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Konsumklima sackt ab Neue deutsche Inflationsangst

26.10.2007 ·  Teure Milch, teures Fleisch und drohende Aufschläge bei Energie: Die Verbraucher packt jetzt die Furcht vor der Inflation. Das schlägt sich in der Kauflaune nieder. Im Oktober ist der entsprechende Index des Marktforschungsinstituts GfK klar nach unten gegangen.

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Steigende Inflationsangst belastet zusehends die Kauflaune der deutschen Verbraucher. Wie das Marktforschungsinstitut GfK am Freitag in Nürnberg mitteilte, sank der von ihr ermittelte sogenannte Konsumklimaindex für Oktober auf 4,9 Punkte. Den September-Wert revidierte die GfK von zunächst 7,6 auf 6,7 Punkte. Im August und im Juli hatte der Wert bei 8,5 Zählern gelegen.

Vor allem die im Spätsommer plötzlich einsetzende Angst vor Inflationen als Reaktion auf die zum Teil drastischen Preiserhöhungen bei bestimmten Lebensmitteln sowie die hohen Energiepreise beeinflussen den Angaben zufolge die Kauflaune der Konsumenten. Eine zurückhaltende Einkommenserwartung und Konsumneigung seien die Folge.

Die Hypothekenkrise bestärkt die Pessimisten

Der starke Euro und zunehmend kritische Stimmen hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung im Hinblick auf die Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten verpassten zudem der Konjunkturerwartung in Deutschland einen Dämpfer: Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung hätten Einbußen hinnehmen müssen.

Video: Inflationsängste verderben Kauflaune der Verbraucher

Die Prognose für das Konsumwachstum im laufenden Jahr könnte nach Einschätzung der GfK gefährdet sein: „Die auf 0,6 Prozent gesenkte Prognose für das Wachstum des privaten Konsums 2007 wackelt“, sagte GfK-Ökonom Rolf Bürkl am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Nürnberg. Sollten sich die Inflationsängste verfestigen, dürfte es sehr schwer werden, die Prognose zu erreichen. Auch für das Weihnachtsgeschäft wäre dies ein negatives Signal. Im ersten Halbjahr hatte der Konsum in Deutschland nach vorläufigen Angaben stagniert.

Der monatliche GfK-Konsumklimaindikator basiert auf rund 2000 Verbraucherbefragungen. Wesentliche Faktoren des Konsumklimas sind die Einkommenserwartung, die Anschaffungsneigung und die Konjunkturerwartung der Verbraucher.

Einkommensentwicklung schlechter beurteilt

Die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise sowie die Ankündigung von höheren Strompreisen zum Jahreswechsel haben außerdem dazu geführt, dass die Deutschen trotz zuletzt höherer Tarifabschlüsse ihre Einkommenentwicklung weniger positiv beurteilen. Der entsprechende GfK-Indikator gab im Oktober nach einem Minus im September im Oktober nochmals drei Zähler nach und steht nun bei minus 0,7 Punkten, womit die Einkommenerwartung unter dem Vorjahreswert liegt.

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Von Heike Göbel

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30.05.2012 10:30 Uhr
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