mehr Von Judith Lembke

22.10.2014, 19:39 Uhr | Finanzen
Erster Ebola-Patient in Deutschland verstorben

In Leipzig ist ein UN-Mitarbeiter an der Infektionskrankheit Ebola gestorben. Er war in der vergangenen Woche aus Westafrika ausgeflogen worden. Mehr

14.10.2014, 10:59 Uhr | Gesellschaft
Lohnersatz Immer mehr Väter beziehen Elterngeld

Beinahe jeder dritte Vater geht in Elternzeit mittlerweile. In zwei Bundesländern entscheiden besonders viele Männer dafür. Mehr Von Julian Trauthig

14.10.2014, 17:48 Uhr | Wirtschaft
Regionales Biogemüse per Mausklick einkaufen

Produkte regional und direkt beim Bauern beziehen. Das soll jetzt auch online möglich sein. In den Vereinigten Staaten ist das dem Start-up Good Eggs gelungen. Jetzt ziehen weitere Anbieter nach - auch in Deutschland. Mehr

22.07.2014, 15:48 Uhr | Wirtschaft
Insgesamt 25 Milliarden Euro Wer wie viel für die Sozialhilfe ausgibt

Die Stadtstaaten haben es nicht leicht: Pro Kopf geben sie deutlich mehr Geld für Sozialhilfe aus als die Flächenländer. Auch zwischen Ost und West gibt es weiterhin eine große Lücke. Mehr

23.10.2014, 11:56 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 26.02.2013, 08:37 Uhr

Schlappe Sauger, feuchte Haare?

Von Lukas Weber

Brüssel will die Leistung von Elektrogeräten beschneiden und dadurch Strom sparen. Aber kann man elektrische Geräte durch Verordnung überhaupt sparsamer machen? Mehr 10 27


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Die Probleme von Yahoo

Einst war Yahoo ein Internet-Gigant, dann kam Google: Heute ist der Konzern nur noch ein Schatten seiner selbst. Wo genau liegen die Probleme? Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden