Home
http://www.faz.net/-gqf-74avk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Konjunktureinbruch in Tokio Japans Wirtschaftsleistung schrumpft um 3,5 Prozent

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wird nach Ansicht von Ökonomen auch zum Jahresende konjunkturell schwächeln - und sich dann vollends in einer Rezession befinden. Die starke Währung, aber auch der Streit mit China belasten.

© REUTERS Vergrößern Auch im Hafen von Tokio merkt man die schwächelnde Konjunktur.

Japan droht die Rezession: Die Wirtschaftsleistung der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ist auf das Jahr hochgerechnet im dritten Quartal um 3,5 Prozent eingebrochen. Die japanische Regierung veröffentlichte die schlechten Konjunkturzahlen für die Monate Juli bis einschließlich September am Montag. Den Angaben zufolge sanken die Binnennachfrage um 0,5 Prozent und die Unternehmensinvestitionen um 3,2 Prozent.

Für das laufende Quartal von Oktober bis Dezember sagen Beobachter für Japan voraus, dass sich die Wirtschaft weiter schwächelt. Mit zwei rückläufigen Quartalen hintereinander befinde sich die japanische Wirtschaft dann per Definition in einer (technischen) Rezession.

Starker Yen, Streit mit China

Von April bis Juni wuchs die Wirtschaft nur um magere 0,7 Prozent. Die zunächst gemeldeten 1,4 Prozent für das zweite Quartal mussten später um die Hälfte nach unten korrigiert werden.

Mehr zum Thema

Vor allem ein hoher Yen macht der japanischen Exportwirtschaft zu schaffen und sorgt für einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Südkorea, aber auch Deutschland. Für das Gesamtjahr hatte die Regierung in Tokio ein Wachstum von zwei Prozent avisiert.

Streitigkeiten mit China über Inseln im Ostchinesischen Meer trugen dazu bei, dass der Absatz japanischer Produkte in China rückläufig ist. Chinesen hatten infolgedessen ganz gezielt japanische Produkte boykottiert. Aber auch der Absatz in Europa lässt angesichts der schwierigen Wirtschaftslage zu wünschen übrig.

Zahlungsunfähigkeit

Und schließlich hatte zumindest die Anleger an den Finanzmärkten zuletzt verunsichert, dass die japanische Politik nicht in der Lage schien, gar die latent drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes in den Griff zu bekommen aufgrund von Streitigkeiten zwischen Regierung und Opposition über den Haushalt für das kommende Jahr.

Quelle: FAZ.NET/AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kampf gegen Korruption China ermittelt nun auch gegen Volkswagen

Chinas oberste Korruptionsermittler knöpfen sich den nächsten Autokonzern vor: Die Disziplinarkommission ermittelt gegen zwei Manager von FAW-Volkswagen. Auch Indien verhängt Millionenstrafen gegen Autobauer. Mehr

27.08.2014, 08:31 Uhr | Wirtschaft
Autoindustrie „In China droht quasi eine Enteignung“

Erst die Hersteller, nun die Zulieferer: China macht Druck auf die deutsche Autoindustrie. Das Land will genauso innovativ werden wie seine Wettbewerber. Ein Firmenchef findet drastische Worte. Mehr

25.08.2014, 16:09 Uhr | Wirtschaft
Staatshaushalt Japans Ministerien sparen ungern

Die japanische Regierung will die Neuverschuldung im nächsten Haushaltsjahr deutlich zurückfahren. Doch die einzelnen Ministerien, die bis Freitag ihre Ausgabenwünsche bei Finanzminister Taro Aso anmelden müssen, ignorieren den Appell zur Sparsamkeit. Mehr

27.08.2014, 07:13 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.11.2012, 05:02 Uhr

Trophäenwohnungen

Von Michael Psotta

Fast 6 Millionen Euro für eine Wohnung in Berlin - brechen auf dem deutschen Markt für Luxusdomizile neue Zeiten an? Mehr 4 1

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Viel Geld für Werbung im Internet

Unternehmen investieren stark in Onlinewerbung – so auch Germanwings. Nur der Autobauer Volkswagen und die Auktionsplattform Ebay geben hierzulande mehr dafür aus. Mehr